Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
727
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in ihrer früheren Stellung ſinnend am verlaſſenen Flügel ſtand, war ein Blick, wie ihn einſt vielleicht die vielbeſprochene Gräfin Platen auf die unglückliche Herzogin Dorothea geworfen haben mag, als ſie auf dem Wege war, dem Erbprinzen von Hannover den Grafen Königsmark zu verrathen, auf den die herz⸗ betrogene Fürſtin ihre letzte Hoffnung geſetzt hatte.

Mitternacht war lange vorüber./ Die Geſellſchaft hatte ſich allmälig verloren, Tiefe Stille herrſchte bald in den prächtigen Gemächern, wo eben noch die laute Freude gewaltet. Auch die Gräfin zog ſich in ihr Schlafgemach zurück, das nux matt von einer Ampel erhellt war, die durch das roſige Kryſtallglas einen magiſchen Schimmer ausgoß über das kleine, vom Duft köſtlicher Pflanzen durchhauchte Boudoir. Als das leichte Nachtgewand die ſchönen Formen um⸗ hüllte und das dunkle Haar entfeſſelt um ihre weißen Schultern wallte, war die ſchöne Frau dem vollendeten Bilde der prydiſchen Gottheit ähnlich, als welche die Gräfin O. ihrer Zeit, und nicht mit Unrecht, am damaligen Königshofe geprieſen wurde. Aber es dauerte längere Zeit, ehe ſie den Schlaf fand. Ge⸗ ſtützt auf einen der marmorgleichen weißen Arme, glaubte ſie noch die Klänge von Winterfelds groß⸗ artiger Phantaſie zu vernehmen, die ſie in ſo tiefes Entzücken verſetzt hatten. Endlich ſank ihr ſchönes Haupt zurück, undich habe ihn gefunden war der Hauch, mit dem ſie entſchlummerte, um aus phantaſie⸗ reichen Träumen am anderen Morgen ſpät zu er⸗

wachen. (Fortſetzung folgt.)

Aus Italien.

Von Mayx Dalſtein..

So grüßet ihr mich denn, Italiens Lüfte,

Und haucht mich an mit ſüdlich warmem Strahl! Um meine Stirne fühl' ich weh'n die Düfte,

Die wogend rings entſteigen jedem Thal!

Und ſelbſt, wo der Verweſung bange Grüfte, Quillt noch und drängt das Leben ohne Zahl, Und will in voller Pracht ſich neu geſtalten,

Der Schönheit reiche Fülle mir entfalten!

8 Dort vor mir ſteigt auf ſteinérnen Terraſſen Aus grauer Zeit ein Haus noch leicht empor; Auf ſchlanken Säulen ruh'n die Quadermaſſen, Aus jeder Niſche blickt ein Gott hervor; Die Nymphe will der kühne Faun umfaſſen, Lyäus ſchwärmt in der Bacchanten Chor, Und hier auf leichter Wolke duft'gem Flore Schwebt ſtolz einher die ſtrahlende Aurore!

Vierte Folge.

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Der Myrthen und der Pinien dunkle Kronen Bau'n dorten ein Gemach von ſchatt'gem Grün! Der Springquell aus der Muſchel der Tritonen Stäubt zitternd nieder in der Sonne Glüh'n! Wie ließ es hold ſich in der Kühlung wohnen, Umrankt von der Natur wildüpp'gem Blüh'n, Und hingeſtreckt zu Füßen jenen Bäumen

Von der Vergangenheit ſtilltrauernd träumen!

O ſtolzes Volk, wohin biſt Du geſchwunden, Das einſt gethront auf dieſem Herrſcherſitz!

Hat Deine Kraft und Hoheit auch empfunden Der ehernen Vernichtung jähen Blitz?

Wo war Dein Muth in jenen Schreckensſtunden, Wo Dein Verſtand und Deines Geiſtes Witz, Das nahende Geſchick mit ſtarken Händen

Von dem bedrohten Haupte wegzuwenden?

Vergebens ſuchen heute meine Blicke,

Der Ort, wo Du gewandelt, er iſt leer! Kein Conſul, kein Dictator kehrt zurücke

Mit ſeinem ſieggekrönten Heldenheer!

Nicht wägſt in Deiner Hand Du die Geſchicke Des kühnbezwung'nen Weltenkreiſes mehr, Tief in den dunklen Strudel ihrer Wogen Hat ſpurlos Dich die Zeit hinabgezogen!

Nein, ſpurlos nicht! Dort ſah ich ſtolz ja heben Sich Deines Geiſtes dauerndes Gebild,

Es wird das Werk den Künſtler überleben

Und ewig für ihn zeugen ruhmerfüllt!

Mag das Jahrhundert ihn mit Nacht umgeben, Was er geſchaffen, ſtrahlet licht und mild,

Den Staub verlaſſend, fliehend das Gemeine, Vor uns im ſteten Glanze hehrer Reine!

So laßt mich frohen Geiſtes zu euch wallen, Denkmäler einer ſchönen, großen Zeit! Ich will euch grüßen, hohe Säulenhallen, Darin die Kunſt thront in Unſterblichkeit! In Andacht laßt mich vor euch niederfallen, Mein Herz iſt eurer Anmuth Reiz geweiht! Die Völker flieh'n; nur was vom Geiſt geboren, Das bleibt dem Geiſt auf ewig unverloren!

8

Literariſche Briefe von Otto Banck.

Lebenserinnerungen und Denkwürdig⸗ keiten von Karl Guſtav Carus. Leipzig, Verlag von F. A. Brockhaus.

In dieſem ideal und intellectuell ſo gewichtigen einbändigen Werke werden auch Sie gewiß eine Edi⸗