Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
781
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dahin gehörenden Gefällen zur Erinnerung an einen treuen Diener huldvoll von ihm annehmen zu wollen.

Bei dieſen Worten erheiterten ſich die unheildrohenden Züge der Majeſtät.Vayan Ustedes con Dios! rief der König lächelnd aus. Er war plötzlich mild, wie ein Kind, geworden. Die königliche Faſſung, das Bemühen, ſeine Würde aufrecht zu erhalten, ging in der Freude über die ihm ſo unerwartetzufallenden Geſchenke ganz und gar verloren; als ein Menſch, ſo gewöhnlich als alle anderen, ſtand er da und wiederholte unter den lebhafteſten Geſticulationen drei⸗, viermal dieſelben Worte. Dann Zeit und Ort und ſeine Umgebung vergeſſend, zündete er eine Cigarre an, that, veftige Rauchwolken von ſich blaſend, einige Schritte durch das eben nicht ſehr geräumige Cabinet und endlich, dicht vor mir ſtehen bleibend, ſagte er lächelnd:Die Familie Mendoza, ſowie die des Grafen von Silva mögen ſich mit ihren Ober⸗ häuptern an irgend einen Ort begeben, wo es ihnen dermalen beſſer gefällt, als in Spanien. Nehmen Sie die Leute mit ſich. Die nöthigen Befehle ſollen heute noch erlaſſen werden! Doch Ihr, ſo wandte er ſich jetzt mit höhniſchem Lächeln an den bleich vor innerem Ingrimme bebenden Beichtiger,merkt's Euch, Herr Pater! Diesmal ſeid Ihr es, Loyola's ſchlauer Jünger, der von den Freimaurern überliſtet iſt. Dann begab ſich der König nach einer flüchtigen Verneigung in ein anſtoßendes Gemach.

Jetzt blieb mir von allen meinen Pflichten noch die angenehmſte zu erfüllen: Mendoza die Freilaſſung zu ver⸗ kündigen und ihm ſeine Lieben zuzuführen. Dann aber traf ich die ſchnellſten Anſtalten zu unſerer Abreiſe, bevor es etwa dem wankelmüthigen Könige nach den Einflüſterungen ſeiner Getreuen gefallen möchte, ſein Wort zu brechen, wie er es ſchon ſo oft gethan hatte. ſpaniſche Küſte im Rücken. Die Güter des Grafen aber ſtellte ich zu ſeiner Dispoſition auf den Fall, daß die Angelegen⸗ heiten des Vaterlandes ſich einmal ſo geſtalten ſollten, daß ſie ihm die Rückkehr in das von ihm ſo heiß geliebte Vaterland wünſchenswerth machen könnten.

Mendozas Tod.

Graf Mendoza hatte mit den Seinigen eine durch Velasco's Fürſoge mit allen Bequemlichkeiten reich ausge⸗ ſtattete Villa nicht weit von Trendon am Delawarefluſſe be⸗ zogen. Zwar fing er an, ſich mit großem Eifer den Ge⸗ ſchäften des neuen Wirkungskreiſes zu unterziehen, indeſſen konnte es ſeinen Freunden nicht entgehen, daß er fortwährend mit einem Auge nach Spanien hinüberſah. Er ſcheute weder Mühe noch Koſten, die Verbindung mit dem Vaterlande zu unterhalten, ſo daß er jederzeit den Stand der dortigen An⸗ gelegenheiten vollkommen kannte.

Ein Commando, welches ihm durch die Agenten der ſich von der ſpaniſchen Herrſchaft befreienden Provinzen im ſüdlichen Amerika unter glänzenden Ausſichten angetragen wurde, lehnte er ab. Es ſtimmte ebenſowenig mit ſeinen

Grundſätzen überein, ſich an die Spitze von Männern zu

ſtellen, die, charakterlos, habſüchtig und hinterliſtig, die Ab⸗ kunft von jenen Abenteurern nicht zu verleugnen vermochten, welche, blut- und golddürſtig, die für die meiſten derſelben herdloſe Heimath verließen, um Mord und Sclaverei an jene urſprünglich ſo glücklichen Geſtade zu tragen, als perſönlich durch den Verluſt jener einmal der ſpaniſchen Herrſchaft unterworfenen Provinzen zur Verminderung des Glanzes und der Größe ſeines Vaterlandes beizutragen. Er vermochte es nicht, ſich jene Provinzen anders, als reich, mächtig und mit ſo

Acht Tage ſpäter hatten wir die

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weit ausgedehnten Grenzen zu denken, als zur Zeit Carls V., deſſen mächtiger Scepter über Spanien und einen Theil von Europa bis nach Indien hinausreichte.

