Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
794
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Novellen⸗eitung.

von den verlaſſenen Kindern vernimmt, ſo klagt er das Ge⸗ wie wenig er ihn achte, und dann warf er ihn wieder in ſein

ſchick an und ruft die Mächte der See und des Landes um Hülfe an, aber vergeblich. Weshalb ſchloß er eine unpaſſende Ehe? Ein Mann, der in der Nähe von Bantry lebte, hatte das Glück, eine ganz ausgezeichnete Frau dieſer Claſſe zu be⸗ ſitzen.(In der Regel iſt eine Moruach am wünſchens⸗ wertheſten als Weib, Mutter und Gebieterin einer Familie.) Sie würden ſehr glücklich zuſammen gelebt haben, aber viele

voriges Behältniß. Nun legte er ſich vor dem Feuer nieder, bis er hörte, daß das Waſſer zu ſieden anfing, und dann gab

es auf der Anrichte und in der Küche keine Schüſſel, keinen Teller, keinen Löffel, die er nicht ergriff und ſie in den Topf ſteckte und Alles wuſch und Alles ſorgfältig abtrocknete, und das ſo gut, wie es ein Küchenmädchen in der Stadt Dublin je gethan hat. Nun ſtellte er jede Sache in den Schüſſel⸗

Seekühe, die das Herkommen der Frau kannten, beharrten bretern und auf der Anrichte wieder an ihren Platz und

dabei, ans Land zu kommen und auf den Wieſen ihres Mannes zu weiden und ſo in der Nähe ihrer Verwandtin zu ſein. Der Mann, ein ſehr fühlloſer Menſch, wollte die armen Seekühe verjagen und plagen, ja er verſetzte ihnen ſogar Schläge und Wunden, bis ſeine Frau nach vielen nutzloſen Verſuchen, in ihm beſſere Gefühle zu erwecken, ihre Cohu leen Druith aufſtöberte und ihn verließ. Er war betrübt, als es zu ſpät war. Seine Kinder und Kindeskinder zeichneten ſich durch eine rauhe und ſchuppichte Haut und ein zartes Häutchen zwiſchen den Fingern und Zehen aus.

Wir laſſen, nun noch eine ächte iriſche Legende folgen, welche das komiſche und übernatürliche Element in keinem geringen Grade miteinander verbindet und die er ganz in der Form mittheilt, wie ſie ihm von einem Mädchen aus Kilkock erzählt wurde.

Der Kildare Pooka.

Als Herr H. R. noch am Leben war, verlebte er einen guten Theil des Jahres in Dublin, und einmal war er wegen derachtundneunzig Geſchäfte eine anhaltende Zeit außer⸗ halb des Landes. Aber die Dienerſchaft in dem großen Hauſe in Rath blieb dann ganz eben ſo vollſtändig darin zurück, als wenn die Familie zu Hauſe war. Nun gut, gewöhnlich wurde ſie, wenn ſie zu Bett gegangen war, durch das Zu⸗ werfen der Küchenthür und das Klappern der Feuerzangen und Töpfe, Schüſſeln und Teller bis zum Tode erſchreckt. Eines Abends, als ſie zuſammen ungewöhnlich lange in der Küche ſitzen blieben und ſich einander durch Erzählungen von Geiſtern und liſtigen Streichen munter zu erhalten ſuchten, konnte der kleine Küchenjunge, der ſeine Schlafſtelle im Pferdeſtalle hatte, an dem Feuer keinen Platz finden und kroch deshalb in den warmen Herd und als, er es müde war, länger auf die Erzählungen zu hören, die ihm große Furcht eingejagt hatten, ſank er in einen tiefen Schlaf. Nun gut, als Alle fortgegangen waren, nachdem ſie zuvor das Feuer zuſammengeſchürt hatten, wurde er plötzlich durch das geräuſchvolle Eröffnen der Küchenthür und das Trampeln eines Eſels auf dem Fußboden in der Küche erweckt. Er lugte aus ſeinem Verſteck hervor und was ſah er? Einen großen grauen Eſel, der auf ſeinem Currabingo ſaß und vor dem Feuer gähnte. Nach einer kleinen Weile ſah er um ſich her und fing an ſeine Ohren zu kratzen, als ob er ganz er⸗ müdet ſei, und er ſagte zu ſich ſelbſt:Ich mag ebenſowohl damit anfangen. Die Zähne des armen Knaben begannen in ſeinem Munde zu klappern, denn er ſagte:Nun wird er mich freſſen, aber der Burſche mit den langen Ohren und dem Schwanze hatte etwas ganz Anderes zu thun. Er ſchürte das Feuer an, dann brachte er in einem Zuber Waſſer von der Pumpe und füllte einen großen Topf, den er auf das Feuer geſetzt hatte, ehe er hinausgegangen war, damit. Er ſteckte dann ſeine Hand ich meine ſeinen Fuß in den heißen Herd und zog den Knaben hervor, der vor Schrecken förmlich zu brüllen anfing; aber der Pooka blickte blos nach ihm und ſtreckte ſeine untere Lippe hervor, um ihm zu zeigen,

