Maria Stuart.
Ueber den Charakter dieſer ſo viel genannten Königin ſpricht ſich die,‚History of England from the Fall of Wolsey to the Death of Elizabeth. By James Anthony Froude“ in folgender Art aus:
„Ungezähmt und unbeugſam, wie der Adler auf ſeinen hohen Bergen, ſehnte ſie ſich nach der Freiheit; und es gab nur einen Preis, den ſie für dieſelbe nicht zahlen wollte. So ſüß auch die freie Luft, der offene Himmel und die Freiheit war, ſo war die Hoffnung auf Rache doch noch ſüßer. Hätte ſie nur die Verſchwörungen aufgegeben, die Freundſchaft, die ſie zu wünſchen vorgab, angenommen und aufgehört von Re⸗ volutionen zu träumen, ſo würde ſie in wenigen Jahren, vielleicht in wenigen Monaten ſich von allen Sorgen befreit geſehen haben. Aber es lag nicht in ihrer Natur, ſich zu unterwerfen; ihr ſtolzer Geiſt wollte lieber brechen, als ſich beugen, und ſie konnte ſich nicht von den Einbildungen der Triumphe losſagen, mit denen ſie ſich in ihrem Wahne im Uebermaße ergötzt hatte. Kaum hatte die enge Bewachung, unter der ſie gehalten wurde, nachgelaſſen, als Shrewsbury fand, daß ſie ſeine Diener wieder beſtach, heimlich Briefe aus dem Hauſe an ihre auswärtigen Freunde abſandte— kurz, daß ſie an dem alten Werke unaufhörlich thätig war. Das Netz um ſie her mußte wieder dichter zuſammengezogen werden. Ihren Leuten wurde ganz kurz erklärt, wenn ſolche Dinge ſich wieder zutrügen, ſo würden ſie nach London ge⸗ ſchickt und dort gehangen werden, und die Lady mußte wieder zu ihren ſtürmiſchen Manieren und Drohungen die Zuflucht nehmen; nie ſo tobend, ſeitdem Shrewsbury die Bewachung derſelben übernommen hatte. Der Earl verſtand zuletzt ihren Charakter. Er entzifferte ihr Thun und Treiben ſo, daß ſie die Ehrfurcht erſchöpfte, die er ſo lange Zeit fortwährend gegen ſie gehegt hatte. Aus ihrer ewigen Unruhe ergab ſich eine gute Folge— ſie hatte den katholiſchen Earl Shrewsbury gegen ſeine Souveränin treugeſinnt gemacht; und was die Königin von Schottland betraf, ſo that er für dieſelbe nichts weiter, als was ſie geſetzlich fordern konnte. Da ſie anf dieſe Weiſe nun auf ſich ſelbſt angewieſen und für jetzt aller andern Waffen beraubt war, ſo konnte ſie nur zu ihrer großen Stärke im Sarcasmus ihre Zuflucht nehmen. Wenn ſie auch die Königin Eliſabeth nicht betrügen konnte, ſo konnte ſie dieſelbe wenigſtens verwunden und ſtechen. Sie ſagte, es ſei nicht ihre Schuld, wenn die Königin von England dabei beharre, ſich darüber zu beklagen, daß ſie dieſen Titel angenommen habe. Sie habe ſich ſtets bereit erklärt, ihre gegenwärtige Forderung aufzugeben, ſobald ihr Platz in der Thronfolge anerkannt werde. Die Königin von England ſage, ſie ſei ihr dafür Dank ſchuldig, daß ſie das Anerbieten der ſchottiſchen Krone abgelehnt habe. Sie bedaure, in der Anerkennung dieſer Verpflichtung ſo nachläſſig geweſen zu ſein, aber es ſei das erſte Mal, daß ſie davon gehört habe. Wenn die Königin von England einen ſolchen Beweis von der Verrätherei iyrer Unterthanen bekommen habe, ſo müſſe ſie ſich darüber wundern, da dieſe doch von ihr unterſtützt worden ſeien; aber in jedem Falle danke ſie ihr für eine ſo ſchätzbare Belehrung. Was die Rettung ihres Lebens betreffe, ſo ſei die Königin Eliſabeth gerade die Hauptiſtütze Derer geweſen, die es bedroht hätten, und daher ſeien ihre guten Dienſte von geringer Bedeutung. In dieſer Angelegenheit ſchulde ſie nach ihrer Auffaſſung ihre Dankbarkeit zuerſt Golt und dann dem König von Frankreich. Daß die Königin von England für ſie eingeſchritten ſei, davon habe ſie nie etwas gehört, ausgenommen von ihr, der
Novellen⸗Jeitung.
