Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
631
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So lang' trägt die Linde ihr grünes Kleid, Ich muß mich ſorgen und bangen So wiſſe, dein Herr hat fröhliche Zeit.

Die Jungfrau ſorgt ſich, weil der Knab' gefangen.

So lang' trägt die Linde ihr Laub ſo fein, Ich muß mich ſorgen und bangen So wiſſe, noch lebet der Herre dein.

Die Jungfrau ſorgt ſich, weil der Knab' gefangen.

Doch welkt der Linde ihr grünes Kleid, Ich muß mich ſorgen und bangen Dann wiſſe, dein Herre trägt Kummer und Leid.

Die Jungfrau ſorgt ſich, weil der Knab' gefangen.

Und welket der Linde ihr Laub ſo roth, Ich muß mich ſorgen und bangen Dann magſt du's wiſſen, dein Herre iſt todt.

Die Jungfrau ſorgt ſich, weil der Knab' gefangen.

Ging Waſſer ſchöpfen das treue Geſind, Ich muß mich ſorgen und bangen So tränkt' es die Wurzeleder ſchönen Lind',

Die Jungfrau ſorgt ſich, weil der Knab' gefangen.

Ging Waſſer ſchöpfen das falſche Geſind, Ich muß mich ſorgen und baugen So riß es die Rinde vom Stamm der Lind'.

Die Jungfrau ſorgt ſich, weil der Knab' gefangen.

Zum Herbſte ging's, zum Winter danach, Ich muß mich ſorgen und bangen Da welkte das Laub der Linde gemach.

Die Jungfrau ſorgt ſich, weil der Knab' gefangen.

Nun welket der Linde ihr grünes Kleid, Ich muß mich ſorgen und bangen

Nun weiß ich, mein Herre trägt Kummer und Leid. Die Jungfrau ſorgt ſich, weil der Knab gefangen.

Nun fallen die Blätter der Linde ſo fein, Ich muß mich ſorgen und bangen Nun weiß ich, todt iſt der Herre mein.

Die Jungfrau ſorgt ſich, weil der Knab' gefangen.

Und wer, wer folgt mir nun in den Tod? Ich muß mich ſorgen und bangen Und wer will nun erben mein Gold ſo roth?

Die Jungfrau ſorgt ſich, weil der Knab' gefangen.

Dir folgt das treue Geſind in den Tod, Ich muß mich ſorgen und bangen Das falſche will erben dein Gold ſo roth.

Vierte Folge.

Hiſtoriſche Bilder.

I. Fanatiſche Blutzüge des Mittelalters.

(Schluß.)

Was nun aufangen? War es vielleicht möglich, den Grafen und ſeine Vaſallen doch noch zum Gehor⸗ ſam zu bringen, oder wenn dies nicht ging, was war dann zu thun? Im Anfang ſandte Innocenz Glaubens⸗ prediger über Glaubensprediger in das Land und ſelbſt Religionsgeſpräche wurden veranſtaltet, um die Ketzer zu bekehren. Allein auf ſolchen Zuſammen künften, wie z. B. auf dem Religionsgeſpräch zu Carcaſſone im Jahr 1207, blieben meiſt die ketzeri⸗ ſchen Redner im Vortheil und konnten jedenfalls nicht widerlegt werden, da ſie ſich ſtets auf das neue Teſtament, ſowie auf die älteſten Kirchenväter be⸗ riefen. Der Papſt ſah alſo ein, daß mit ſolchen Palliativmitteln kein Reſultat zu erzielen ſei und befahl dem Erzprieſter Peter von Kaſtelnau, einem der von ihm ausgeſandten Glaubensprediger, den Grafen von Toulouſe kategoriſch zum Einſchreiten gegen die Ketzer aufzufordern und ihn augenblicklich mit dem Banre z belegen, wenn er nicht gehorche. Peter von Kaſtelnau kam dem Befehle des Papſtes nach und bannte den Grafen, da dieſer ſich durchaus nicht dazu bewegen ließ, die Ketzer zu verfolgen. Hierüber(nämlich über die Frechheit des Kaſtelnau) ergrimmte ein Ritter des Beherrſchers von Toulouſe ſo ſehr, daß er den Pfaffen unweit St. Gilles erſchlug (am 14. Januar 1208) und die Folge war, daß man denken konnte, Raymond ſelbſt habe den Mord an⸗ befohlen oder doch wenigſtens veranlaßt. In der That faßte auch Innocenz III., obgleich Raymond ſchwur, der Ritter habe ganz ohne ſeinen Auftrag gehandelt, die Sache ſo auf und belegte den Grafen augenblicklich mit dem Anathema, zugleich über die ganze Grafſchaft das Interdict ausſprechend. Der Papſt wußte vielleicht wohl, daß der Graf unſchuldig ſei, aber er wollte die Gelegenheitwelche ihm der Mord Peter's in die Hand gab, nicht unbenützt vor⸗ übergehen laſſen und darum ſandte er ſeine Legaten in ganz Frankreich und Deutſchland herum, um das Kreuz gegen den excommunicirten Grafen und deſſen ketzeriſche Unterthanen zu predigen.Alle Welt ſolle die Waffen ergreifen gegen die Verfluchten, die doch ſichtlich nicht mehr werth ſeien, als die Ungläu⸗ bigen im Orient, und dazu hin noch viel gefähr⸗ V licher. Darum ward vom Papſte einem Jeden, ſei er

Die Jungfrau ſorgt ſich, weil der Knab' gefangen. Rittersmann oder Knecht, vollkommenſte Befreiung von

allen Sünden, die er ſchon begangen habe oder noch begehen würde, zugeſagt, ſobald er nur das Schwert