en Keiſe mehr b gen Verände⸗ der Königin anterfeld nit den Truppen d ſammelten,
d, devor Heeresſäulen zum ruſſiſchen angeſtrengte keine Zeit ge⸗ abzuſtatten. dren der höhe⸗ anſtaltet hatte, ebte Frau nach
an
ſonſt, in dem ackoll gewaͤhlt, dületen Nigte, nach dem von a Vorbilde ſich t kam ſie ihm es feineren Lä⸗ ſo beſonderen rErnſt auf der Wolke klärte
a, in denen ſte
zu werden, ein rahlendem Auf⸗ von iht erwidert
as ſie allen an⸗ Liebe zu ihm Gräfn Truch⸗ omen gegen den t, daß ſie den dig behertſchte. gicten gewußt,
Vierle
terfeld ſprechen konnte, alſo nur in einer Sprache, die, durch die conventionellen Formen bedingt, jede intimere Beziehung ausſchließt. Aber dennoch war ihrem Scharf⸗ blick ein vom Baron im Laufe des Abends erſonnener Ausweg entgangen, noch hente die Gräſin von einem
wichtigen Entſchluß in Kenntniß zu ſetzen. Unter einem
plauſibeln Vorwande verließ er einen kleinen Kreis von Cameraden, die ſich an einem der glänzend aus⸗
geſtatteten zahlreichen Buffets in den Nebenſäͤlen ver⸗
ſammelt hatten, und begab ſich in das ihm aus früherer Zeit noch wohlbekannte Zimmer des Garde du Corps.
Dort nahm er ein feines Blatt aus ſeinem Taſchen⸗ buche und ſchrieb haſtig die Worte:„Ueberlaß mir, meine angebetete Julie, den Schritt, den ich morgen bei dem Grafen zu thun gedenke, um mich der Ent⸗ ſcheidung über unſere Zukunft zu verſichern.“ Und das Blatt, bis zur Unſcheinbarkeit zuſammengefaltet, gelangte bei dem Cotillon, zu dem er mit der Gräfin engagirt war, von Niemand bemerkt, in ihre Hand.
Hätten wir uns vorgenommen, dem Leſer ſtatt unſerer wahren Geſchichte einen Roman nach einem der viel beliebten Muſter zu übergeben, ſo wäre hier der Ort geweſen, die wenigen, aber inhaltsſchweren Zeilen durch einen unglücklichen Zufall in die Hände der Gräfin Truchſeß gelangen zu laſſen. Wir wären dann vielleicht im Stande geweſen, einige wenn nicht hoch tragiſche, doch höchſt pikante Scenen in grellſter Beleuchtung vorzuführen. Da wir uns aber als Auf⸗ gabe geſtellt haben, in dieſen Blättern Menſchen zu ſchildern, die gelebt, und Ereigniſſe, die wirklich ſtatt— gefunden haben, und zwar in einer großen und ver⸗ hängnißvollen Zeit, die ſo lebhaft an die unſrige erinnert, ſo müſſen wir uns deſſen enthalten. Unſere Darſtellungen, ſo ausgeprägt ſie Manchem den Stempel des Romanhaften zu tragen ſcheinen mögen, werden viele Leſer bei einigem Nachdenken an die meiſten der hier vorgeführten Perſonen erinnern, wenn auch Rück⸗ ſichten uns veranlaſſen mußten, einzelne Namen zu verändern und den Namen der hoͤchſt intereſſanten, wegen ihrer Schickſale geſchichtlich gewordenen hohen Frau mit einem einzigen Buchſtaben zu bezeichnen.
Wir nehmen den abgeriſſenen Faden wieder auf, indem wir am nächſten Morgen den Major Baron Heinrich v. Winterfeld in das Hôtel des Grafen O. begleiten.— Es waren nur wenige Minuten nach ſeiner Meldung vergangen, als der Graf im Vor⸗ zimmer erſchien und den frühzeitigen Beſucher unter einer freundlichen Handbewegung einlud, in ſein Cabinet einzutreten und nach nochmaliger Begrüßung Winter⸗ feld bat, auf dem Divan Platz zu nehmen, während er ſelbſt ſich ihm nahe gegenüber ſetzte.
