Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
767
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die Bank, aber er ließ damit die Angelegenheit nicht fallen. Von der Bank begab er ſich auf der Stelle nach dem Tele⸗ graphenbureau, von wo aus er an alle Agenten und Con⸗ ducteure der Bahn ein Telegramm abfertigen ließ, das ihnen vorſchrieb, keine Noten der W. Bank mehr als Zahlung anzunehmen. In wenigen Stunden begannen die Züge anzu⸗ kommen, welche die Nachricht von der Nichtannahme der W. Bank mitbrachten, die längs der ganzen Bahn eine große Pa⸗ nique erzeugt hatte. Bankintereſſenten und Depoſitäre eilten, vor Schrecken zitternd, von allen Seiten nach der Bank, wo ſie fragten:Was hat ſich ereignet? Hat die Bank fallirt? ꝛc. ꝛc. Aus einigen Erkundigungen, welche die Bankbeamten einzogen, ergab es ſich, daß die ganze Unruhe ihren Grund darin hatte, daß die Agenten jener Bahn die Noten der Bank zurückgewieſen hatten. Der Präſident ergriff ſeinen Hut und eilte nach dem Bureau des Hrn. K., den er mit der Frage beſtürmte:Hr. K., haben Sie Ihren Agenten befohlen, unſere Noten zurückzuweiſen?Ja, lautete die Antwort ganz ruhig.

3. Weshalb das? Es wird uns zu Grunde richten! Nun, Freund L., ich vermuthete, die Bank ſtehe auf dem Puncte, zu falliren, da ſie dieſen Morgen ſich nicht im Stande fühlte, einen kleinen Wechſel von uns zu erneuern. Es iſt ganz überflüſſig, zu ſagen, daß Hr. L. ſich beeilte, den Wechſel des Quäkers zu erneuern und der Eiſenbahn ein größeres Conto zu eröffnen, während die magiſchen Drähte ſofort allen Agenten der Bahn die beruhigende Botſchaft über⸗ brachten:Die W. Bank iſt ganz in Ordnung. Sie können

en derſelben als Zahlung annehmen. C.

Misrellen.

Der Handel mit Roſen iſt bekanntlich in Frankreich von großer Wichtigkeit. In verſchiedenen Theilen des Landes werden die Roſenſtöcke ebenſo wie Rüben und Kohl im offenen Felde gezogen. So giebt es in der Nähe von Orleans 500,000 Roſenſtöcke, in der Nähe von Metz

20,000, bei Angers 1,000,000, in der Umgegend von

0,000, in der unmittelbaren Nachbarſchaft von 5900,000 und in dreizehn Gemeinden von Bries⸗ obert 5,000,000. Die Thee⸗, Bourbon⸗ und jen blühen am meiſten in den Umgebungen von

Paris und Orleans.

Ein Pfarrer ſagte zu einem Bauer ſeines Dorfes, der einige Scheffel Kern von ihm borgen wollte, er möchte ſie ſich nur vom Boden holen, wozu er ihm den Schlüſſel gab. Der Bauer kam bald wieder zurück und ſagte, er habe kein Korn gefunden.Das iſt Eure Schuld, verſetzte der Pfarrer, denn hättet Ihr das Getreide, was ich Euch voriges Jahr lieh, wiedergebracht, ſo hättet Ihr es heute wiedergefunden.

Bekanntlich wurde die Stadt Portland in den Ver⸗ einigten Staaten vor ein paar Monaten größtentheils in Aſche gelegt. Das Atlantic Monthly theilt bemerkenswerthe Vorfälle bei jener Feuersbrunſt mit, unter denen auch der folgende verzeichnet iſt:

Eine der Frauen in dem irländiſchen Quartier der Stadt griff zunächſt nach ihrem großen Schweine, das ſie in ihren Armen nach einem ſicheren Platze trug, und dann kehrte ſie zurück, um auch für die Rettung ihrer Kinder und ihres Hausgeräths Sorge zu tragen.

