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Vierte Solge.
Feuilleton.
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Schiffbruch des Evening Star.
Die See verſchlingt jährlich Hunderte von Schiffen, wobei Tauſende von Menſchenleben verloren gehen, aber trotzdem hat in längerer Zeit das Scheitern eines Schiffes keine ſo allgemeine Theilnahme erweckt, wie das des Dampfers drnig Star, und daher glauben wir, daß ein Bericht darüber vielen unſerer Leſer willkommen ſein wird.
Der Dampfer Evening Star, Capitain Knapp, lichtete am 29 Sept. Nachmittags halb 4 Uhr in Newyork die Anker und ſegelte nach Neu-Orleans ab. Am Bord deſſelben befanden ſich gegen 300 Perſonen, unter denen ſich auch eine aus 59 Mitgtiedern beſtehende Schauſpielertruppe befand, die ein Schauſpiel⸗Director in Frankreich für Neu⸗Orleans angewerben hatte und die erſt vor wenigen Tagen aus Havre in Newyork angekommen war und von da die Seereiſe der Beförderung per Eiſenbahn vorgezogen hatte, während d Director, um etwas früher in Neu⸗Orleans aubemnen. die Eiſenbahn wählte und ſo dem Tode entging. Im Augenblick der Abfahrt war das Wetter mild und angenehm, und die gleichzeitig ſtärker werdende Briſe vermehrte nur die Hoffnung einer ſchnellen und glücklichen Ueberfahrt. Jedermann war heiter und am Bord herrſchte die erfreulichſte immung. Selten war eine Seereiſe unter ſo glücklichen
ſichten begonnen worden. Als das Schiff aus dem Hafen usſegelte, waren alle Paſſagiere auf dem Verdeck, und als daſſelbe die Narrows paſſirte, ſandte ein Jeder mit dem Gefühl der vollkommenen Sicherheit den maleriſchen Küſten von Long Island und New⸗ Jerſey ein letztes Lebe⸗ wohl. In dieſem Augenblick blies ein lebhaſter Oſtwind, welcher die See und das Schiff heftig hin⸗ und herſchwanken ließ. Am felgenden Tage, Sonatags, wurde der Wind ſchwäch cher und die See ruhiger. Am 1 Oct. ſegelte man bei Rmhrachtvollen Wetter um das ſo gefürchtete Vorgebirge Der 2 Oct., Dienſtag, begann aber mit einer Zriſe aus Oſtſüdoſt und hoher See; gegen Abend us der Briſe ein Sturm, der ſich bald in einen förmlichen Orkan verwandelte.
Um Mitternacht war das Meer raſend, der Evening Star rollte und ſchwankte wie ein Strohhalm 6 und her. Die Lage wurde drohend; enorme Wogen ergoſſen! ſich über das Verdeck und riſſen das Gehäuſe der beiden Rider mit ſich fort; das Waſſer drang ſtromweiſe in das Shiff und häufte ſich darin an; überall herrſchte große Beſorgniß; die Frauen drängten die Officiere und den Capitän mit Fregen und dieſe gaben ſich Mühe, die Befürchtungen derſelben zu beſeitigen.
Der Wind wurde immer heftiger; das Meer ging hohler und hohler; die zu einer feſten Maſſe verdichteten Volken ſchienen ſich auf das Schiff zu ſtützen; die Nacht war fuſchtbar ſchwarz; die Officiere, die Mannſchaft, Alles war aif den Beinen und bereitete ſich augenſcheinlich auf etwas Enſchei⸗ dendes vor. Zuletzt erreichte der Schrecen ſeinen Gipfelpinct, als der Capitän befahl, daß alle Frauen in die Cajüte ein⸗ geſchloſſen werden ſollten; es ſollte eine große Schacht geliefert werden; das Schiff war durch die Elemente in Belagerungsſtand geſetzt worden. Man war damals 240 Meilen nordöſtlich von dem Matanillariff und 180 Meien von dem feſten Lande.