Winterfeld bemerkte keine Veränderung in des
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Grafen Benehmen. Artig, wie in früheren Zeiten, zuvorkommender, wie noch am vorigen Abend, an dem er ſich bei ſchicklicher Gelegenheit kurze Zeit mit ihm unterhalten hatte, erwies er ſich an dieſem Morgen, an dem Winterfeld einen entſcheidenden Ausſpruch von dem Manne verlangen wollte, in deſſen Händen jetzt ſein Glück oder unermeßliches Unglück beruhete.
Er dachte an Julie; es war ihm unmöglich, auch nur um Minuten länger den Zweck zu umgehen, um den er gekommen war. Schon war er im Begriff, zu ſprechen, als der Graf unter einem vielſagenden Lächeln ihm das Wort abſchnitt.
„Ich freue mich, Herr Baron, daß Sie zu mir gekommen ſind, Sie haben mir dadurch den Weg zu Ihnen erſpart, und ich erkenne daraus, daß Sie ein Ehrenmann ſind. Sie ſind gekommen, mir Wichtiges zu eröffnen. Entnehmen Sie meine frenndſchaftlichen Geſinnungen für Sie daraus, daß ich Ihnen jedes Ge⸗ ſtändniß erſpare. Sie lieben meine Gemahlin, und Sie haben gewiſſermaßen ein Recht dazu, denn Gräfin Julie iſt eine vortreffliche, eine eben ſo liebenswürdige als ſchöne Frau. Sie ſind von ihr wiedergeliebt, en⸗ thuſiaſtiſch verehrt, wie ein ſo ſchöner und tapferer Officier, der ſich in allen Vorfällen des Lebens ſo ehrenhaft erwieſen, es ja auch wohl verdienen mag. Sie hat auch mich vielleicht einmal geliebt und ich achte ſie noch immer hoch, aber, Herr Baron, die Com⸗ teſſe hat mich in Hoffnungen getäuſcht, die es mir ſchwer fällt, als Beſitzer der größten Lehnsgüter im Königreiche aufzugeben. So wird der Schritt, wes⸗ halb Sie— auf Ihrer Stirn ſteht es deutlich zu leſen—, Herr Baron, gekommen ſind, mich zu be⸗ wegen——“
„Herr Graf!“ fiel Winterfeld ein und erhob ſich mit raſcher Bewegung von ſeinem Sitze.
„Setzen Sie ſich,“ ſprach ruhig der Graf und fuhr fort:„Ich meine die legale Trennung unſerer Ehe, die mir, wenn auch zuerſt, doch ſobald ſie einmal ſtattgefunden, nicht allzu ſchwer fallen dürfte. Wir Beide ſind von der Nothwendigkeit der Trennung überzeugt. Sie kennen die junge Baroneſſe Spiegel, eine Roſe, die eben im Aufblühen iſt. Nimmt auch ihr Geiſt nicht den Flug, wie es bei der Comteſſe der Fall, ſo er⸗ ſetzen dieſen Mangel die reizenden Formen ihres Kör⸗ pers, die mich für ſie eingenommen haben. Ich glaube die Liebe des unbefangenen ſchönen Kindes zu ge⸗ winnen, ſobald unſere Ehe auch förnlich getrennt iſt, und zweifle nicht daran, daß ſie als Gemahlin mei⸗ nen Erwartungen und Hoffnungen vollkommen ent⸗ ſprechen wird. Doch hat es Zeit damit bis nach dem Feldzuge. Kehren Sie glücklich wie aus dem
ſpaniſchen auch aus dem Entſcheidungskampfe zurück,


