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därte er doch Grafen Für⸗ durch ſeine ere Eboli ge⸗ Augen, par. el, eher de doli ähnlic ie; die Gräfn ad und bereit, r nicht dem de auf jedem tale Geſtalt, d noch mehr ar das Schöne ſich geſehnt
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Premier⸗ den Officiere in Zuthun a dem an⸗ laut deſſen übergeben. nur flüchtig
aus des Lugenbrauen um Riß⸗ gung wegen ſchwendung,
Vierte Folge. 725
wie deren ſehr oft einliefen, ohne Beachtung bei ihm zu finden. Und ſo war es auch wirklich.
Winterfeld kehrte aus Paris zurück, wohin er als auffallend ſchöner Officier geſchickt war, um ſich in der faſt reichen Garde du Corps-Uniform als Muſter⸗ bild des königlichen Geſchmacks und als Typus eines ächt weſtphäliſchen Reiterofficiers dem kaiſerlichen Bru⸗ der zu präſentiren.—„Eh bien,“ hatte Napoleon lächelnd zu Berthier geſagt, nachdem er den Officier vom Kopf bis zur Sohle und dann von allen Seiten betrachtet hatte,—„es ſcheint, als habe man in Caſſel mehr Gold, als wir in Paris Silber haben.“
Am folgenden Morgen bei der Abſchiedsaudienz empfing Winterfeld den fraglichen Brief aus den Händen des Kaiſers, der ihn unter einem freundlichen Blick aus dem glänzenden Auge mit den Worten entließ:„Auf Wiederſehen auf dem Schlachtfelde; dort werde ich Sie noch lieber ſehen, als heute, wenn das goldverbrämte weiße Koller vom Pulverdampf ge⸗ ſchwärzt iſt.“—
Des Kaiſers Blick und ſeine Worte hatten ſich Winterfeld auf Nimmervergeſſen in's Herz gegraben.
den König nur für einen Augenblick ver⸗
fröhliche Stimmung war bald wiedergekehrt,
t gewohnter Leutſeligkeit ſtellte Jerome, der
noch immer jeden braven Officier als Kriegscameraden zu betrachten gewohnt war, Winterfeld der Gräfin vor, die ihren Platz als Dame vom Hauſe ganz in der Nähe des Königs hatte. Der ſtattliche Reiter⸗
officier verneigte ſich nach wenigen verbindlichen Wor⸗
ten, welche die ſchöne Frau mit klangvoller Stimme an ihn gerichtet, und ſobald er des Monarchen letzten Befehl ehrerbietig vernommen, verließ er den Saal. Aller Augen waren auf den ſchönen Mann gerichtet, der, wenn auch weniger elaſtiſch, als die meiſten Hof⸗ erren, doch in der Haltung eines Kriegsgottes über e glänzenden Parkets hinwegſchritt. Hell, wie vom Strahle der Sonne erleuchtet, ſchimmerte das hohe Gemach im Lichte zahlloſer Kerzen; aber ſtrahlend wie zwei glänzende Sterne blitzten ihm die Augen der Gräfin entgegen, deren Blicke wohlgefällig auf ihn gerichtet waren, als er vom Sitze des Königs, um auf den Weg zum Ausgange zu gelangen, noch einmal an ihrem Seſſel vorüberſchreiten mußte.— Die ſchöne, ſtolze, allgemein bewunderte Gräfin hatte das Ideal gefunden, nach dem ſie manche Jahre vergeblich geſucht hatte. Schon in der nächſten Woche erhielt Winter⸗ feld eine Einladung zu einer Soirée im gräflich O.ſchen Hötel. Die höchſte Elite bildete an dieſem Tage die Geſellſchaft der Gräfin. Die ſchöne Frau, der eigent⸗ liche Stern der vornehmen Welt, von dem die Uebri⸗
gen den Glanz empfingen, war ſtolz darauf, in ihrem neuen Protegé einen der ſchönſten Officiere der könig⸗ lichen Leibwache vorſtellen zu können; auch hielt ſie, nach den edlen Zügen, der hohen Stirn und den geiſtvollen Augen zu urtheilen, in ihrer tiefen Menſchen⸗ kenntniß ſich ſicher, daß Winterfelds innere Begabung den ſchönen äußeren Formen nicht nachſtehen könnte. Es bedurfte nach ſeinem Eintritte auch nur kurzer Zeit, um ſich allſeitig zu überzeugen, daß die Annahme der edlen Hausfrau eine richtige war.
Der Baron hatte ſich nach Beobachtung der üblichen Formen allmälig wieder der Gräfin genähert, um derſelben noch einmal ſeinen beſonderen Dank für die unerwartete Ehre zu wiederholen.
„Ich habe Ihnen zu danken, lieber Baron, daß Sie meiner Einladung Folge gegeben. Nur Ihre erſt ſeit Kurzem erfolgte Verſetzung zum Garde du Corps trägt die Schuld, daß ich bisher des Vergnügens beraubt blieb, einen Mann in meinem geſellſchaftlichen Kreiſe zu ſehen, der mir vom Oberſt Buſch⸗Münch ſo vortheilhaft geſchildert iſt.“
„Wenn mein ſehr gütiger Chef Ihnen nur nicht zu viel Gutes über mich geſagt hat; ſchon jetzt, meine Gnädige, überkommt mich ein Gefühl, als ob es in Ihren Cirkeln nicht eben leicht iſt, die Probe zu be⸗ ſtehen.“
„Alſo Verſtellung, gleich die erſte Untugend, die ich an Ihuen bemerke; zur Strafe bleiben Sie hier in meine Nähe gebannt, bis ich Ihnen erlaube, auch die vielen Schönheiten in nächſter Nähe zu betrachten, denen Sie bisher nur flüchtige Blicke zu würdigen ſchienen,“ ſagte die Gräfin und deutete mit leichtem Lächeln auf den zur Seite ſtehenden Seſſel.
Bald hatte ſich eine lebhafte Unterhaltung ent⸗ wickelt, an der auch Andere aus der Geſellſchaft ſich betheiligten. Man kam auf die Künſte, auf Malerei, zuletzt auf Muſik, welche die Gräfin von allen für die ſchönſte erklärte, weil ſich darin, was der Maler auf ſeinen ſchönſten Bildern nicht vermöchte, die inner⸗ ſten Gefühle kund gäben, die eines Menſchen Bruſt be⸗ wegten.
„Sind Sie muſikaliſch, Herr Baron?“ wandte ſie ſich jetzt an Winterfeld mit einem ahnenden Blicke.
„Ich übe Muſik in einſamen Stunden. Dann iſt ſie mir ein wahres Bedürfniß.“
„Darf man wiſſen, ob Sie viel allein ſind?“ ent⸗ gegnete lächelnd die Gräfin,—„das wäre bei einem jungen, lebensfriſchen Gardeofficier doch eine wirklich ſeltene Erſcheinung, eine Erſcheinung ohne Gleichen in unſerer lebensluſtigen Reſidenz.“
„Ich bin zu Hauſe, ſo oft der Dienſt es mir
geſtattet; ein mich zuweilen überkommender Ueber⸗


