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bahn und wurde als Attaché einer Geſandtſchaft beigegeben; voch er ſcheint ſelbſt bald eingeſehen zu haben, daß ſein ganzer Charakter im offenen Widerſpruch mit dem ſtand, was man von einem Diplomaten erwartet, denn er verzichtete bald auf dieſe Stellung. Dann wurde er zum Mitglied des Generalraths ſeines Departements gewählt, für deſſen In⸗ tereſſen er ſehr thätig zu wirken ſuchte.
Am 7. Nov. 1839 wurde er durch eine königliche Ver⸗ ordnung in die Pairskammer berufen. Kaum in dieſe hohe
Verſammlung eingetreten, zeigte ſich der unabhängige Cha⸗ rakter des Marquis de Boiſſy in ſeinem vollen Lichte, und er warf ſich mit einer Hitze ohne Gleichen in die politiſchen Kämpfe, welche die Geiſter theilten, miſchte ſich in alle Fragen und griff Alles an, was mit ſeinen Anſichten nicht überein⸗ ſtimmte oder was ihm für das Intereſſe und die Ehre des Landes tadelnswerth erſchien, ohne ſich dabei im Mindeſten darum zu kümmern, die Traditionen der ſogenannten parla⸗ mentariſchen Sprache zu beobachten. Als undisciplinirter Soldat ſtand er immer auf der Breſche, bot den Warnungen Trotz, antwortete mit einem witzigen Ausfall auf die Be⸗ merkungen des Präſidenten, unterbrach den Redner, welcher eine Idee entwickelte, mit welcher er nicht übereinſtimmte, und belagerte die Rednerbühne, die er mit Sturm nahm, wenn man ſie ihm nicht ſchnell genug einräumte; kurz, er wußte ſtets das zu ſagen und zu thun, was er wollte. Den Ord⸗ nungsrufen des erſten Präſidenten Pasquier gelang es nicht, ſeinen Willen zu feſſeln, und die Blätter aus jener Zeit ſind voller Epiſoden aus den ſo belebten Sitzungen der Pairs⸗ kammer; ſie könnte dem Biographen des eben Ver⸗ ſtorbenen, wenn er einen ſolchen finden ſollte, eine Menge pikanter Anekdoten liefern. Wie ſauer er dem würdigen Präſidenten Pasquier das Leben machte, läßt ſich daraus erſehen, daß er von demſelben eines Tages in einer und der⸗ ſelben Sitzung zehnmal zur Ordnung gerufen werden mußte.
Indeſſen machte der Marquis de Boiſſy mit ſeiner unmäßigen Sprache und dem unbeſiegbaren Bedürfniß, über Alles ſeine Meinung mitzutheilen, keineswegs eine ſyſtemati⸗ ſche Oppoſition. Allein er ſah ſchnell und fühlte lebhaft, und dann riß ſein warmes Blut ihn fort und er ſprach und tadelte Alles, was mit ſeinen Anſichten nicht im Einklang war. Als Mann des Augenblickes und des Unvorhergeſehenen ließ er ſich von ſeinen guten und ſchlechten Inſpirationen fortreißen, verhehlte nie etwas von dem, was er fühlte; aber trotzdem, daß ſeine Worte oft verletzten, überſah man das, weil man allgemein wußte, daß er ein wahrer und tiefer Patriot war.
Da er fand, daß die Rednerbühne ihm für den freien Ausdruck ſeines Gedankens nicht genügte, ſo gründete er, als er 1840 durch den Tod ſeines Vaters in den Beſitz des großen Vermögens deſſelben kam, ein beſonderes Blatt, den Légis- lateur, das ſeinen Ideen zum Sieg verhelfen ſollte, worin er in der Verwaltung des Landes allgemeine Verbeſſerungen verlangte. Dieſes Journal erſchien nur kurze Zeit, ſoll ihm aber ſehr große Geldſummen gekoſtet haben.
In den letzten Jahren der Regierung Ludwig Philipps griff er die Regierung deſſelben mit einer Kraft ohne Gleichen an.
Seine Haltung gab ihm ſogar in den Reihen der am meiſten vorgeſchrittenen Oppoſition eine gewiſſe Popularität und er erhielt eine Einladung, dem berüchtigten Bankett des zwölften Arrondiſſements beizuwohnen, zu dem er ſich auch mit zweien ſeiner Collegen begab.
