Ich armer Grieche, krank und wund, Ich irr' umher auf weitem Meer, Wer thut die Inſel jetzt mir kund Und zeigt den Weg dahin mir, wer?
Daß einmal ich noch hören kann Die zauberhaften Melodei'n, Und ſeliges Bethören dann Ins tiefſte Herz mir ziehe ein?
Befangen ſo in holdem Traum,
Wo ſel'ge Luſt die Bruſt umdrängt,
Lenk' ich den Kahn zum Brandungsſchaum, Daß mild die Meerfluth mich umfängt.
Literariſche Briefe von Otto Banck.
Reiſe durch Chile und die weſtlichen Provinzen Argentiniens, von Auguſt Kahl. Berlin, bei Gärtner. 1866. Gerſtäcker und viele Andere haben Sie ſchon dabei beſchäftigt geſehen, dieſe ſüd⸗ amerikaniſchen Landesgebiete, die von ſo hohem, wenn auch mehr zukünftigen als jetzigen Culturintereſſe ſind,
u ſchildern und deren merkwürdige Eigenthümlich⸗ zu ſch Auch den Autor zu begegnen, nur zu ſehr beſtätigt.
keiten Europa näher zu bringen. liefert dazu einen Beitrag, der durch Specialität und Lebendigkeit wirklicher Begegniſſe und perſönlicher Anſchauungen beachtenswerth iſt. Beſonders merk⸗ würdig bleibt es, wie ſich das ſpaniſche, nach Amerika
ſeit vielen Jahrhunderten hinverpflanzte Racenelement
in ſeinen Sitten und guten wie ſchlimmen Lebens⸗ gewohnheiten überall aufrecht erhalten hat. So er⸗ zählt, um ein Beiſpiel anzuführen, der Reiſende einen ſchauderhaften Fall, welcher das ſpaniſche und portu⸗ gieſiſche Volksduell, wie es ſich bei den Chilenen ge⸗ ſtaltet hat, in ſeiner ganzen Rohheit und Leidenſchaft⸗ lichkeit kennzeichnet.
Kahl reiſt mit einigen Gefährten und ſo theilt er Folgendes mit:
Unſer Weg, von der Guindoſchlucht ausgehend, näherte ſich, die krummen Windungen eines kleinen Bergbaches verfolgend, bald einem Flüßchen. An den Ufern deſſelben lag ein ärmlicher Ramho, der, wie unſer Führer uns mittheilte, von einem Vaquero der Hacienda mit ſeiner Familie bewohnt wurde. Aermlich war der Ramho, aber die reiche, ihn umgebende Natur gab ihm trotz ſeiner Hinfälligkeit, trotz ſeinen gemeinen Erdmauern, einen Vorzug über manche reiche Villa: rings von der ſtillen Natur, dem klaren Flüßchen und den grünenden Anhöhen umgeben, bot er einen
Novellen⸗ZJeitung.
angenehmen, ja mehr als dieſes, einen reizenden Anblick. Man mochte verſucht ſein, ihn in ſeiner Vereinzelung und einſamen Umgebung eine Wohnung des Friedens zu nennen. Auch war er dies bis jetzt geweſen, aber wir ſollten uns zu einem Drama ein⸗ finden, welches in dieſer friedlichen Scene geſpielt wurde und deſſen Traurigkeit ſich des grellen Contraſtes mit der ſonnigen Umgegend wegen verdoppeln mußte.
Wir waren auf der Höhe angekommen und über⸗ ſahen die Hütte mit ihrer Umgebung. Sie lag am Ufer des Flüßchens und am Fuße unſeres Stand⸗ punctes; mit der Front war ſie dem Thale zugekehrt, alſo überſahen wir nur den hinteren Hof des Hauſes. Es fiel uns auf, in dieſem eine Menge geſattelter Pferde zu ſehen, ohne irgend einen Reiter wahr⸗ zunehmen. Uns der Tiefe mehr nähernd, überſahen wir auch jetzt den vorderen Theil des Hofes, auf welchem eine bedeutende Anzahl Menſchen verſammelt ſchienen. Da heute kein Feſttag war, mußte dieſe Verſammlung etwas Ungewöhnliches bedeuten. Auch Reiſende konnten es nicht ſein. Abgeſehen von der Größe ihrer Zahl, war auch der Weg in viel zu weiter Entfernung, um dies wahrſcheinlich zu machen. Um unſern Zweifel zu löſen, näherten wir uns raſch der Hütte; binnen Kurzem kamen wir dort an und fanden unſere Erwartungen, etwas Außerordentlichem
In die hintere Thür der Hütte eintretend, fanden wir den Vaquero, einen alten Mann, von ſeiner Familie umgeben, alle den gröͤßten Jammer durch Klagen und Schluchzen ausdrückend.— Durch eine Aushöhlung in der Mauer, ein Fenſter vorſtellend, überſahen wir den vorderen Hof, auf welchem wohl fünfzig Kerle— ihrer Tracht nach ſchienen ſie zum größten Theile Mineros zu ſein— einen Ring gebildet hatten. Alle discutirten heftig und ſchienen von etwas Außer⸗ ordentlichem bewegt, ſo daß unſere Ankunft kaum bemerkt worden war.— Von dem etwas ruhigeren Alten erhielten wir bald die Erklärung dieſer räthſel⸗ haften Verſammlung und ſeines und ſeiner Familie Kummer. Ihr Sohn hatte Streit mit einem Minero gehabt und dieſen geſchlagen. Jetzt kam Letzterer in Begleitung ſeiner Freunde, um Genugthuung für dieſen Schimpf zu fordern oder nöthigenfalls zu er⸗ zwingen. Er forderte ſeinen Beleidiger zu einem jener verzweifelten Zweikämpfe, die noch in ihrer ganzen barbariſchen Rohheit zwiſchen den Mineros üblich ſind.
Mein Freund Collado ſowohl wie ich verſuchten ſogleich Alles, um die Leute zu beruhigen und vor⸗ züglich den jungen Vaquero, den Sohn des Eigen⸗ thümers dieſer Ramho, friedlich zu ſtimmen; allein
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