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Des Morgens gegen drei Uhr entfeſſelte ſich der Orkan mit einer unerhörten Heftigkeit. Die Kette des Steuerruders an der Seite des Steuerbords war aus ihrem Kloben gegan⸗ und manborirte nicht mehr. Waſſerſtröme fegten es hin und her und drangen in daſſelbe ein; die Seiten der Maſchinen⸗ kammer wurden losgeriſſen. Die Feuerherde wurden unter Waſſer geſetzt und ausgelöſcht; die Hülfsmaſchine wurde geheizt, aber ein Rohr zerſprang und ſie ſtand ſtill; kurz, der Evening Star, ohne Räder, ohne Steuerruder, ohne Maſten, ohne Dampf, ohne irgend Etwas, um ihn zu halten oder zu leiten, wurde das ohnmächtige Spielzeug des furcht⸗ barſten Orkans, der ſich je in jenen Gewäſſern entfeſſelt hat. Von da an war Alles verloren. Es war des Morgens um fünf Uhr; der Capitain erklärte den Paſſagieren, Alles, was menſchliche Anſtrengungen vermöchten, ſei geleiſtet worden; die Pumpen ſeien gelähmt und wenn noch ein Hoffuungsſchimmer bleibe, ſo müſſe ſich Jedermann ans Werk begeben, nicht um das Schiff zu verhindern, zu ſcheitern, was ganz unmöglich ſei, ſondern um die unvermeidliche Kataſtrophe wenigſtens um eine kurze Zeit zu verzögern. Dann bemerkte man weder einen Unter chied des Alters noch des Geſchlechts; Männer, Frauen, Kinder, kurz Alle begaben ſich mit dem Muthe der Verzweiflung, mit der Kraft, welche der ſtarke Inſtinct der Selbſterhaltung verleiht, an das unmögliche Werk, das Waſſer auszuſchöpfen, das im Schiffs⸗ raum und in den Zwiſchendecken von Minute zu Minute höher ſtieg, auf ſeinem Wege Alles fortfegte, ſich im Innern und Außen in einem unwiderſtehlichen Wirbel rollte, der die Arbeiter über den Haufen ſtürzte und ſie ſtufenweiſe von ihrem Poſten verjagte.
Während dieſer Zeit gab der Capitän den Befehl, die Boote von ihren Windebäumen zu löſen; aber es war un⸗ möglich, ſie ſlot zu machen, die Wogen faßten ſie und ſtürzten wie Kugeln gegen die P inmng oder gegen das Verdeck des Schiffes. Jedermann warf ſich wüthend darauf, und klam⸗ merten ſich daran, ehe ſie noch von Stapel gelaſſen worden waren.
Die Verwirrung hatte ihren höchſten Punct erreicht; ein Jeder kämpfte für ſich und jeder Ruf ging in dem Brüllen des Sturmes verloren. Das Schiff begann zu ſinken. Die Frauen warfen ihre Kleider weg und nur ihren wahnſinnigen Schrecken hörend, ſtürzten ſie ſich in den Schaum, der um das Schiff her aufſpritzte.
Dieſer letzte Kampf dauerte noch eine Stunde. Endlich um 6 Uhr ſchien es, als ob der Orkan ſich in einer einzigen Woge erhöbe, das Schiff verſank; der enorme Berg brach ganz ziſunmen; es war Alles zu Ende. Der Evening Star war in den Abgrund verſunken und mit ihm Hunderte von menſchlichen Weſen, von denen nur wenige das Leben davon trugen, um das ſchreckliche Unglück erzählen zu können.
In dieſem Augenblick Ledan eine Scene, welche keine Feder zu erzählen, kein Pinſel zu malen vermag. Die Boote waren hier und dort zerſtreut, leer, umgeſtürzt, oder voller Waſſer umherſchwimmend; Trümmer jeder Art, Breter, zerbrochene Bohlen, das Hintertheil des Schiffs in Stücken, Alles, was ſich über dem Waſſer halten konnte, rollte umher, bildete auseinandergeriſſene Floſſe, ſtieß ſich fort und gegen ein⸗


