Jahrgang 
1850
Einzelbild herunterladen

geäußert, hen Tuup⸗ genöthigt Sache des ) wurden ſett, das uch wur⸗ htet.

er Gräͤfin u ſeinem ſie in .Da er fin Hoch⸗

dahin auf

doch von uch dort ie anwe⸗

in Wien und dann ihr wahr⸗ jeßt für

Befinden

end, und ater ihren Walzern e, ſchwet⸗ enden ent⸗

arie und

ſch nicht

wperzeihn ngen; es angeneh⸗ ndern nur digen, R ns ſehen

5⁵³

was iſt Ihnen? Erlauben Sie, daß ich Sie zum Sopha führe; wollen Sie, daß ich Ihre Leute rufen ſoll?

Nein, laſſen Sie, Herr von Friedheim, ich bitte, ſprach ſie ſchüchtern,es war nur ein plötzlicher Anfall meiner Krankheit, der gleich vorüber ſein wird, und ſie ließ ſich von Anto⸗ nio zum Sopha führen, wo er neben ihr Platz nahm. 8

Er hatte jetzt Gelegenheit, ſich von der Ver⸗ änderung zu überzeugen, die mit Marien vor⸗ gegangen war. Ihre einſt ſo ſchelmiſch ſtrah⸗ lenden Augen, blickten jetzt wehmüthig ſchmach⸗ tend zu ihm auf; die Röthe ihrer Wangen hatte ſich Etwas verloren, und doch hatte ſie Anto⸗ nio nie ſo reizend, ſo bezaubernd gefunden, als gerade jetzt.

Ein ſeltſames Gefühl ſtieg in ihm auf, und als nun allmählig das Eis der Schüchternheit geſchmolzen war, und Antonio theilnehmend ihre Hand ergriff und ſich nach dem Charakter ihrer Krankheit erkundigte, da blickte ſie ihn mit ih ren ſchönen liebeathmenden Augen an und er⸗ wiederte erröthend:Die Krankheit, Herr von Friedheim, iſt unheilbar!

O, ſprechen ſie nicht ſo, Marie, rief An⸗ tonio, und ein Feuerſtrom ergoß ſich durch ſeine Adern;es iſt unmöglich, daß ſo viel Schön⸗ heit und Anmuth ſo früh geknickt werden kön⸗ nen! Nein, nein, Sie uͤberſchätzen ihr Uebel!

Marie hatte bisher mit übermenſchlicher An⸗ ſtrengung die in ihr tobenden Gefühle zu un⸗ terdrücken gewußt; doch jetzt brachen ſie ſich ge⸗ waltſam Bahn.

Antonio! rief ſie plötzlich, und ſchlang ih⸗ ren Arm um ſeinen Nacken,Du magſt mich verdammen, verachten, aber wiſſen ſollſt Du, was ich gelitten! Sieh, ich habe Dich geliebt, ſeit ich Dich ſah, und bete Dich an, als den Gott, an dem ich mit ganzer Sehnſucht hange!

Sie warf ſich an ſeine Bruſt, und Antonio, von dem Feuer, das in ihm loderte, fortgeriſſen, drückte einen Kuß auf ihre ſchwellenden Lippen. Ein niegefühlter Zauber umfing ihre Sinne, die Welt umher verſchwand vor ihren Blicken, und ſie verſanken in jenes wollüſtige Träumen, aus dem die Seele mit Beſchämung und Reue er⸗ wacht.*

7

Die Dämmerung war inzwiſchen hereinge⸗ brochen, und draußen rauſchte der Regen in Strömen hernieder, als Marie und Antonio, die Unglücklichen, aus ihrer ſinnlichen Betäu⸗ bung erwachten. Die Dunkelheit verhinderte ſie, ihr Erröthen und die Beſchämung, die ſich auf ihrem Geſichte malte, zu erkennen. Der Rauſch war verflogen, und die fürchterliche, nackte Wahrheit pflanzte ſich jetzt vor ihrem Geiſte auf.

Von den fürchterlichſten Qualen geaͤngſtigt, es war ihm, als ſtände Mathildens Geſtalt drohend vor ihm, ſtürzte Antonio, die Verzweif⸗ lung im Herzen, ſich feſt in ſeinen Mantel hül⸗ lend, hinaus in's Freie.

Einem Betäubten ähnlich, kam er in ſeiner Wohnung an, und Ferdinand, der ihn nie in ſolchem Zuſtande geſehen, und der nicht im Ent⸗

fernteſten ahnen konnte, was ſich zugetragen hatte, rief erſchrocken aus:Antonio, was iſt

Dir? Welcher Wahnſinn ſpricht aus Deinen Zügen? O, ſprich, erkläre Dich, was iſt vorge⸗ fallen?

Doch Antonio antwortete nicht, und warf ſich ſchluchzend aufs Sopha. In der größten Angſt und Ueberraſchung wußte Wasbeck an⸗ fänglich nicht, was er anfangen, wozu er grei⸗ fen ſollte, um ſeines Freundes qualvollen Zu⸗ ſtand zu lindern.

Endlich näherte er ſich ihm, und mit der theilnehmendſten Stimme ſprach er:Antonio, faſſe Dich, vertraue mir, was Dir fehlt, was Dir begegnet iſt.

Antonio richtete ſich auf; er war bleich, wie der Tod, und ſeines Freundes Hand ergreifend, ſprach er matt:Ferdinand, ich werde Dir Al⸗ les geſtehen, Du wirſt mich beklagen.

Hierauf erzählte er, ohne den geringſten Um⸗ ſtand zu verſchweigen, den ganzen unglücklichen Vorfall, und als er geendet, erwiderte Ferdinand wehmüthig:Antonio, Du haſt Recht, Du biſt zu beklagen. Doch iſt es jetzt nicht Zeit hierzu, fuhr er mit feſterer Stimme fort,ſondern es muß ein ſchneller Entſchluß gefaßt werden. Antonio, antworte mir, liebſt Du Mathilden noch wie früher?

Ja, erwiderte dieſer,noch eben ſo heiß, eben ſo innig.

Nun denn, rief Wasbeck entſchloſſen,ſo