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dem Auge zu verlieren, ich habe Sie ſpäter noch zu
ſprechen.“ 1. Melartin ging eben vorüber. Chetardie wandte
ſich zu ihm. 1 1 „Bon soir, cher baron!— Ich kann die Ge⸗
legenheit nicht vorüber laſſen, Ihnen mein Com⸗
pliment zu machen; ich erlauſchte vorhin ein Weni⸗ ges von Ihrer Unterhaltung mit dem Fürſten Tru⸗ betzkoi.“
„Sie ſind zu gütig, Excellenz!“
„Und Sie ein viel zu beſcheidener Diplomat. Ich begreife Ihr Mißtrauen, das ſich ſoeben in Ihrem Auge ſpiegelt, denn ich weiß ſehr wohl, daß Sie hinter dem Lobe eines. Collegen immer die Abſicht wittern müſſen, er wolle Sie in den weichen Kiſſen der Selbſtbefriedigung einſchläfern. Nur bitte ich Sie, heute eine Ausnahme gelten zu laſſen, da wir ſo eng liirte Mächte vertreten, daß der Nachtheil, welchen eine ſolche Einſchläferung mit ſich bringen müßte, zugleich mein eigener würde.“.
„Sie ſind ein Zauberer an Ueberredungsgabe, Excellenz!“
„Sie nicht vor mir? Apropos— wenn Ihr Vaterland durchweg ſo gediegene Köpfe hat, wie Sie es zu werden verſprechen, ſo bedauere ich Sie.“
„Wie das, Herr Marquis?“
„Ganz einfach: Ihr kleiner Hof wird Ihnen eine ſchwierige Carrière machen; denn, mein Himmel! bis ein Kröſus das Capital ausgegeben, währt es lange und es kommt dann noch, daß der ſchwerſte Thaler zum Ende aufgeſpart wird; Sie ſehen, Ihre Hoffnungen ſind nicht die größten. Ich würde an Ihrer Stelle in ruſſiſche Dienſte treten. Nun— Sie Lächeln vor Erſtaunen— mein Gott, Baron, wenn man protegirt iſt, wie Sie, ſollte Ihnen der Gedanke noch fremd ſein?“
„Protegirt—“
„Nun, in der That, mein Reſpect vor Ihrer
Feinheit wird immer ſtärker; dieſe Unwiſſenheit, dieſes
Erſtaunen— ſuperb!“
„Sie leſen nur im Antlitz; allein, Marquis, ich habe keine Maske vor, dieſe Verwunderung iſt Wahrheit.“
„Poſſen, Baron! Sie kennen die Perſönlichkeiten Ihrer Gönner nicht? Nun gut, ich will Ihnen nur die vornehmſte derſelben nennen—“ Chetardie neigte ſich zu Melartins Ohr und flüſterte:„Die Prinzeſſin Eliſabeth!“ Dann fuhr er wieder in ſeinem frühern Tone fort:„Ich hörte ſie neulich mit ſolcher Prodi⸗ lection von Ihnen reden, daß Sie mir jetzt nicht wohl entſchlüpfen können. Sie dürfen indeß ohne Sorge
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ſein, daß ich irgend welchen Gebrauch von meiner Kenntniß der Lage machen werde.“
„Jetzt, wahrhaftig, Excellenz, jagen Sie mir einen Schreck ein, denn ich beginne zu fürchten, daß Ihre Allwiſſenheit—“
„Diesmal zu Ihrem Heile ausgebeutet werden ſoll!“ fiel Chetardie ein.„Ich ſagte Ihnen zuvor, daß Sie einen hohen Geiſt verſprechen und zwar dann, wenn das junge Herz nicht mehr den Verſtand beherrſchen wird. Vorerſt, Baron— verzeihen Sie — ſind Sie ein nicht zu entſchuldigender Sünder an ſich ſelbſt. Ihre Blödigkeit ruinirt Ihre Carrière! — Apropos— da fällt mir ein: Sie müſſen ſich der Prinzeſſin zu nähern ſuchen und aus reiner Freund⸗ ſchaft für Sie will ich Ihnen den erſten Weg weiſen.“
Der Marquis zog ein kleines Etui hervor und öffnete es. In demſelben lag eine künſtliche Roſe, deren Herz ein Brillant als Thautropfen bildete.
„Sehen Sie da,“ fuhr er fort,„dieſe Roſe verloren Hoheit geſtern bei ihrer Heimkehr aus der Soirée Soltikows— ſagen Sie immerhin, daß Sie
ſie gefunden hätten, obſchon der Zufall wollte, daß ich fürchten ſich doch um's Himmelswillen
dieſelbe fand. Sie haben dann Gelegenheit— ah! ſehen Sie da— das Fräulein von Mengden, welches der Prinzeſſin ſo lange Geſellſchaft leiſtete, wird ſo⸗ eben— ah— an den Kartentiſch der Großfürſtin⸗ Regentin gerufen. Sie haben nie einen günſtigeren Moment zu hoffen, ſich der hohen Dame zu nähern.“
Der blonde Baron nahm die Blume aus dem Etui.
„Nun, meiner Treu, ich werde Ihnen nicht genug danken können, werde mehr Verpflichtung gegen Sie haben, als für Attachés heilſam iſt— allein trotzdem—“
„Nur noch Eins— halt, ich habe noch eine Bedingung! Sie haben dieſe Veranlaſſung mit dem Verſprechen zu bezahlen, fortan nicht mehr ſo blöde und ſchüchtern ſein zu wollen— dagegen wollen wir quitt ſein.“
„Sie haben es, Excellenz.“
„Und nun eilen Sie!“
Die Prinzeſſin war noch allein. Melartin näherte ſich ihr. Der Marquis folgte ihm mit den Augen, bis Eliſabeth die Roſe empfangen, und ging dann zu dem Kammerherrn Razumowski, der einſam an einer zierlichen Flora lehnte. Er fand Alexis ſtill, zerſtreut.
Nach einer halben Stunde trennte er ſich von ihm. Als er umblickte, hatte Melartin die Prinzeſſin verlaſſen. Leſtocg ſtand in einer Fenſterniſche und wandte kein Auge von dem Marquis.
„Dieſer Barbier iſt ein vorzügliches Inſtrument