Königin ſelbſt; und wenn ſie auf die ganze Angelegenheit zurückblicke, ſo könne ſie nicht fühlen, daß ihre Verpflich⸗ tungen groß ſeien. Man habe ihr erzählt, die Königin habe ſich kurz vor dem Tode des Earl of Murray vorgenommen gehabt, ſie deſſen Händen wieder zu übergeben— mit welchen Abſichten, das überlaſſe ſie ihrer guten Schweſter, mit Gott ſelbſt abzumachen. Was die Koſten ihres Unter⸗ haltes betreffe, ſo habe ſie nicht den geringſten Wunſch, das Brod der Königin zu eſſen. Dieſelbe könne ſich jeden Augenblick von dieſer Ausgabe befreien, indem ſie ihr die Krone zurückgebe, die ihr zu nehmen ſie ihren Unterthanen beigeſtanden habe. Ferner beklage ſich die Königin von England darüber, daß ſie verſucht habe, Ausländer nach Schottland zu bringen. Sie ſelbſt ſei Königin jenes Landes, und wenn ſie den Beiſtand benachbarter Prinzen angenommen habe, um Rebellen zu unterdrücken, die ſogar von Auslän⸗ dern gegen ihre Souveränin unterſtützt worden ſeien, ſo habe die Königin von England ſich darüber nicht zu beklagen. Der Herzog von Norfolk ſei i in einigen Miniſtern der Königin ſelbſt zum vorgeſchlagen worden. Es ſei hart, von ihr zu e iſſen ſollen, daß das gegen Eliſabeths Wünſchen.. Ihre Majeſtät ſage, in andern Ländern würde ſie ger mild behandelt worden ſein. Sie könne nicht wohl einſehen, wie das möglich ſei. Sie ſei auf die Einladung der Königin nach England gekom⸗ men und ſeitdem fortwährend als Gefangene behandelt wor⸗ den; ferner habe man ihren Unterthanen erlaubt, in ganz Europa Schmäbhſchriften gegen ſie zu verbreiten. Sie ver⸗ muthe jetzt, daß man der Königin Eliſabeth den Rath ertheilt habe, ſie tödten zu laſſen. Sie erwarte nicht, daß dieſe einen ſolchen Schritt wagen werde; aber die Furcht vor dem Tode werde ſie nicht beſtimmen, etwas zu thun, was ſie unter andern Umſtänden nicht gethan haben würde. Sie habe gefordert, man ſolle es anerkennen, daß ſie Ihrer Ma⸗ jeſtät in der Erbfolge auf die Krone am nächſten ſtehe und der engliſche Adel habe in ſeinem Namen dieſelbe Forderung
aufgeſtellt. Sie ſei bereit, für die Sicherheit der Königin
von England alle nothwendigen Bürgſchaften zu geben und anſtatt Feinde könnten ſie dann Freundinnen ſein. C.
Bülle auf dem Archipel von Taiti.
Die in Madrid erſcheinende„Epoca“ veröffentlicht das folgende Schreiben eines ſpaniſchen Marineofficiers von dem in Papéiti, dem Haupthafen des Archipels von Taiti, vor Anker liegenden ſpaniſchen Geſchwader:
Der Charakter der Eingebornen iſt liebenswürdig und offen. Das Canaca-Idiom iſt ſehr leicht und ein wenig ſanft, beſonders für ſpaniſche Ohren.
Mehrere Bälle wurden den ſpaniſchen Marineofficieren zu Ehren gegeben; der erſte fand bei Herrn Brander, dem reichſten engliſchen Kaufmann der Inſel, ſtatt. Die Gattin und die Schwägerin Branders ſind reizende und liebens⸗ würdige Meſtizen; ihre Manieren ſind europäiſch.
Dieſem Balle wohnten die Königin und ihre erlauchte Familie bei.
Der zweite Ball wurde von dem Kaufmann Hrn. Hort gegeben, der dazu faſt dieſelbe Geſellſchaft eingeladen hatte. Die Honneurs der Soirée wurden von der Frau Gräfin de La Roncisre, der Gemahlin des Gouverneurs, gemacht. Die Graffin iſt eine Deutſche und ſie hatte eine prachtvolle Toilette. Man beſchloß, dieſe Feſte am Bord der Numoncia zu erwidern. Man hatte ein Piano an Bord bringen laſſen.
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