Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
648
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Hier ſauſte die Keule des Privatgelehrten auf den Boden nieder und dieſer fuhr in einem nach Blut und Eiſen⸗ klingenden Donner⸗Tone fort:

Indem Sie dies thaten, haben Sie vor allen Dingen ſich ſelbſt hoch geehrt, aber Sie haben zugleich aauch den Verein geehrt, an deſſen Spitze Herr Mein⸗

hold, der Schwiegervater Ihres Sohnes, als Präſident zu ſtehen die Ehre hat; und in Folge deſſen haben wir, der Verein, genannt der Gigantenclub, beſchloſſen, Ihnen dafür wieder eine Ehre angedeihen zu laſſen (nach dem Ton zu urtheilen, mußte ſie im Erwürgen beſtehen) und haben Sie der Privatgelehrte machte eine fürchterliche Pauſezu unſerem Ehrenpräſi⸗ denten ernannt. Sie verdienen für Ihre hochherzige Einwilligung in die Heirath hier aus einer Ecke wurde dem Privatgelehrten hurtig ein Sophakiſſen ge⸗ reicht; wollte er ſagen:Mit dieſem Kiſſen erſtickt zu werden? Nein, denn er legte ein zuſammengerolltes Papier, welches der Miſſionar a. D. ihm zuſchob, auf daſſelbe und fuhr fort:dieſes Ehrendiplom in hohem Grade, ich bitte Sie, es anzunehmen!

Larifari Sie ſprechen da von einer Ein⸗ willigung in die Heirath, ſchrie der alte Haferſchleim, hier iſt von gar keiner Heirath die Rede das iſt keine Heirath und was geht Sie

Verzeihen Sie, Herr Ehrenpräſident, ſagte der Miſſionarius a. D. vortretend,ich gehöre dem Clerus an und weiß alſo ſehr gut Beſcheid mit Heirathen das iſt eine vollgültige Heirath, die ſich nicht wieder trennen läßt, eine unauflösbare Eheſchließung.

Haferſchleim ſah ſich jetzt, wie um Beiſtand zu ſuchen, nach ſeinem Freunde C. W. Bauer um.

Als dieſer ſich das Zimmer plötzlich von den verdächtigen, mit Keulen gerüſteten Männern füllen ſah, dachte er zunächſt nicht mehr an Golo oder an ſeine Freundespflichten Golo's Vater gegenüber, ſondern hielt es für beſſer, den Verlauf der Sache im Freien abzu⸗ warten; deshalb ſchlich er ſich von Haferſchleims Seite fort und hatte ſchon das Thürſchloß gewonnen, da trat der Athlet raſch aus dem Haufen der Uebrigen und ſtemmte ſich ſo feſt wider die Thüre, daß Bauers Hand machtlos am Schloſſe hin und her raſſelte.

Nun, gehen Sie doch fort, Sie ſehen ja, daß

ich heraus will!.. .Gerade deshalb ja gehe ich nicht fort, erwiderte das dünne Stimmchen nachläſſig.

Bin ich denn hier in die Hände von Banditen gefallen!

Banditen nennen Sie uns, das ſoll Ihnen theuer zu ſtehen kommen,, ſchrillte der Athlet im höchſten Discant, ſprang auf Bauer zu und drängte ihn, als dieſer entſetzt zurückfuhr, in die nächſte Ecke.

Novellen⸗

Feitung.

Banditen Banditen er ließ dem Unglücklichen, der in der Ecke verſchwinden zu wollen ſchien, das Waddi neckiſch unter der Naſe ſpielenBanditen!

Warum halten Sie mich denn hier im Zimmer feſt, wenn Sie anders keiner ſind? ſagte Bauer

kläglich. Weil Sie etwas für uns thun ſollen! Wenn ich das nun aber nicht will! 8

Dann nehme ich nicht nur jetzt Rache für den Banditen, ſondern Sie haben uns auch Alle, wie wir da ſind, zu Ihren ewigen geſchworenen Feinden.

Es war eine verzweifelte Lage das Waddi ſpielte hin und her die Ecke wurde immer unbe⸗ quemer dieſe Menſchen zu Feinden

Was ſoll ich denn?

Reden Sie dem alten Haferſchleim zu, daß er ſeine Einwilligung giebt, oder der Teufel holt Sie, Herr!

Bauer wäre in dieſem Augenblicke lieber an einem Raſirmeſſer hinaufgeklettert, als daß er Nein geſagt hätte. So rief er denn ſchnell entſchloſſen, als er ſah, daß Freund Haferſchleim ſeinen Rath begehre:

Machen Sie gute Miene dazu!

Der Bandit trat ſofort von der Ecke weg.

Gute Miene, ſagte der zum Aeußerſten gebrachte Haferſchleim senior mit einem ſchwachen Verſuch eines Hohnlachens...als ob's um ein Spiel wäre aber es iſt ja die niederträchtigſte Vergewalti⸗ gung...

Leute, brüllte der Privatgelehrte,bringen wir dem Manne des Edelmuthes, dem biedern Ehren⸗ präſidenten unſere Ovation dar!

Als der Privatgelehrte auf den alten Hafer⸗ ſchleim zuſchritt,.damit er dieſen umarme, ſprang Golo, der bis dahin bänglich zugeſehen hatte, an einer glücklichen Löſung faſt verzweifelnd, in das Nebenzimmer, um die ſchwerſte Batterie gegen den Wall der väterlichen Hartnäckigkeit, ſeine Frau, herbei⸗ zuholen.

Esiſt ganz niederträ die Umarmung des Privat⸗ gelehrten erſtickte jede weitere Aeußerung. Der alte Haferſchleim wehrte ſich zwar mit Hand und Fuß, aber die Arme des Privatgelehrten hielten ihn, wie eine Zange einen Nagel hält, der recht feſt ſitzt, und kaum hatte die Zange ihn losgelaſſen, ſo preßte und drückte ihn der blinde Maler, wahrſcheinlich aus lauter Freude und Begeiſterung, in einer Weiſe an ſich, daß vor ſeinen Augen alle ſieben Farben des Regenbogens durcheinander zu walzen begannen. Man mußte den Maler ordentlich von ihm losreißen, weil er ſich ganz

an ihm verumarmt hatte.

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