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proteſtantiſchen Häuſern ſtehe und umgekehrt, und vollends,
Beide Aufträge habe er in einer Art ausgeführt, die ſeinen Ruf vergrößert haben. Mac Clellan habe die Armee am Potomac in einer bewundernswerthen Art organiſirt, es er⸗ fordere aber einen Befehlshaber mit mehr Erfahrung, um ein Heer im Felde zu commandiren. Die Vorſicht Mac Clellan's habe ſehr nahe an Furchtſamkeit, moraliſche Furchtſamkeit gegrenzt; denn perſönlich ſei er tapfer. Bei ſeiner erſten Landung auf der Halbinſel habe er dort nur 7000 Mann Truppen ſich gegenüber gehabt und er hätte ſich ſofort auf dieſelben ſtürzen und ſie um jeden Preis vernichten müſſen. Vorſichtig und von dem Wunſche beſeelt, das Blut ſeiner Leute zu ſchonen, habe er Yorktown regelmäßig belagert und damit ſeinen Feinden Zeit gegeben, eine hinreichende Zahl von Truppen zu concentriren und ihn zurückzuſchlagen. Als großmüthiger Feind achte er Mac Clellan, aber er glaube, daß derſelbe für ſeinen eigenen Ruhm viel zu ſchnell befördert worden ſei. Wäre er die beiden erſten Jahre des Kriegs in einer untergeordneten Stellung geblieben, von einer Diviſion zu einem Corps avancirt und dann zum Oberbefehlshaber ernannt worden, ſo würde er der größte Soldat der Verei⸗ nigten Staaten geweſen ſein. Er habe die beſten natürlichen Anlagen und die meiſten militäriſchen Kenntniſſe, und er ſei gerade für ſeine Stellung paſſend und am beſten paſſend ge⸗ worden, als er ſeiner Stellung entſetzt worden ſei. Wenn die Regierung ihn unterſtützt hätte, ſo hätte er Richmond zwei Jahre früher einnehmen können, und Davis habe nach den Schlachten bei South Mountain und Antietam die Ab⸗ berufung Mac Clellans von dem Poſten als Oberbefehlsha⸗ ber mit Vergnügen vernommen. Solche Opfer von Offi⸗ cieren, die der Unwiſſenheit eines nicht kriegeriſchen Volkes gebracht werden mußten, das in ihm einen Sündenbock für ſeinen eignen Mangel an Disciplin und Ausdauer fand, waren aber in den erſten Phaſen jedes Volkskrieges unver⸗ meidlich. (Schluß folgt.)
Züge aus dem geſelligen Leben Augsburgs.
Die großen Schwierigkeiten, welche es überall, wo Proteſtanten und Kotholiken ſich in einem Terrain befinden, verurſacht, beide Parteien miteinander in Einklang zu er⸗ halten, treten ſeit dem 16. Jahrhundert bis heute ſo ziemlich gleichmäßig hervor und dieſer Umſtand wird für die deutſche Geſammteinheit immer eine Frage von ſchwieriger Löſung geben. Der Verfaſſer der Studien aus drei Jahrhunderten bringt über Augsburg, das in dieſer Beziehung eine Monſterſtadt ſtets war und iſt, ſehr komiſche Daten.
Im achtzehnten Jahrhundert beſtanden in Augsburg acht Kaffeehäuſer— natürlich paritätiſch: vier proteſtantiſche und vier katholiſche. Als 1762 zwei neue conceſſionirt wurden, gab man das eine in katholiſche, das andere in proteſtantiſche Hände, damit die Parität nicht geſtört werde. Parität ſoll überall beſtehen, bei den Bürgern und im Rath, bei Civil und Militär. Denn auch bei der Stadtgarde unter⸗ ſchied man eine katholiſche und eine proteſtantiſche Lieutenants⸗ ſtelle. Solche Unterſcheidungen galten aber nicht blos geſtern, ſie gelten vielfach heute noch. Soll der Proteſtant ſein Fleiſch bei einem katholiſchen Metzger kaufen? Soll der Katholik ein zerbrochenes Stuhlbein von einem proteſtantiſchen Schreiner zuſammenleimen laſſen? Das ſind für manchen Augsburger noch immer ſcrupulöſe Fragen. Entſchieden fordert es aber die Sitte, daß katholiſches Geſinde nicht in
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daß eine ordentliche Bürgersfrau ſich nicht durch eine Hebamme der andern Confeſſion entbinden laſſe.
