Francs pro Spalte bezahlt; iſt jedoch ein Bericht länger als
766 Novellen⸗Zeilung.
giebt 200 Francs für den Bogen, andere nur 100 oder auch gar nur 50 Francs. Die Ueberſetzungen bringen von 50— 100 Francs den Bogen; indeſſen giebt es auch ſpeculative Buch⸗ händler, welche jungen angehenden Ueberſetzern den Bogen nur mit 30 Francs bezahlen.
Einige Zeitungen honoriren nach der Spalte, zum Beiſpiel die Gazette des Tribunaux, welche ihre Berichte mit 16
eine Spalte, ſo werden für die zweite Spalte nur 8 Francs berechnet.
Alle anderen Zeitungen rechnen nach der Zeile und be⸗ zahlen dieſelbe im Durchſchnitt mit 15 bis 25 Centimes.
Drehbank erfunden, welche die Veranlaſſung zu den nütz⸗ lichſten Anwendungen der neuern Mechanik geben ſollte. Es ſiel dem Herrn Bouton gar nicht ſchwer, die Wichtigkeit dieſer Erfindung einzuſehen. Er behielt den Mann mit dem hölzernen Hute bei ſich und fand in ihm nicht blos einen ge⸗ ſchickten Arbeiter, ſondern auch eine ausgezeichnete Einſicht, kurz, einen Mann, der, um ſich zu entwickeln, nichts weiter be⸗ durfte, als der Gelegenheit und etwas Cultur. Moulin wurde bald als Theilnehmer in das Geſchäft aufgenommen, deſſen einziger Beſitzer er ſpäter wurde und das ihn zum reichen Manne machte.—
Zum Schluß noch einige Einzelheiten:
Das Manuſcript von„Roſe und Blanche“, welches in Gemeinſchaft von Frau George Sand und Jules Sardeau verfaßt war, brachte nicht mehr als 405 Francs ein— ſeit⸗ dem hat George Sand Hunderttauſende für ihre Werke er⸗ halten.
Bictor Hugo hat die„Misérablest für 400,000 Francs verkauft— im Jahre 1823 bekam er für„Han von Island“ 300 Francs.
Der Scandal brachte oft viel mehr ein, als wirkliches Verdienſt. Während Proudhon in Dürftigkeit lebte und ſtarb, wurden die„Memoiren einer Caféſängerin“ für mehr als 20,000 Francs verkauft!— r.
Ein Induſtrieller..
Franzöſiſche Blätter melden, daß im Elſaß der Beſitzer einer Maſchinenfabrik plötzlich geſtorben iſt, der ein Ver⸗ mögen von zwei Millionen Franken hinterlaſſen hat. Darin liegt nun nicht das mindeſte Auffallende, denn der Indu— ſtriellen, deren Vermögen Millionen beträgt, giebt es ſehr viele, und reiche Leute können eben ſo gut wie arme plötzlich ſterben. Das Merkwürdige in dieſem Falle liegt nur darin, daß der Verſtorbene ſein Vermögen einem Hute verdankte. Gegen das Jahr 1816 hielt ein armer Drechslergeſell, der barfuß und mit ſeinem Reiſebündel auf dem Rücken wanderte, in einem Dorfe an, in dem die Maſchinenfabrik der Herren Bouton und Weill lag, und bat dort um Arbeit. Sein zerlumptes Aeußere nahm nicht zu ſeinen Gunſten ein und
Herr Bouton, an den er ſeine Bitte gerichtet hatte, ertheilte
ihm eine abſchlägliche Antwort.
Der Drechsler ergab ſich in ſein Loos und nahm ſeinen Marſch traurig wieder auf. Der Fabrikant aber, der hinter
ihm hergeſehen hatte, rief ihn plötzlich zurück.
ZBu den Leſſing'ſchen Reliquien.
