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auch bei den Ornamentirungen hervor. Wir finden überall den Zickzack als die einfachſte Form derſelben, bei dem Wilden, welcher ihn an Töpfen oder an ſeiner Streitkeule anbringt, wie beim helleniſchen Künſtler. Wilhelm von Humboldt ſagt ganz richtig,„daß bei Völkern von ſehr verſchiedener Abſtammung, die in gleichartigen noch unciviliſirten Zuſtänden leben, ſich dieſelbe Neigung zeigte, die Umriſſe zu vereinfachen und zu verallgemeinern; ſie ſehen ſich durch eine inne⸗ haftende geiſtige Dispoſition gedrängt, rhythmiſche Wiederholungen und Reihenfolgen zu bilden;“ daher denn auch ähnliche Zeichen und Symbole.
Ganz richtig, Wir finden z. B. das Kreuz in endloſen Varietäten viel und weit verbreitet, eben weil es, als eine ſehr einfache Form, ſich gleichſam von ſelbſt aufdrängte, z. B. an ägyptiſchen Gräbern, auf griechiſchen Vaſen, in Centralamerika, in Phrygien, in Mexiko, in Peru. Gewiß haben die Inkas das peruaniſche Kreuz nicht von den Malteſerrittern ent⸗ lehnt! Nicht minder finden wir in allen dieſen Ländern und auch bei den Negern die gekräuſelte Wellenlinie.
Der Menſch iſt auch eine Creatur mit Inſtincten,
he einen Theil ſeiner Weſenheit und zwar über⸗ gleichviel unter welchen Himmelsſtrichen, bilden. aus erklärt ſich ganz von ſelbſt, weshalb der ſo⸗ nannte Aberglaube und die mit demſelben ver⸗ undenen Gebräuche ſo vielfach in derſelben oder in ahnlicher Weiſe ſich wiederholen. Allgemein iſt z. B. der Wahn von„Geiſtern“ oder vom böſen Blick, und zur Abwendung beider finden wir in ganz ver⸗ ſchiedenen Gegenden dieſelben Manipulationen, welche nicht entlehnt worden, ſondern urſprünglich ſiud.
Der menſchliche Geiſt wiederholt ſich eben; wir
finden deshalb in den geiſtigen Manifeſtationen der großen Menſchengruppen viele Familienähnlichkeiten. Die„Menſchheit“ bildet in der That eine große
Familie, ſie bildet eine Einheit, aber keine Einerleiheit.
Die Menſchen haben alleſammt viel Gleichartiges in ihrem leiblichen wie in ihrem geiſtigen Weſen, aber das reicht nicht hin, um eine völlige Identität aller Gruppen zu ſtatuiren. Die Einerleiheit würde z. B. zu der Annahme hindrängen, daß das ganze Menſchen⸗ geſchlecht von einer einzigen Urgruppe oder von einem Urpaar abſtamme. Die Einheit der menſchlichen Species dagegen erlaubt und rechtfertigt die Annahme, daß jede Urgruppe viele Merkmale und Charakterzüge mit anderen Urgruppen, überhaupt mit allen übrigen Menſchen, gemeinſam habe, dieſelben Antriebe und im Weſentlichen denſelben typiſchen Bau;— dann aber auch, daß jede Urgruppe ihren beſondern unab⸗ hängigen Urſprung habe, daß ſie ihrer geographiſchen Lage und Stellung von der Natur ſelbſt angepaßt
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worden ſei, der Eskimo z. B. nicht der Aequatorial⸗ gegend, der Neger und Malaie oder Papua nicht der Polarregion oder den ſibiriſchen Tundras.
Wir finden in der ganzen Natur ein Syſtem der Abſtufung, und der Menſch bildet keine Ausnahme von dieſem Naturſyſtem; er iſt in dieſer Beziehung durchaus nicht privilegirt. In der That iſt auch die Abſtufung zwiſchen den verſchiedenen Raſſen, Urgruppen, klar genug. An Alexander von Humboldt's Meinung, daß es keine höheren oder keine niederern Raſſen gebe, glaubt heute ſchwerlich noch ein Anthropolog. Er ſelber nahm an, daß die Auſtralier und Vandiemens⸗ länder(Tasmanier) am niedrigſten ſtänden; Andere haben in dieſer Beziehung auf die Bewohner der An⸗ damanen hingewieſen. Gewiß iſt, daß zwiſchen dem Tasmanier, dem Andamaneſen, dem Peſcherä und der kaukaſiſchen Raſſe c. eine ungeheure Kluft liegt.
Es iſt ein pſeudophilanthropiſcher Wahn, welcher annimmt, man könne alle Menſchen„durch Erziehung“ zu unſerer europäiſchen„Civiliſation emporheben,“ und daß dieſe für alle paſſe. Das Experiment wird ſeit langer Zeit angeſtellt und immer mit denſelben nichtigen Scheinerfolgen. Wer die Augen nicht ver⸗ ſchließt und die Dinge kennt, weiß, wie die Sachen liegen.
Das Wahre und Richtige iſt: der Grad der Ent⸗ wickelung, zu welcher ein Volk emporſteigen und ſich hinaufarbeiten kann, hängt von der Raſſe ab, welcher es angehört. Man wird den Malaien, den Neger, V den Mongolen niemals europäiſch umciviliſiren können. Er hat ſeine eigene Art, ſeine beſondere Anlage von der Natur ſelbſt erhalten, er iſt eben wie er iſt; er wird ein gewiſſes Stadium erreichen können, aber darüber hinauszugehen nicht vermögend ſein. Es giebt Stufen relativer Vervollkommnungsfähigkeit und Entwickelungsmöglichkeit, eine Leiter vom Andamane⸗ ſen und Peſcherä bis zum Germanen und Romanen hinauf..
Dieſe Anſicht Andree's von den Entwickelungs⸗ gängen der verſchiedenen Raſſen und Völker iſt in ihrer auf gründliche Beobachtung geſtützten Analyſe durchaus nicht ſo zu verſtehen, als ob gewiſſen, auf tiefſter Stufe ſtehenden Stämmen überhaupt ein⸗ für allemal nur dieſe Stufe zu erreichen möglich wäre. Auch ſie ſind zur Culturſteigerung fähig, ohne jedoch ein Höchſtes erringen zu können. Dieſe gewiß nicht zu idealiſtiſche Annahme von der Bildungsfähigkeit aller Raſſen iſt es denn auch immer geweſen, welche ich unter Bedingungen vertreten habe, die bis jetzt noch nicht erfüllt wurden und erfüllt werden konnten: zu ihnen gehört unter andern bei ſolchen Raſſen, die nicht aus ſich ſelbſt heraus den Culturkeim entfalten


