Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
805
Einzelbild herunterladen

ein gro 1fni.

ßer Peeel, das Napoleone dod ihn zu

eiſterung

dom aus M

. len eSsſchmute

ſcön ge⸗ und. anb einer

000 Nann,

em glän⸗

uber, aus dallte, und ppen jeder vorüber, doffnungen dben Hallen feierlichen franzöͤfſche er Neuſtadt, dot. Unter

und Bänke a Zelldache at und von ankündigte. dſiſchen Ca⸗ von denen ramiden an zen Edenen Schauſpiel ellen Gegen⸗ aus einem aus einem lager kamen der bochbe⸗

ie Seinigen Feuewerk a am Arme traßen ging, jſchrift über Geſandten en bleiben!

deuten dieſe a, Größeres lands! Nach er zreibeit! ic Amen!

Knuabenalter entwachſene Kinderſoldaten, wie die alten

Vierle

Drei Tage nach dem Feſte mußte der Oberſt ſeine Familie wieder verlaſſen, um dem Hauptheere nach der Lauſitz zu folgen. Kaum aber waren acht Tage verfloſſen, als Gerüchte von neuen Kämpfen ſich verbreiteten, bis endlich die Stunde kam, daß die Verbündeten auf dem linken Elbufer gegen den fran⸗ zoͤſiſchen Heerestheil vordrangen, der zur Bewachung der böhmiſchen Gebirgspäſſe an der Elbe zurückgeblieben war. Die Franzoſen zogen ſich nach Dresden zurück, das ſchon am 23. und 24. Auguſt von dem Heere der Alliirten umringt war. Unter langen Beſorgniſſen verging der folgende Tag. Schaaren von Landleuten, die ihre Wohnungen und Felder den Kriegsvölkern zu Lagerplätzen hatten überlaſſen müſſen, ſuchten Ob⸗ dach in der Stadt und wilder Kriegslärm ſtörte die Nachtruhe der geängſteten Bewohner. Dresden war auf dem linken Elbufer in einem weiten Halbkreiſe umſchloſſen, und am 26. verkündete mit Tagesanbruch der Donner des Geſchützes, das die Verſchanzungen mit Hohlgeſchoſſen überſchüttete, die andringende Ge⸗ fahr. Aber auch in den erſten Vormittagsſtunden zog der Kaiſer, der eilends aus Schleſien aufgebrochen war, in die Stadt, und von dieſem Augenblicke an ſah man auf der hohen Heerſtraße am rechten Elbufer einen ununterbrochenen Zug von Infanterie, Reiterei und Geſchütz, das ſich in ſtürmiſcher⸗Eile über die Brücke wälzte. Vornan ſah man jene kaum dem

Krieger ſie nannten, die man, ohne den Lechzenden eine Erquickung zu gönnen, dem anſtürmenden Feind entgegentrieb.

Oberſt v. Winterfeld hatte, als ſein Regiment durch die Neuſtadt zog, kaum Zeit, ſeine Familie zu beſuchen. Er war ſehr ernſt geſtimmt, als ob eine lange Ahnung ihn ergriffen hätte.Wir haben einen blutigen Kampf zu erwarten, heute und morgen, ſagte er leiſe beim Abſchied der Schweſter.Wenn die Schlacht entſchieden iſt und Ihr nichts von mir hört, erkundigt Euch nach meinem Schickſale. In dieſem Briefe an Dich liegt ein anderer; gieb mir die Hand darauf Du beſorgſt ihn ſo ſchnell als thunlich an ſeine Adreſſe, ſollte ich gefallen ſein. Weinend gab die Schweſter das verlangte Wort und ſchloß den geliebten Bruder noch einmal in ihre Arme; dieſer aber ſchwang ſich auf ſein unten wartendes Pferd und ritt im ſcharfen Trabe die Straße hinab, wo ihn das umwogende Gewühl in dem nächſten Augenblicke den ihm trauernd Nachſehenden entzog.

Die franzöſiſchen Krieger zeigten, als ſie durch die Straßen zogen, den altgewohnten kühnen Sieger⸗ muth. Man ſah den Kaiſer, ihren Kriegsherrn, von

sofge- 805

zwiſchen dem Schloſſe und der Brücke ſtill und ruhig auf ſeinem weißen Berberroſſe, während Officiere mit Meldungen heranſprengten und mit Befehlen davon⸗ eilten. In den ſpäten Nachmittagsſtunden, als ſchon der größte Theil des franzöſiſchen Heeres auf das linke Elbufer übergegangen war, rückten endlich die Verbündeten in mächtigen Heerhaufen von allen Sei⸗ ten gegen die Stadt. Aber ſie hatten den günſtigen Augenblick ſchon verloren, und nach einem furchtbaren Kanonendonner, nach einem hartnäckigen Kampfe vor den erſtürmten und wieder verlorenen Schanzen, mußten ſie ſich bei Einbruch der Nacht auf die Höhen zurückziehen, welche die Stadt auf der Südſeite um⸗ geben. Heinrichs Familie befand ſich während dieſer bangen Stunden zagend in ihrer Wohnung, aus deren nach der Elbe gelegenen Fenſtern der alte Herr zu⸗ weilen einen Blick auf einen Theil des Kampfplatzes warf, wo unaufhörliche Blitze aus dem dunkeln Pulver⸗ dampfe aufzuckten. Jeder Schuß, jede Haubitzgranate, die über die Häuſer der geängſtigten Stadt hinflog, ſteigerte in der Seele der Mutter und Schweſter das Bild der Gefahren, welcher den geliebten Krieger, deſſen unerſchrockene Tapferkeit ſie kannten, in der blutigen Schlacht bedrobeten. Endlich, nach völligem Eintritt der Nacht, ſchwieg überall das Geſchütz, aber die Flammen brennender Häuſer in den nächſten Um⸗ gebungen der Stadt erhellten den Nachthimmel und überſtrahlten den Schein zahlloſer Wachtfeuer, die ringsum die Anhöhen beleuchteten. Alles verkündete, daß der Kampf am nächſten Tage furchtbarer ſich erneuern ſollte.

Bald nach Anbruch des Tages begann auch der Geſchützdonner, während die Franzoſen unter ſtrö⸗ mendem Regen zum Angriffe vorrückten, bis endlich in den Nachmittagsſtunden durch die Umgehung des linken Flügels der Verbündeten der vollſtändige Sieg entſchieden ward, und balb auch Napoleon, vom Regen triefend, mit erbeuteten Fahmen und eroberten Ge⸗ ſchützen, denen zahlreiche Gefangene folgten, in die Stadt einzog.

Anna und ihre Mutter brachten die Nacht in un⸗ beſchreiblicher Bekümmerniß zu. Ihre Beſorgniß um den Oberſt hatte aber erſt dann den Höhengrad erreicht, als er, wie ſie es gehofft, nicht an dieſem Abend bei ihnen erſchien, auch kein Bote Nachricht von ihm brachte. Auch der Vater war von ſichtbarer Unruhe bewegt, und gleich mit Tagesanbruch begab er ſich in die Stadt, um ſich nach dem Schickſale des Sohnes zu erkundigen. Die franzöſiſchen Officiere, an die er ſich wendete, konnten ihm nur ſagen, daß des Oberſten

einem weiten Kreiſe umgeben, in den Mittagsſtunden

Regiment ſich bei der Heeresabtheilung befinden möchte,