Trotz ſeines Anſchluſſes an die Meinung, welche trium⸗
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phirte und die Februarrevolution in's Leben führte, gelang es ihm doch nicht, bei den republikaniſchen Wahlen im Monat April 1848 gewählt zu werden, und in Folge deſſen ver⸗ ſchwand er auf einige Jahre von der politiſchen Schaubühne ſeines Vaterlandes, auf der er erſt wieder erſchien, als der
Kaiſer ihn am 4. März 1853 zum Senator ernannte. Der
Kaiſer wußte recht gut, welch' ein ſtürmiſches Element er damit in den Senat brachte, aber er ſchätzte den aufrichtigen Charakter und den perſönlichen Werth dieſes Mannes. Im Senate blieb er ganz das, was er früher in der Pairskammer geweſen war. Jedes Jahr ergriff er in den Sitzungen in den wichtigſten Fragen das Wort, entwickelte dabei ſtets die⸗ ſelbe Kraft und Heftiakeit, trotz aller Unterbrechungen, be⸗ herrſchte durch ſeine Kaltblütigkeit den Sturm, antwortete auf alle Interpellationen, ohne ſich durch die Ordnungsrufe des Präſidenten des Senats ſtören zu laſſen, mit dem er ganz daſſelbe Spiel wie früher in der Pairskammer trieb. Wenn der Marquis de Boiſſy gehört werden wollte, ſo nahm er das Wort in irgend einer Frage, ganz einerlei, ob ſie China oder den Elementarunterricht betreffen mochte, und dann behandelte er den Gegenſtand, um den es ihm eigentlich zu thun war, und jeder Verſuch, es ihm zu unterſagen, blieb ver⸗ gebens. Als Bretagner beſaß er eine Zähigkeit, die ihm erlaubte, ſtets das Ziel, das er ſich vorgenommen hatte, zu erreichen.
Er hielt zuweilen ſehr merkwürdige Reden, worin er ausgezeichnete Eigenſchaften als Redner entwickelte und die Feſtigkeit ſeines Urtheils und ſeines Geiſtes, verbunden mit einer liberalen Geſinnung und einem warmen Patriotismus, zeigte. England war ſtets der Gegenſtand ſeiner heftigſten Angriffe. Seine Anglophobie war bei ihm wirklich Fanatismus. Merkwürdig dabei war, daß er als Anglophobe ſprach und als Anglomane handelte. Er war ein ſehr eifriger Sportsman und kleidete ſich wie ein Gentleman des Weſt⸗End in London, und in ſeinem Salon war ihm der hochſtehende Engländer eben ſo willkommen, wie der eigene Landsmann. In den letzten Jahren hat er wiederholt das Wort für die weltliche Herrſchaft des Papſtes ergriffen und dieſelbe in der wärmſten Art vertheidigt. Dann verlangte er fortwährend dringend die Oeffentlichkeit der Sitzungen des Senats. Esgiebtkeinen Miß⸗ brauch, der in ihm nicht einen unerbittlichen Gegner gefunden hätte. Lebhaft in ſeinen Entgegnungen, voller Geiſt und Laune, excentriſch und pikant in ſeiner Beredtſamkeit, nach der Rechten und Linken ſeinen Feinden und ſelbſt zuweilen ſeinen Freunden Schläge verſetzend, war er auf der Redner⸗ bühne eine ſehr charakteriſtiſche Individualität, was in unſerer Zeit eine ſehr ungewöhnliche Sache iſt, und er galt in jeder Beziehung mit vollem Recht für das enfant terrible im Senat; aber dennoch hat ſein Tod in dieſer Körperſchaft eine Lücke geriſſen, die ſchwerlich je wieder ausgefüllt werden wird, denn er unterbrach daſelbſt durch ſein excentriſches Weſen von Zeit zu Zeit die in derſelben herrſchende Monotonie und verbreitete Leben in ihr.
Der Marquis de Boiſſy wurde bereits 1828 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt und am 14. Juni 1856 er⸗ folgte ſeine Ernennung zum Officier in derſelben. Er hinter⸗ läßt kein perſönliches Vermögen. Unglückliche Unterneh⸗ mungen hatten den größten Theil ſeines väterlichen Ver⸗ mögens aufgezehrt, als er ſeinem Wohlſtande dadurch wieder aufzuhelfen ſuchte, daß er ſich an metallurgiſchen Unterneh⸗ mungen betheiligte und Hüttenbeſitzer wurde.
Im December 1847 vermählte der Marquis de Boiſſy
ſich mit der Gräfin Guiccioli, geborne Gaspara Gambae,


