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haben. Es gab einer entehrenden Sclaverei freiwillig den Vorzug und bewies dadurch, daß es der Freiheit nicht würdig ſei. Da wandte ich mich abermals trauernd mit Abſcheu hin⸗ weg von meinem unrettbar verlorenen Vaterlande und kehrte nach faſt fünfjähriger Abweſenheit in mein neues Vaterland Amerika zurück, wo ich im folgenden Jahre(1815) an dem kurzen, aber glorreichen Feldzuge Theil nahm, wodurch unſere Freiheit neuerdings den glänzendſten Triumph gegen die ſie bedrohenden Briten davontrug.
Den Meinigen wiedergegeben, hatte ich, in ungeſtörter Ruhe nur für das Glück derſelben lebend, das alte Vaterland bis auf die vielen darin zurückgelaſſenen Freunde faſt ver⸗ geſſen. Nie glaubte ich die Wiege meiner früheſten Kindheit wiederzuſehen, als mir, wie Ihnen durch die Zeitungen bekannt geworden, die Regierung als einen ſehr ſchätzbaren Beweis ihres Vertrauens den Auftrag ertheilte, die Unter⸗ handlungen wegen der von Spanien an uns abgetretenen Florida's und die ſchon längere Zeit daraus entſtandenen Mißhelligkeiten durch außerordentliche Miſſion nach Spanien zu beendigen.
Wenig mochte freilich unſer Gouvernement ahnen, als es meinen Einſichten ein ſo delicates und mit nicht geringen Schwierigkeiten verknüpftes Geſchäft übertrug, welche Gefühle mich bewegten, wenn ich es überlegte, wie ich die Intereſſen des neuen Vaterlandes gegen die meines alten mit diplomatiſcher Genauigkeit und Kälte vertreten und zu dieſem Zwecke mit einer mir verhaßten Regierung unterhandeln ſollte. Gern würde ich den, obgleich ehrenvollen Auftrag abgelehnt haben, wenn mir nicht dadurch Gelegenheit geworden wäre, die Unſchuld des früher bei den Vereinigten Staaten accre⸗ ditirten ſpaniſchen Geſandten, des Chavalier d'Onis, zu beweiſen, nachdem man demſelben in Madrid wegen der früher über denſelben Gegenſtand mit uns gepflogenen Unter⸗ handlungen den Proceß gemacht hatte. Der wichtigſte Grund jedoch, der mich zur Uebernahme des temporären Geſandt⸗ ſchaftspoſtens beſtimmte, war der Gedanke, den Familien de Mendoza und de Silva nützlich werden zu können, deren Lage nach der mir von meinem Correſpondenten gemachten Schilderung täglich bedrohlicher wurde. Sehr viel kam dabei auf den glücklichen Ausgang des mir übertragenen Geſchäfts an, d. h. daß es auch zur Zufriedenheit der ſpaniſchen Regierung erledigt würde.
Es war vorauszuſehen, daß ein Mann von den Grund⸗ ſätzen meines Freundes Mendoza ſich nicht lange in der Gunſt des Königs behaupten konnte. Die von ihm übernommenen Chargen waren nur eben ſo viele Opfer, die er dem Vater⸗ lande brachte. Das beſeligende Gefühl, einige ſeiner Mit⸗ bürger von dem ſie bedrohenden Tode oder von lebens⸗ länglicher Gefangenſchaft in den Kerkern von Ceuta oder auf den Balearen befreit zu haben, war der einzige Lohn ſin die drückende Bürde, welche ihm ſeine Stellung aufer⸗
egte.
Mit Mendoza's Vorwiſſen hatte ich bedeutende Grund⸗ ſtücke in der Nähe meiner Beſitzung am Delaware erkauft, die ihm für den Fall einer Kataſtrophe ein Aſyl gewähren möchten, ſo daß er ſich in dem Augenblicke, als er bei dem Könige in Ungnade fallen würde, als einen Bürger der nordamerikaniſchen Freiſtaaten betrachten konnte. Aber ſeine Güter in Valencia, merken Sie es wohl, hatte ich ſelbſt angekauft, ich, über den der König keine Gewalt mehr hatte, da ich mich gleich nach der Ordonnanz, durch welche die Cortes aufgelöſt und die Regentſchaft außer Wirkſamkeit geſetzt wurde, nach Amerika zurückbegeben und mich nicht
Vierte Folge.
ferner in die Angelegenheiten des im Innern zerriſſenen niens gemiſcht hatte.
