Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
675
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olgen, die ein ejett⸗

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nnen, ſagte ein Anderer lich weiß, tleiden; bnen, denn Hwill nicht nögen; auch die Sie.

zu kränken,

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Vierte Folge. 675

Knecht vor ſeiner Gebieterin; ich weiß ja, daß mein Leben Ihnen gehört, auch wenn ich es nicht geben wollte! O, daß ich größer noch wäre, als Sie es ſind, daß ich der Fürſt wäre und Sie die arme, niedriggeborene Sclavin, ich wollte Sie groß machen und reich und herrlich!

Wie kühn Du biſt!

Und darf es nicht ſein, und Sie dürfen meine Wahrheit nicht glauben, denn die entſetzliche Berech⸗ nung könnte dahinter lauern! Wohl denn Prinzeſſin, ſehen Sie, ich will Ihnen gehören, und da kniee ich vor Ihnen und will Ihr Sclave ſein und Ihr Knecht; nicht nur mein Blut und Leben und den zerbrechlichen Leib biete ich Ihnen ſie ſind ja das Eigenthum der Fürſtin; ich will Ihnen mein Alles geben, ganz mich, auch die unſterbliche Seele!

Und wie verwegen

Kühn! verwegen! Ja, Sie ſind die Fürſtin geboren, ich weiß es! Aber das iſt die Hand, die, gen Himmel greifend, ſich des göttlichen Feuers zu holen ſtrebt: die Liebe! Das iſt der Himmel: das Herz, das geliebte, und wäre es auch noch ſo hoch, ſo fern und mir ſo heilig wie das Ihre; iſt doch der Empfindung ſelbſt eng die unendliche

Welt! Wohl ſteht ein Engel mit dem flammenden Schwerte vor den Pforten der Seligkeit und er tödtet

oft den Verwegenen aber es iſt ja ſo ſelig, von ſeiner Hand zu ſterben im Angeſichte der verſagten Glückſeligkeit wenn er nur immer tödten wollte!

O und die Pforte, Alexis, iſt ſtark und wehrt auch der Liebe, dem ſie Suchenden zu nahen.

Sie irren, Prinzeſſin, ſagte Alexis traurig, denn die Gegenliebe kennt keine Schranke. Wie der Sonnenſtrahl im Aether aufgeht und Eins wird mit ihm, ſo zwei Herzen, die in der Liebe ſich be⸗ gegnen!

Eliſabeth ſchwieg eine Weile.

Wie aber, klang dann ihre Stimme ſo haſtig,

als fürchte ſie ſich vor dem eigenen Wort,wie, Alexis, wenn das Weib es über ſich nähme, den Mann zu er⸗ höhen, der das Herz, welches ſich erkaltet wußte, auf's Neue zu entzünden verſtanden? Wie, wenn Sie hatte ſich erhoben. Da ſtand ſie, die ſchöne, ſchlanke Geſtalt, durchzuckt von einem neuen, gött⸗ lichen, allbelebenden Gedanken; und wie glühte ihre Wange, wie blitzte das große, bisher halbverſchleierte Auge! Auch Alexis richtete ſich hoch auf. Pfui! rief er,pfui über den Mann, der es geſchehen läßt! Das Weib repräſentirt die Anmuth der Natur, der Mann die Würde des Geiſtes; das Weib iſt geboren zum Lieben, zum Leiden und Em⸗

pfangen, der Mann zum Schaffen und Herrſchen und Geben! Ach, Prinzeſſin, wenn Sie heute die Stufen des Thrones beſtiegen, den Ihre Väter beſeſſen, ich würde der Erſte ſein, welcher Ihnen huldigt, aber ich würde, um Ihnen Nichts verdanken zu müſſen, was nicht eigene Manneskraft mir errungen, ich würde, um Sie anbeten zu können, wie ich es jetzt thue, der letzte Ihrer Unterthanen bleiben, ich würde Nein! ſagen, wenn Sie dieſen Thron mit mir theilen wollten.

Wohl, Alexis, ich werde Dich erproben! und die Stimme der Prinzeſſin klang tief, faſt rauh.

Eliſe! ſchrie er auf,ſieh, ich juble vor Schmerz, ich flehe thu' es nicht!

Ich muß herrſchen!

Eliſe! ſank er vor ihr nieder,mußt Du denn einen Thron haben, um glücklich zu ſein? Wohl! ſo herrſche über mich, ich biete Dir den Thron in meinem Herzen und Du kannſt ihn beſteigen ohne Blut und Leichen. Sei mein, Eliſe! Steige zu mir hernieder! Willſt Du Majeſtät, ſuche die des Weibes, welche in reinem Glanze ſtrahlt, nicht die der Kaiſerin, denn ſie wirft nur den Schein zurück, welchen ein Blutmeer auf ſie ſpiegelt. Sei mein, ſei mein, Du götterſchönes Weib!

Er bedeckte ihre Hände mit Küſſen und Thränen.

Es iſt zu ſpät!

Zu ſpät? Ach! noch iſt es Zeit! noch iſt kein Wort geſprochen, das nicht widerrufen, kein Schritt, der nicht zurückgethan werden könnte, ohne die Gefahr zu ſtraucheln. Und ſieh, Eliſe, wenn es ſo iſt, ich will hinter Dir ſtehen und den Weg Dir ebnen, den Du zurückgehen mußt. O, ich will Dir Alles opfern, mein Glück, mein Wünſchen und Verlangen. Ich liebe Dich ſo unausſprechlich, Eliſe! und ich will doch von ferne ſtehen. Geh' nicht hinauf, geh' nicht, Eliſe, geh' nicht!

Er hatte ihre Kniee umklammert und flehte zu ihr auf, wie im Gebet.

Ich muß!.

Alexis ſprang auf. Einen Augenblick drückte er das Antlitz in ſeine Hände.

Wohlan, Sie müſſen, Prinzeſſin er wollte

fort.

Alexis, ich werde Deiner Seele bedürfen und Deiner Liebe!

Meiner Liebe? Ah, Sie irren, Prinzeſſin, ich liebte das Weib ich mag die Kaiſerin nicht ſehen in Ihnen! Doch meine Seele ſie gehört Ihnen. O, daß ich den Thron damit retten könnte!

Wie fromm Du biſt!

Und neben meiner Liebe ſteht mein Eid!

Bah, Dein Eid! Auch ich habe geſchworen und