Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
595
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ſeienSie ſind noch nie mit einem Mädchen zuſam⸗ mengeſehen worden(Herr Döpken war vernichtet), Sie ſind eingeladen. Heute Abend Punct Acht. Thee. Guten Morgen.

Das traf wie ein Blitz. Haferſchleim ſchaute den Abſätzen der davongehenden Prinzipalsſtiefeln fragend nach und ſah aus, als hätten ſie ihn faſt aus dem Concept gebracht; Herr Döpken wirbelte ſich einmal auf ſeinem Sitze herum und war nicht fähig, irgend etwas Unpaſſendes zu ſagen, weil ihn die Kanonen⸗ kugel daran verhinderte; Herr Bendle ſtrich krampf⸗ haft ſeinen kohlrabenpechſchwarzen Schnurrbart und machte darauf einen vergeblichen Verſuch, ſich mit dem Kopf auf ſeinen Seſſel zu ſtellen, wie wenn er das Merkwürdige in der ganzen Situation hätte mimiſch⸗ plaſtiſch darſtellen wollen; die Uebrigen ſteckten wieder die Köpfe zuſammen und flüſterten wie zu Anfang. Herr Döpken, dem es endlich gelungen war, die Kugel hinunterzuwürgen, nahm zuerſt das Wort:

.Seine Gnade habe ich verſcherzt, aber daß er in Folge deſſen auf dieſe Weiſe handeln könne, das hätte ich nicht geglaubt! Dem langjährigen Commis einen Volontair vorziehen, einen Volontair, das heißt einen das WortGrünſchnabel vernahmen die Anderen wohl nur deshalb nicht, weil die Akuſtik des Zimmers ſo ſchlecht warmir ihn als Muſter hin⸗ ſtellen Sie rauchen nicht Univerſum, wie biſt Du geſunken Haferſchleim!

Sie wünſchen?

Ich haſſe Sie!

Bitte, thuen Sie hier ganz, wie wenn Sie zu Hauſe wären!

Die Anderen hatten die Herzloſigkeit, zu lachen.

Ich mache Sie unglücklich!

Nehmen Sie vielleicht etwas Rum zum Thee?

Wieder herzloſes Gelächter.

Ich zermalme Sie!

Bedienen Sie ſich, hier iſt der Zucker!

Jetzt erſt ging den Anderen ein Licht darüber auf, was Haferſchleim mit dieſen Außerungen eigent⸗ lich ſagen wolle, und wie ſie erkannten, daß es bos⸗ hafte Anſpielungen auf die verſcherzten Freuden eines Theeabends bei C. W. Bauer ſeien, hörte die allge⸗ meine Heiterkeit auf und ſchlug ſodann die Stimmung entſchieden zu Gunſten des Herrn Döpken um; denn als G. Haferſchleim die wüthenden Worte ſeines Geg⸗ ners:Nehmen Sie ſich.. mit der ſchnellen Ent⸗ gegnung:Befehlen Sie Weißen oder Rothen? unterbrach, entſtand ein allgemeines Gemurmel und mißbilligendes Kopfſchütteln. Dieſen Augenblick hielt das thätige Mitglied des Centralturnvereins für den

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kleine Rede, deren er im Centralturnverein abendlich mehrere zu reden pflegte, bei ſeinen Collegen in das hellſte Licht zu ſetzen: er rückte ſehr laut mit ſeinem Sitze, ſtand auf, räusperte ſich und während er ſeine um Einiges zu kurze Weſte, die mit dem Beinkleid in getrennter Ehe zu leben ſchien, mit beiden Händen bat, etwas herunterzukommen, ſprach er:

Collegen, insbeſondere G. Haferſchleim! Wir haben unſerem werthen Freunde Döpken viel, ſehr viel zu verdanken, da er es war, welcher uns, mit Aufopferung ſeines Ichs alle Gefahren auf ſich nehmend, ſtets vor Tapetenthürenüberfällen des Prin⸗ cipals warnte; um ſo mehr muß es den Menſchen als denkendes und fühlendes Schöpfungsproduct wurmen, wenn wir dieſe Verdienſte in ſo ſchnöder Weiſe ver⸗ kannt oder beſſer geſagt nicht anerkannt ſehen was ſagt doch Shakeſpeare, er ſagt:«Undankbarkeit, du marmorherz'ger Teufel!« nicht anerkannt ſehen, obgleich ich warum Haferſchleim, es war jedenfalls nicht ſchön von Ihnen

Herr Bendle, fiel ihm der Genannte in die Rede, Sie reißen noch Ihre Weſte entzwei!

Von Ihnen, in dem wir bisher den einzigen Sohn des lucrativſten Geſchäftsfreundes unſeres Alten achteten, ſo zu ſprechen; hüten Sie ſich, daß wir nicht anfangen, in Ihnen nur einen einen Knax, ſagte die Weſte.

Volontär(Herr Bendle legte eine unſägliche Verachtung in dieſes Wort) zu ſehen. Und ſeien Sie nicht ſtolz darauf, daß Sie eingeladen ſind; bald wird man Sie vielleicht wieder abladen(der Witz mußte gut ſein, denn Herr Bendle lachte verſtohlen); beden⸗ ken Sie(Herr Bendle erinnerte ſich jenes Geſetzes der Rhetorik, wonach ein poetiſcher Schluß oft nicht unangebracht iſt), wie veränderlich unſer Schickſal, ſo veränderlich, daß ich die Worte des Dichters anfüh⸗ ren darf:

«Sei kein aufgeblaſ'ner Flegel, Prahle nicht mit frechem Mund, Denn das Glück iſt kagel, kegel Sichel kogel kugelrund.

Ich habe geſprochen! 3

Herr Döpken ſchien zufriedengeſtellt, er brummte wenigſtens mit gewiſſer Genugthuung die Worte: ⸗Sei kein aufgeblaſ'ner Flegel vor ſich hin und that, als ob er auf Fortſetzung des Streits vollſtändig ver⸗ zichtet habe. G. Haferſchleim entwickelte eine merk⸗

würdige Fertigkeit darin, Herrn Döpken als nicht vor⸗ handen zu betrachten; ja es ſah ſo aus, als hätte G. Haferſchleim mitten über die Stelle gehen können, auf der Herr Döpken ſtand, mitten durch ihn hindurch,

geeignetſten, um ſich und ſeine Eloquenz durch eine ohne von ſeinem Daſein auch nur das Mindeſte zu