Breslau birgt in ſeinen Mauern ein hübſches und nur Wenigen bekanntes Andenken an Leſſing, der, wie man weiß, in den Jahren 1760 bis 1765 als Secretär des damaligen Commandanten der ſchleſiſchen Hauptſtadt, Generallieutenants von Tauentzien, arbeitete und in dieſer proſaiſchen Stellung noch Muße fand, ſeinen herrlichen„Laokoon“, den Stolz der äſthetiſchen Literatur Deutſchlands, ſowie ſeine„Minna von Barnhelm“ zu ſchaffen. Wir beſitzen über den Aufenthalt Leſſings eine treffliche Abhandlung, die Dr. Kutzen zum Ver⸗ faſſer hat. Wir erfahren daraus u. A. Näheres über Leſſing's amtliche Beſchäftigung in dem früher Tauentzien'ſchen, jetzt Lübbert'ſchen Hauſe auf der Junkernſtraße, über ſeinen fleißigen Beſuch des Theaters in der„Kalten Aſche“ auf der Taſchenſtraße, über ſeine Privatwohnung in der Schweidnitzer⸗ ſtraße Nr. 43(bei einem Pfefferküchler), über ſein Wein⸗ hausleben bis tief in die Nacht auf der Schuhbrücke Nr. 17 im„goldenen Horne“, endlich über das durch ſeine hiba 3 verherrlichte Gartenhaus des Bürgerwerders in dent, laßt 4 ſchen Garten, der unter dem Namen des„gelehrten C lah bekannt war. In erwähntem Gartenhauſe war von Leſſing am heitern Frühlingsmorgen des Jahres 17 000 „Minna von Barnhelm“ entwarf und der Hauptſatjetzt vollendete, ulld— dabei ſeinen Mokka aus zwei hdr ſchlürfte, die heute noch erhalten ſind. Sie haben ſich nis Göldner'ſchen Familie, welche das Andenken mit rühter Pietät nach des Dichters Tede bewahrt hat, von Gener. zu Generation vererbt und waren bis jetzt in dem Beſitze des Schuhmachermeiſters Horra, der eine Enkelin des Kunſt⸗ gärtners, Wallmeiſters und Gerichtsſcholzer Göldner gehei⸗ rathet hatte. Beide Taſſen haben die Geſtalt eines Schuhes,
von der im vorigen Jahrhundert beliebten Form mit hohen Hacken und mit Schnalle, natürlich im verjüngten Maßſtabe,
„Holla, Mann, zum Teufel, was für einen Hut habt ſo daß der Kubikinhalt dem unſerer heutigen Taſſen ziemlich
Ihr da?“ „Es iſt ein hölzerner Hut, mein Herr.“
„Ein hölzerner Hut? Zeigt ihn mir. Wo habt Ihr ihn
gekauft?“ „Ich habe ihn ſelbſt gemacht, mein Herr.“ „Und wie habt Ihr ihn gemacht?“ „Auf der Drechſelbank, mein Herr.“
gleichkommt. Der weiße Grund iſt mit grünen Weinreben und Blättern geziert.
Ein empfindlicher Scherz. Der Quäker K., Präſident einer Eiſenbahn in Penn⸗ ſylvanien, begab ſich während der Panique im Herbſte des
„Auf der Drechſelbank?— Aber er iſt oval und auf vorigen Jahres zu der W... Bank, mit welcher die Bahn
der Drechſelbank drechſelt man die Sachen rund.“
in einer regelmäßigen großen Geſchäftsverbindung ſtand, und
„Das iſt wahr, mein Herr, aber ich habe ihn doch ge⸗ bat darum, daß ein in wenigen Tagen fälliger Wechſel,
drechſelt. Ich ſtellte den Mittelpunct anders und konnt dann das Holz ſo drechſeln, wie ich es wünſchte. Ich hab weit zu gehen und bedurfte eines Hutes, der mir als Regen
e welchen die Bahn an die Bank zu zahlen hatte, auf einige e Zeit prolongirt werde. Der Präſident der Bank lehnte das ⸗ Geſuch in einer etwas barſchen Art ab.
ſchirm dienen kann, und da ich kein Geld hatte, mir einen zu„Herr K., Ihr Wechſel muß zur Verfallzeit bezahlt
kaufen, ſo habe ich mir ſelbſt einen fabricirt.“ Der arme Arbeiter hatte aus Inſtinct die excentriſch
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werden; wir können ihn nicht erneuern... e„Ganz wohl,“ entgegnete unſer Quäker und verließ
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