Folge. 767

Noch fortwährend eilen viele junge Paare nach Gretna Green, um ſich auf ſchottiſchem Gebiete trauen zu laſſen, obſchon der berühmte Schmied, der dieſes Geſchäft früher be trieb, längſt todt iſt. Man meldet von dort, daß der Wege⸗ geld⸗Empfänger Murray, zwei engliſche Meilen von Gretna Green, in einem Jahre 757 Paare ehelich verband. C.

Vom deutſchen Büchermarkt.

Kranke Herzen. Geſammelte Novellen von Otto Malſter. Leipzig, bei Voigt.

Es iſt vornehmlich der Titel, welcher eine pſychologiſche Tendenz in dieſen Novellen verräth, die Ausführung ergeht ſich mit Vorliebe in jener Beimiſchung abenteuerlicher Erfin⸗ dung, welche in ihrem Reichthum mehr einen romantiſchen Grundcharakter hervortreten läßt. Allerdings wird dadurch die Neigung der größeren Leſerkreiſe vielleicht angenehmer befriedigt, als durch ſorgſame Feinheit der Arbeit.

O. B.

Bilder aus den Alpen unddermitteldeutſchen Gebirgswelt. Von Otto Ule. Halle, Verlag von Schwetſchke. 1866.

Der Verfaſſer wählt zum Theil rein geographiſche, zum Theil an Reiſeerinnerungen anknüpfende Gemälde. Sie behan⸗ deln mit Umſicht und Lebendigkeit einige Schweizergegenden und mehrere Puncte des Rheins und Rieſengebirges.

Die bekannte belohnende Art, in welcher der Verfaſſer ſchreibt, giebt auch dieſer Edition eine für das gebildete Publicum empfehlenswerthe Seite. O. B.

An den Tod. Canzone von Albert Möſer. Leipzig, bei Heinrich Matthes. 1866.

Ein durchaus ernſt und mit feierlicher Stimmung und Weihe ausgeführtes Gedicht, das an die Bereitwilligkeit ge⸗ bildeter Leſer zum Nachdenken und Nachempfinden appellirt. Der fleißige Verfaſſer hat ſeine Arbeit vorzüglich im Charakter der Reflexion gehalten und er darf ſich nicht wundern, wenn dieſe Eigenſchaft im Bunde mit dem ſehr getragenen Versmaß das Verſtändniß ein wenig erſchwert. Es gehört zu den höchſten Aufgaben der Poeſie, complicirte Gedankengänge durch Einfachheit der Form und Natürlichkeit des Ausdrucks durchſichtig zu machen und ſowohl die Ideen als die Phantaſiegebilde perſönlich und individuell werden zu laſſen.

Was der Verfaſſer in ſeinem Nachworte ſagt, enthält leider als Klage über unſere moderne Lyrik und über die Ge⸗ ſchmacksverkümmerung des Publicums viel Wahres; es wird jedoch allen kräftigen Geiſtern empfehlenswerth bleiben, ſich an dergleichen Hinderniſſe nicht zu kehren. Jeder Menſchen⸗ geiſt hat für ſeine Selbſtentwickelung in möglich idealer Weiſe zu ſorgen, und wenn er ſie durch Kunſtbeſtrebungen in's Leben treten jläßt, wird er zugleich für die Seelenent⸗ wickelung ſeiner Mitgenoſſen ſorgen und ſeine Umgebung für ſich und ſein Streben erträglicher machen. O. B.

Inhalt: Vom Hof⸗ und Schlachtgewimmel zum Liebesport.

. Eine Doppelgeſchichte nach dem Leben von E. Heu⸗

ſinger.(Fortſetzung.) Gedichte von Karl Koch. Die Wünſche. Liebesfrühling. Literariſche Briefe von Otto Banck.

Feuilleton. Schiffbruch des Evening Star. Aus dem Volks⸗ leben der Tſcherkeſſen. Der Styl der Lebensweiſe in Newyork. Eine feine Schmeichelei. Was Geiſtesproducte einbringen. Ein Induſtrieller. Zu den Leſſing'ſchen Reliquien. Ein empfind⸗ licher Scherz. Miscellen. Vom deutſchen Büchermarkt.

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