Küder
Irlaukb
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1 lange
1 folat dgl.)
Vierle Folge. 791
Das iſt die deutſche Liebe, Die himmelan uns zieht, Das iſt die deutſche Liebe, Das deutſche Liebeslied.
Wo ich wandre, wo ich weile.
Wo ich wandre, wo ich weile,
Meine Seele blieb bei Dir,
Ob ich raſte, ob ich eile,
Schweift mein Lied doch nur zu Dir. Von den Bergen ſchau ich nieder, Pflücke Dir den ſchönſten Strauß, Immer ſchau ich, immer wieder
In dem Thal Dein trautes Haus.
Und die Berge all', die blauen,
Strom und Buſch und Wald und Hain, Sonnenglanz und Thal und Auen Dünken Rahmen mir zu ſein.
Rahmen mir zu jenem Bilde, Das Dein liebes Haus umſchließt, Jenes Haus, da lieb und milde Mich Dein treues Auge grüßt.
In dem kleinſten Liede lebet.
In dem kleinſten Liede lebet, Wenn es recht vom Herzen drang, Alles, was die Welt durchbebet, Was ſeit Ewigkeiten ſtrebet,
Was am Schöpfungsmorgen klang. In des Dichterherzens Grunde, Das der Muſe nur geweiht, Schlingen ſich zu neuem Bunde, Redend nur aus ſeinem Munde, Klänge einer Ewigkeit.
Und er braucht es nur zu halten, Was da woget, wallt und glüht, Darf den Quell nur laſſen walten, Darf's nur kräftig umgeſtalten, Neuer Schöpfung Bild erblüht.
Literariſche Briefe von Otto Banch.
durchlebt hat, als die geiſtesgroße, thatenheiße, er⸗ leuchtete Nation der Griechen, ſo werden Sie auch einſtimmen, daß die Erzählung dieſer Vergangenheit keine Lectüre iſt, mit der die lernende Jugend für Darum müſſen auch alle Gebildeten es mit wohlwollender Theilnahme auf⸗ nehmen, wenn ſich ein Gelehrter die Mühe giebt, in faßlicher und anſprechender Form jenen Zeitraum zu ſchildern, in welchem von den dunklen Uranfängen menſchlicher Cultur bis zur Epoche des berühmten Tyrannen und Eroberers Alexander die Hellenen ihr Daſein für alle künftigen Tage fruchtbar machten.
Die Geſchichte des griechiſchen Volkes hat für uns, wie der Verfaſſer ſagt, nicht blos jenes all— gemeine Intereſſe, welches überall und leicht ſich er⸗ zengt, wo von den Thaten und Leiden der Menſchen erzählt, wo vom Ruhme der Männer geſungen oder in der ſchmuckloſen und wahrhaftigen Weiſe, wie ſie der Geſchichte ziemt, geredet wird. Völker blühen auf und verſchwinden wieder; den Blättern des Waldes vergleicht der Dichter ihre raſch wechſelnden Ge⸗ ſchlechter:
Blätter zur Erde hinſtreuet der Wind und der grünende Wald V ſcafi„7 Andenc neu, wenn die Smuin de Frühlings wiedergekehrt Se auch der Männer Geſchlecht: dies wächſt und jenes verſchwindet.
Aber nicht ſo ſpurlos ſind jene Geſchlechter dahin⸗ gegangen, welche an der Schwelle ihrer Geſchichte den glänzenden Namen Homers zeigen. Für vieles Große und Schöne, was das Leben der Gegenwart bereichert und ſchmückt, ſind wir ihnen zu Dank verpflichtet. Wenn unſere Kunſt ſich den reinen und gefälligen V Formen der Natur anſchließt, indem ſie dieſelbe nach⸗ ahmend erklärt; wenn unſere Dichtung dem Erhabenen und dem Zierlichen, dem Schrecklichen und dem Lieb⸗ lichen, dem Witze wie der Wehmuth Töne zu leihen gelernt hat; wenn unſere philoſophiſche Forſchung ttief in den Zuſammenhang der Dinge eindringt und, indem ſie den Geiſt aufklärt, zugleich den Charakter veredelt; wenn der Sinn für politiſche Freiheit in einem unabhängigen Vaterlande, oft unterdrückt, immer von Neuem wieder aufglüht: ſo gehen von allen dieſen Strebungen des Geiſtes die Fäden zurück auf das Leben des griechiſchen Volkes, und die Namen ſeiner
Geſchichte werden uns darum ſtets heilige und ge⸗
ihr übriges Leben abſchließt. D
weihte Namen ſein, weil ſie an ein Volk erinnern,
Geſchichte der Griechen von Oskar Jäger. in welchem zuerſt unter den Menſchen die Freiheit
Gütersloh, Verlag von Bertelsmann. 1866. Wenn es Ihnen eine alte Wahrheit iſt, daß kein Volk der Erde eine lebendigere und für die Cultur⸗ meiſten anderen Länder Europas ein Bergland. ſtudien der geſpannten Nachwelt wichtigere Geſchichte Reich an mannigfaltigen Producten der verſchiedenen
mit ihren Segnungen eine Stätte gefunden hat. Das ganze griechiſche Land iſt mehr als die