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dem Knaben gegenüber, ließ das eine von ſeinen Ohren

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kehrte die Küche ganz ſauber aus. Alsdann kam er, ſetzte ſich

herabhängen und richtete das andere in die Höhe und fletſchte mit ſeinen Zähnen. Der arme Junge ſtrengte ſich an, laut aufzubrüllen, konnte aber nicht den geringſten Laut aus ſeiner Kehle hervorbringen. Das Letzte, was der Pooka that, war: er ſchürte das Feuer zuſammen und dann ging er fort und warf die Küchenthür ſo heftig zu, daß der Knabe glaubte, das ganze Haus müſſe davon zuſammenſtürzen. Man kann ſich leicht vorſtellen, wie verwundert Alle am nächſten Morgen waren, als der arme Junge ſeine Geſchichte erzählte. Den ganzen Tag thaten ſie nichts weiter, als davon zu ſprechen. Der Eine ſagte dies, der Andere jenes; aber ein fettes, träges Küchenmädchen ſagte das Geſcheidteſte von Allen.Muſcha! ſagte ſie,wenn der Pooka Alles wäſcht und reinigt, wenn wir ſchlafen, weshalb brauchen wir uns dann zu plagen, ſeine Arbeit zu verrichten?Sha gu dheine, ſagte eine Andere, das ſind die klügſten Worte, die Du je geſprochen haſt, Kauth; ich ſelbſt könnte Dir nicht widerſprechen. So geſagt, ſo gethan. An dieſem Abend ſah keine Schüſſel und kein Teller einen Tropfen Waſſer und ebenſowenig berührte ein Beſen den Fußboden der Küche, und Alle gingen bald nach Sonnenuntergang zu Bette. Am nächſten Morgen glänzte Alles wie Feuer in der Küche und der Lordmayer hätte ſein Diner dort halten können. Man kann ſich leicht denken, was das für die faulen Mägde für eine Freude war, und Alles ging gut, bis ein dreiſter Schlingel von einem Knaben eines Abends ſagte, er wolle des Nachts aufbleiben und mit dem Pooka plaudern. Er wurde etwas muthlos, als die Thür aufgeriſſen wurde und der Eſel auf das Feuer losging. Er öffnete den Mund nicht, bis der Topf mit Waſſer ge⸗ füllt war und der Pooka ſich ganz bequem vor das Feuer hinlegte.Ach, Sir, ſagte er dann, indem er ſeinen ganzen Muth zuſammenfaßte,wenn es nicht eine zu große Freiheit wäre, ſo möchte ich Sie wohl fragen, weshalb Sie ſo gütig ſind, jede Nacht für die Mädchen deren halbes Tagewerk zu

verrichten?Ganz und gar keine Freiheit, antwortete der Pooka.Ich will es Dir recht gern erzählen. Ich war hier in dieſem Hauſe zur Zeit des Vaters des Squire R. Diener und war der trägſte Schurke, derzje gekleidet und gefüttert wurde und nichts dafür that. Als meine Zeit kam, wo ich für die andere Welt abberufen wurde, wurde mir die Strafe auferlegt, jede Nacht hierher zu kommen und dieſe Arbeit zu verrichten und dann wieder hinaus in die Kälte zu gehen. Es iſt nicht ſo ſchlimm bei ſchönem Wetter; aber wenn Du nur wüßteſt, was es heißt, mit dem Kopfe zwiſchen Deinen Beinen zu ſtehen und von Mitternacht bis zum Sonnenauf⸗ gange in einer froſtigen Winternacht dem Sturme die Stirn zu bieten!Und könnten wir nicht irgend etwas für Er⸗ leichterung thun, mein armer Camerad?Muſha, ich weiß es nicht, entgegnete der Pooka,aber ich denke, ein gut ge⸗ fütterter Friesrock würde helfen, dieſe langen Nächte in mir das Leben zu erhalten.Gut, wir würden in der That die undankbarſten Geſchöpfe ſein, wenn wir kein Mitleiden mit

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