Gerichtlich beſtätigte Urkunden ſicherten mir ihren Beſitz.
Glücklicherweiſe waren in einer trüben Vorahnung der Dinge, welche über meine Freunde hereinbrechen würden, alle dieſe Anſtalten getroffen, als ich im Jahre 1816 als Bevoll⸗ mächtigter in Madrid eintraf.
Noch ehe ich bei dem Könige zur Audienz vorgelaſſen wurde, erfuhr ich Manches in der Fontana d'Oro an der Porta del Sol, wo ich abgetreten war und wo ſich damals die wohldenkenden und freigeſinnten Männer häufig ver⸗ ſammelten. Sie ſprachen ohne Zurückhaltung, da ich Vielen derſelben bekannt war. Das Erſte, welches ich unter andern betrübenden Neuigkeiten des Tages erfuhr, war, daß Graf Rodriguez de Silva und Don Diego de Mendoza auf einen Specialbefehl des Königs nach Madrid geführt worden wären, um ſich vor der neuen Purifications⸗Commiſſion zu reinigen.
Der Erſtere, ſo hieß es, ſei wegen ſeines hohen Alters, eigentlich aber wohl nur deshalb, weil er dem Könige bei ſeiner Rückkunft ein beträchtliches Darlehn gemacht, freige⸗ ſprochen, indeſſen ſei ihm der Befehl zugekommen, ſeinen Wohnſitz in Valencia, wo er auf den Gütern ſeines Schwiegerſohnes gelebt, auf ſeine Beſitzungen nach Catalonien zu verlegen, von denen ſich ohne Erlaubniß des berüchtigten General⸗Capitäns, Grafen Espana, zu entfernen ihm bei harter Ahndung verboten ſei. Don Mendoza habe den ſchwerſten Stand, indem man ihm als Bedingung geſtellt, ünter der er allein auf ſeine Freiheit zu rechnen habe, ſein bisheriges politiſches Glaubensbekenntniß als einen Irrthum, in dem er bisher befangen geweſen, abzuſchwören, Buße in einem Kloſter zu thun, weil er Mitglied des Freimaurer⸗ ordens geweſen, und einen Eid abzulegen, dem abſoluten Könige unter jeder demſelben beliebigen Regierungsform ſammt den Seinigen treu und hold zu ſein, und ähnliche Ge⸗ ſinnungen bei Denen, ſo ihm und ſeinen ketzeriſchen Meinungen bis dahin ergeben geweſen, nach Kräften zu erwecken.
Hartnäckig weigerte ſich indeſſen der edle Märtyrer, ſo fuhr der Erzähler fort, ein billig denkender Mann, der eben erſt wegen ſeiner gemäßigten Anſichten aus dem Ge⸗ heimrathe entlaſſen war, dieſen Bedingungen Genüge zu leiſten.„Mit dieſem Schwure,“ ſo rief er aus, als man zum letzten Male in ihn drang und ſelbſt ſeine Freunde ihn beſtürmten, nachzugeben,„würde ich nicht allein den Abſcheu jedes redlichen Spaniers, ſondern den von ganz Europa auf mich laden. Die Schande würde jedem meiner Schritte folgen und ich würde mich als einen Gebrandmarkten betrachten müſſen, der, und wenn er in dem entfernteſten Winkel der Erde verborgen wäre, ſich ſelber nicht würde entfliehen können. Darum ſprecht es immer aus, Ihr Herren Richter, ſei es das Urtheil der Verbannung oder der ewigen Gefangenſchaft. Das, was Euch Entehrung däucht, kann mir allein die wahre Ehre erhalten!“
Erſtaunen und Verwunderung ergriff viele der an⸗ weſenden Richter; ſelbſt die hartnäckigſten Anhänger des Terrorismus blickten ſich verlegen untereinander an. Das Urtheil der Welt, deſſen Mendoza ſoeben erwähnt hatte, ſchien gleichſam ſie ſelbſt bedrohend auf der Seite des An⸗
geklagten zu ſtehen, denn mehr als je hatte Europa gerade in dieſem Augenblicke Spanien zum Hauptziele ſeiner Aufmerk⸗ ſamkeit gemacht.
Don Mendoza wurde abgeführt und das von der
Commiſſion gefällte Urtheil, welches die Landesverweiſung