Der Ernſt miſcht ſich hier mit dem Humor, und Augs⸗ burg iſt eine nicht zu erſchöpfende Fundgrube der Komilk, ſowie man bei der Frage von der Parität den Spaten einſetzt. Die St. Jacobspfründe zum Exempel dient pari⸗ tätiſch für proteſtantiſche und katholiſche Pfründner. Nun galt das Herkommen, daß die allgemeine Wohnſtube mit Kerzen beleuchtet wurde, deren„Stumpen“ die einzelnen Pfründner unter ſich vertheilen und auf ihren Kammern zu Ende brennen durften. Es entzündete ſich aber ein ſolcher confeſſioneller Hader über die Frage, welche Stumpen als katholiſche und welche als proteſtantiſche anzuſehen ſeien, daß die Verwaltung unterm 4. October 1816 genöthigtwar, acten⸗ mäßig zu erklären,„um den bisherigen Zänkereien wegen der ſogenannten katholiſchen und proteſtantiſchen Stumpen ein Ende zu machen,“— ſolle in Zukunft gar keine Kerze mehr, ſondern nur paritätiſches und untheilbares Oel gebrannt werden. Ein Fabeldichter könnte dieſe Geſchichte vom Streit über die katholiſchen und proteſtantiſchen Stumpen in Verſe ſetzen, um die Moral der ganzen neuern Geſchichte Augsburgs daran zu hängen. Ein Blick in die Chronik zur Zeit des dreißigjährigen Krieges und des ſpaniſchen Erbfolgekrieges zeigt, daß durch die confeſſionelle Zweitheilung und das Abmarken der Parität die alte Wehrhaftigkeit der Stadt und hiermit auch die politiſche Macht rettungslos verloren ging. Lagen die Baiern vor der Mauer, ſo war ihnen die katholiſche Hälfte in der Stadt verbündet, und lagen die Schweden draußen, ſo ſtand die proteſtantiſche Hälfte der Bürgerſchaft zu den Belageren. Darum war für beide Parteien die alte Veſte allezeit leicht zu gewinnen, denn jedesmal galt es ja eigentlich nur einer Belagerung der halben Stadt. Und ſo erging es zuletzt den Bürgern wie den Jacobspfründnern: man nahm dieſen die Lichtſtumpen und jenen die Reichs⸗ freiheit und führte dafür eine paritätiſche königlich baieriſche Oelbeleuchtung ein.
Ein vollkommenes Luſtſpiel mit etlichen tragiſchen In⸗ termezzo's iſt die lange und verwickelte Geſchichte der Ein⸗ führung des Gregorianiſchen Kalenders in Augsburg. Das Sträuben der proteſtantiſchen Geiſtlichkeit, die Empörung des Volkes gegen die neue päpſtliche Zeitrechnung, ſo daß man gar Söldner in die Stadt rücken und Kanonen aufpflanzen mußte, zum Schutze des verbeſſerten Kalenders, iſt gerade nichts beſonders Augsburgiſches; dergleichen Scenen haben ſich bekanntlich im ganzen proteſtantiſchen Deutſchland wiederholt. Aber originell und durchaus charakteriſtiſch für den Augsburgiſchen Begriff der Parität iſt ein Vergleich vom Jahre 1584, welcher den Proſteſtanten geſtattete, das Pfingſtfeſt noch nach dem Julianiſchen Kalender zu feiern, im Uebrigen aber die Durchſetzung des Gregorianiſchen erzwang.
Noch im vorigen Jahrhundert waren Proteſtanten und Katholiken in Augsburg erkennbar an ihrer Tracht; namentlich ſah man's den Leuten an der Kopfbedeckung an, ob ein A C (Proteſtant) oder C(Katholik) darunter ſteckte. Bei dem conſer⸗ vativeren weiblichen Geſchlecht iſt dieſe Unterſcheidung bis auf den heutigen Tag noch nicht ganz verſchwunden. Die prote⸗ ſtantiſchen Mädchen des eigentlichen Bürgerſtandes tragen keine Hauben, die katholiſchen dagegen ſetzen die baieriſche Riegelhaube auf, namentlich beim Kirchgang. Gewiß wird kein proteſtantiſches Mädchen wenigſtens eine ſolche katholiſche Haube tragen, und wenn ein Wirthshaus der Stadt das Schild führt„Zum baieriſchen Häub'l“, ſo wittert der feinere


