Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
651
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Vierte Folge. 651

ſowohl bei ihm wie bei dem Herausforderer und deſſen entziehen. Der alte Eigenthümer der Hütte vertraute Freunden blieben Bitten, Verſprechungen und Dro⸗ uns, daß der Kampf ſelbſt nicht ſeine größte Sorge hungen alle gleich vergebens, und wären wir bald für ſei; ſein Sohn wußte geſchickt mit dem Meſſer um⸗ unſere Mühe ſchlecht belohnt worden, wenn wir dieſe zugehen, und ſeine hohe, muskulöſe und, worauf es unnützen Verſuche noch fortgeſetzt haben würden. Der bei dieſen Kämpfen beſonders ankommt, gewandte beleidigte Herausforderer ſprach mit Heftigkeit und Geſtalt ſprach für einen günſtigen Erfolg; aber der in leiſem Ton zu mehreren ſeiner Begleiter, und nach Alte fürchtete mit vielem Grund, daß der junge ſeinen Geberden und Handbewegungen zu urtheilen, Menſch als Sieger von den vielen Freunden ſeines blieb kein Zweifel übrig, daß wir der Gegenſtand Gegners mißhandelt werden und auch er und ſeine ſeiner Rede und vielleicht eines ſchwarzen Vorſchlages Familie ihrer Rache nicht entgehen würde. waren. Wir hielten es daher, trotz der Gefahr, die für uns Es war kein Mittel vorhanden, den bevorſtehenden daraus erwachſen konnte, für unſere Pflicht, zu bleiben Zweikampf zu verhüten, vorzüglich, da beide Theile und nahmen unſere Vorſichtsmaßregeln, um jeder gleich energiſch darauf beſtanden. Keine gerichtliche Hülfe Ueberraſchung zuvorzukommen. Die hintere Thür der war im Umkreis von 5 bis 6 Leguas zu haben, und Hütte wurde gut verrammelt und die vordere ſo uns Beide dieſer wüthenden Horde engegenzuſtellen, eingerichtet, daß ſie augenblicklich geſchloſſen und wäre nur nutzloſe Aufopferung geweſen. Wir mußten gleichfalls verrammelt werden konnte. Da Alle mit alſo dem Dinge ſeinen Lauf laſſen und nur den den Vorbereitungen zum Zweikampfe beſchäftigt waren, Folgen, die etwa für uns daraus erwachſen konnten, ſo dachte Niemand daran, uns zu beobachten, noch vorzubeugen ſuchen. Doch durften wir nicht daran viel weniger, uns zu hindern. denken, uns dieſem Schauſpiel durch Fortreiten zu(Schluß folgt.)

Jeuillelon

Voltaire et ses maitres. Racine's und Bosquet's einſetzte? Dem denkenden Beobachter drängen ſich dabei gar wichtige Fragen auf. Wie konnte ein Unterricht, den der chriſtliche Glaube beherrſchte und durch⸗ drang, den mächtigen Unglauben des achtzehnten Jahrhunderts Der Name Voltaire braucht Niemanden zu erſchrecken. erzeugen? Wie konnten die Zerſtörer der alten franzöſiſchen In dem Alter, in welchem ihn ſein gelehrter Biograph in Kirche aus den Händen der Kirche ſelbſt und faſt aus dem dieſem ganz neuen Werke, das jetzt in Paris in der Librairie Herzen derſelben hervorgehen? Was bedeutet dieſer Contraſt académique de Didier erſchienen iſt, ſeinen Leſern vorführt, oder vielmehr dieſer wenigſtens ſcheinbare Widerſpruch? Es iſt Voltaire noch nichts weiter, als der junge Arouet, der Zög⸗ iſt zu bedauern, daß der Verfaſſer dieſer Schrift den philo⸗ ling eines Jeſuitencollegiums. Aber doch zeigt ſich in dem ſophiſchen Geſichtspunct dieſer Erziehung nicht berührt und Knaben ſchon der Philoſoph; er hat faſt ſchon ſeinen ganzen ſolche Fragen unbeachtet gelaſſen hat. Er behandelt den Geiſt, und ſo achtbar auch die Schule iſt, worin er lebt, ſo Gegenſtand ganz von dem Geſichtspuncte der Humaniſten, zeigt ſich in ihm doch ſchon der Mangel an ſchuldiger Ehrer- entfaltet aber dabei eine ſehr große Gelehrſamkeit und gleich⸗ bietung gegen die Jeſuitenväter, die ſich mit ſeinem Unterricht zeitig theilt er uns ſehr anziehende Nachrichten über Voltaire's befaſſen. Aber ſeine lebhaften Streiche ſind von der Art, Erziehung mit. über die man ſich leicht Täuſchungen hingiebt; man vermuthet Voltaire wurde im Jahr 1694 in Paris geboren und darin keine vorbedachte Feindſeligkeit; das kindiſche Alter, war der Sohn des Advocaten Arouet, der ſpäter den Poſten welches ſie hervorruft, ſchmückt ſie mit Reiz und Sorgloſigkeit als Schatzmeiſter bei der Rechnungskammer übernahm. Wir und ſichert ihnen zu derſelben Zeit Vergebung. Es ſind wollen gleich hier erwähnen, daß der junge Arouet ſeinen unbeſonnene Eiunfälle, von denen ſich ſelbſt die nicht verletzt Vaternamen ſpäter aus freien Stücken und weil er ihm nicht fühlen, die davon berührt werden; die davon am meiſten Be⸗ geſiel, vielleicht auch, um nicht mit mit einem neun Jahre drohten wiſſennicht, ob ſie darüber lachen oder ſich beunruhigen älteren Bruder, einem wüthenden Janſeniſten, verwechſelt zu ſollen. Jedenfalls iſt dieſes Werk höchſt intereſſant, denn es werden, ablegte und ſich Voltaire nannte, unter welchem enthält ein Gemälde der franzöſiſchen Erziehung am Ende Namen wir auch hier nur von ihm ſprechen wollen, obgleich des ſiebenzehnten und am Anfang des achtzehnten Jahrhun⸗ er im Collège nur Marie Frangois Arouet heißt. Der Knabe derts in jenem entſcheidenden Augenblick, wo ein neues Ge⸗ verlor im Jahr 1701 ſeine Mutter und im Alter von zehn ſchlecht von Geiſtern ſich erhob, um dasjenige zu erſetzen, Jahren wurde er von ſeinem Vater im Jahr 1704 bei Er⸗ welches Ludwig XIV. mit ſich in ſein Grab hinabriß. Wie öffnung des Schuljahres dem Jeſuitencollegium als Zögling bildeten ſich die Geiſter in dieſer Epoche einer unerſchöpflichen übergeben. Das im Jahr 1564 eröffnete Collége de Cler- Kraft, wo Frankreich Voltaire und Montesquieu zu Erben V mont nahm im Jahr 1674 den Namen Collège de Louis-

Episode de l'histoire des humanités en France, par Alexis Pierron.