Als im Jahre 1823 wiederum die Conſtitution in Kraft getreten war, da konnte er nicht länger aus der Ferne dem großen Schauſpiele der Wiedergeburt ſeines Vaterlandes theilnahmlos zuſehen.

Auf alle Chancen gefaßt und über die zu ergreifenden Maßregeln und deren etwaige Folgen im Reinen, theilte er dem Grafen Velasco ſeinen Vorſatz mit, thätigen Antheil an der neuen Geſtaltung der Dinge im Vaterlande nehmen zu wollen und übertrug dieſem vielgeprüften Freunde, den jetzt andere, ihm ebenſo heilige Pflichten im neuen Vaterlande zurückhielten, mit der Sorge für die Gattin und den einzigen Sohn auch die Verwaltung ſeiner Beſitzungen.

Noch einen ſchweren Kampf hatte er an dem Tage zu beſtehen, als er ſich von ſeiner Familie trennte. Jeder Andere, weniger ſtark als Mendoza, würde erlegen ſein. Vergebens flehte die Gattin, umſonſt war Graf Rodriguez de Silva bemüht, in ſeines Eidams Gedächtniß die Vor⸗ gänge zurückzurufen, welche ſich kurz vor und nach der Rück⸗ kehr des Königs ereignet hatten, und aus denen man am richtigſten ſchließen konnte, wie wenig auf das Volk zu rechnen ſei. Don Mendoza wankte nicht. Der zäértliche Gatte und Vater liebte das Vaterland über Alles, das, wie er meinte, nur durch das Einſchreiten und zweckmäßige Mitwirken der erſten ſeiner alten Familien vor den Greueln der Anarchie bewahrt werden könnte. Noch an demſelben Tage ging er unter Segel. Acht Wochen ſpäter landete er auf einem beſonders dazu gemietheten Schiffe in Corunna und gleich darauf erſchien er an der Spitze eines Corps, welches die geſetzmäßige Freiheit und das conſtitutionelle Königthum vertheidigte.

Nur Wenigen iſt es bekannt geworden, was Graf Men⸗ doza in jener Zeit als Krieger und Staatsmann leiſtete, wie er edel und großmüthig, mit eigener Lebensgefahr in Madrid den König aus den Händen des raſenden Pöbels befreite, der bereits in die innern Gemächer des Schloſſes eingedrun⸗ gen war; wie er die zarteſte Sorge trug, daß der Monarch auf der Reiſe nach Sevilla und von da nach Cadix auf eine ſeinem Range gebührende Weiſe behandelt wurde. Bei einem neuen Ausbruche der ſich in Cadix empörenden Sol⸗ dateska war es abermals Mendoza, der im Schutze des Königs einen Säbelhieb davontrug, der Ferdinand gegolten hatte.

So wenig der König damals zur Beſinnung kam, da jeder Tag ihn mit neuer Gefahr bedrohte, ſo war er doch feſt von dem Glauben durchdrungen, daß ſeine Perſon ſicher in der Nähe von Mendoza ſei, weshalb er ihn zum Palaſt⸗ commandanten ernannte, nachdem er ihm zuvor in einer großen Audienz, die er in der Nacht ertheilte, welche auf jenen verhängnißvollen Tag folgte, zum Ritter vom Calatrava ernannt hatte.

In dieſem Bruchſtücke aus dem Leben Mendoza's möge es genügen, hier noch anzuführen, daß dieſer ſeltene Mann, nachdem der gefährliche Verſuch, eine Conſtitution auf den Willen eines Volks zu begründen, welches in der Auf⸗ klärung Jahrhunderte hinter andern cultivirten Völkern Europa's zurück war, ſo ſchmählig endete, den Heldentod auf dem Schlachtfelde ſtarb. Nachdem er bei einem der letzten Ausfälle aus dem Trecadero, in dem Augenblicke, als er die Seinen wanken ſah, einem Standartenträger die Fahne entriſſen und unter dem Ausrufe:veneer o morir!