us ihren
Mathil⸗ gerräther
lich ſind
an ihre ſch auf, nem Un⸗ Freun⸗ 71
e,„wer kann hier leich das
danken,“ aus die⸗
ſich ein⸗
rief die ˖nicht ſo ſ ſie ihn Marien iches Un⸗ noch hören in einen
VPasbeck orten, die Sie uns die Sache llle glau⸗ nſtrengung
1
,—
559
peinlich ſein konnte, ſo beeilte er ſich, das Zim⸗ mer zu verlaſſen.
Es vergingen mehrere Wochen, ohne daß Wasbeck das Mindeſte von den Verſchollenen entdeckt hätte. Eines Tages jedoch, als er in dem Gaſthofe, in welchem er zu ſpeiſen pflegte, nach dem Eſſen die Zeitung zur Hand nahm und, was ſehr natürlich war, zuerſt die ihnen mangelhaft zukommenden ungariſchen Nachrich⸗ ten las, erſtaunte er und freute ſich nicht wenig, den Namen Friedheim unter den Adjutanten Bems zu finden. Wenn ihm noch irgend ein Zweifel, ob es auch wirklich ſein Freund ſei, aufſtieg, ſo wurde er durch das Folgende völlig hinweggebannt.
Es hieß nämlich in dem Berichte, daß Fried⸗ heim früher kaiſerlicher Offizier geweſen, daß er ſchon zu wiederholten Malen unter den Au⸗ gen Bems ſich ausgezeichnet, und in Folge da⸗ von zu deſſen Adjutanten ernannt worden ſei.
Wie wir ſchon bemerkten, war die Freude Ferdinands groß bei dieſer Nachricht. Die Sehnſucht nach ſeinem Freunde war unbeſchreib⸗ lich, und da ihm Nichts mehr in Wien feſſeln konnte, ſelbſt Mathilde nicht, weil er wohl ein⸗ ſah, daß er ewig unglücklich lieben würde, und er überdieß, wie wir wiſſen, den Ideen, für welche die Magyaren kämpften, ergeben war: ſo entſchloß er ſich, ebenfalls für die Sache der Ungarn zu ſtreiten und ſich mit Antonio wieder zu vereinigen.
Kaum waren einige Tage nach gefaßtem Entſchluſſe vergangen, ſo finden wir ihn auch ſchon auf der Flucht nach Ungarn.
Die Reiſe war äußerſt gefahrvoll; mehr denn einmal, war er nahe daran, von den Oeſterrei⸗ chern gefangen genommen zu werden; doch ſein guter Stern leitete ihn durch alle Gefahren hin⸗ durch. Endlich hatte er die äußerſten Linien der öſterreichiſchen Armee paſſirt und konnte ſich als gerettet anſehen.
Es ward ihm nun leicht, nähere Nachrich⸗ ten über die Stellung Bems einzuziehen, und eines Morgens kam er bei den Vorpoſten deſ⸗ ſelben an. Man lag im Bivouac.
Er wurde ſogleich vor den General geführt,
und nachdem dieſer ſeinen Wunſch vernommen, in ſeinem Armeecorps zu dienen, ſogleich als Lieutenant angeſtellt. Seinen Freund zu finden, war nun das Werk eines Augenblicks, und bald hielten ſich beide lange und innig umſchlungen.
Ferdinand mußte nun Antonio Alles, was ſich im Hauſe der Gräfinnen ſeit ſeiner Flucht
ereignet, und wie er ſeinen Aufenthalt entdeckt
hatte, erzählen, und als er geendigt, ſprach An⸗ tonio wehmüthig: Ferdinand, das Schickſal hört nicht auf, mich zu verfolgen; Marie iſt nicht mehr!
Er verſuchte vergebens ſeine Thränen bei dieſen Worten zuruͤckzudrängen; doch da er auf ſeines Freundes Geſichte den Wunſch las, etwas Näheres uber die ganze Sache zu erfahren, ſo fuhr er etwas ruhiger fort: Ein Ungar, mit dem ich in Wien bekannt geworden war, und dem ich meine Lage mitgetheilt hatte, bot mir bereitwilligſt eine ſeiner Beſitzungen zum Auf⸗ enthalte an, wenn es uns möglich werden ſollte, Ungarn zu erreichen. Es gelang uns. Wir kamen wohlbehalten am Ziele unſerer Reiſe an, und ließen uns in der angewieſenen Wohnung haͤuslich nieder. In den erſten Tagen ſchien es mir, als würde eine beſſere Zukunft ſich mir öffnen; Marie hörte nicht auf, mich mit den zärtlichen Beweiſen ihrer Liebe zu überhäufen, und in meinem Herzen fanden ſie Wiederhall. Zwar war es nicht jene glühende Liebe, mit der ich Mathilden liebte und ewig lieben werde; doch es war eine innige warme Zuneigung, die mir bis dahin fremd geblieben war.
Ich vergaß zu erwähnen, daß ein ungariſcher Prieſter gleich bei unſerer Ankunft unſere Hände in einander legte. Leider aber ſollte unſer Glück gar bald geſtört werden!— Marie konnte das ungewohnte Klima bei ihrer angegriffenen Ge⸗ ſundheit nicht vertragen. Schon am Ende der erſten Woche unſeres Hierſeins fing ſte an zu kränkeln; bald wurde ihr Zuſtand ſchlimmer ſie verfiel in ein hitziges Fieber. Vergebens ver⸗ ſchwendete der herbeigerufene Arzt alle Mittel ſeiner Kunſt; ich wich keinen Augenblick von ihrem Lager; allein von Tage zu Tage ver⸗ ſchlimmerte ſich ihr Uebel, und noch vor Ablauf der zweiten Woche war ſie verſchieden!—
Mein Schmerz uͤber ihren Verluſt war groß,
1
1 b 1
5
—


