Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
573
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als Stellvertreter des Königs daſelbſt, wurde aber auf ſeine Bitte im Januar 1861 von dieſem Poſten entbunden. Er wurde dann Staatsminiſter und Privatſecretär des Königs, deſſen perſönlichen Vertrauens er ſich in einem hohen Grade erfreute. In dem letzten Cabinet des Grafen Cavour übernahm Farini das Portefeuille des Handels und der öffentlichen Arbeiten und vertheidigte ſehr lebhaft die Politik einer Allianz mit Frankreich. Im Beginn von 1862 ſchien ſeine zerrüttete Geſundheit ihn für immer von dem öffentlichen Leben zu entfernen, und im März ſchlug er es aus, in das Miniſterium Ratazzi einzutreten, aber ein königliches Decret vom 8. December deſſelben Jahres übertrug ihm den Poſten als Miniſter⸗Präſident. Am 24. März 1863 ſah er ſich durch ſeine Krankheit gezwungen, ſeine Entlaſſung einzureichen, worauf ſein Freund Minghetti zu ſeinem Nachfolger ernannt wurde. Am 20. April 1863 votirte das italieniſche Parla⸗ ment ihm für die Italien geleiſteten großen Dienſte ein Geſchenk von 200,000 Franken und eine lebenslängliche jährliche Penſion von 25,000 Fr., deren er ſich nur eine kurze Zeit erfreut hat. Von dieſer Zeit an hörte das politiſche Leben Farini's auf, denn ſeine Geſundheit wurde nicht wieder hergeſtellt.

Während Farini in ſeiner Jugend ſich als medieiniſcher Schriftſteller bekannt machte, erwarb er ſich ſpäter durch ge⸗ ſchichtliche Werke einen Ruf. Sein Stato romano(der römiſche Staat) erlebte mehrere Auflagen, wurde in einige fremde Sprachen überſetzt und erweckte eine ſehr lebhafte Polemik. Außerdem hat er eine Geſchichte Italiens als Fortſetzung zu Botta's Geſchichte, Briefe an den Lord John Ruſſell und Gladſtone und manches Andere geſchrieben.

Eine Elephantenhetze.

Eiin Correſpondent der in Bombay erſcheinenden Gazette ſendet derſelben von Baroda aus die Beſchreibung einer Elephantenhetze, welche in Gegenwart des Guicowar, des Fürſten des Landes, gehalten wurde. Er ſagt:

. Der Hofraum, worin dieſes Schaufeſt ſtattfand, iſt von einem ſehr großen Umfang und mit vierzehn Fuß hohen ſteinernen Mauern umgeben. Ungefähr alle ſieben bis acht Yards führen rings um dieſe Mauern Bogengänge ins Freie, und dieſe Höhlen dienen den Perſonen, welche den Elephanten

necken, wenn er ihnen zu nahe kommt, zur Flucht. Zwei

Thore an jedem Ende des Hofraums ſind durch dicke hölzerne Schlagbäume verſperrt, und in der Mitte des Hofes ſind ein oder zwei runde Bruſtwehren und Gebäude, welche den Leuten, die von dem Elephanten verfolgt werden, gleichfalls zum Zufluchtsort dienen. Innerhalb des Hofraums befanden ſich 60 bis 70 Männer, die mit Speeren, Peitſchen und Feuerwerken bewaffnet waren. Jeder derſelben hielt ein Stück gefärbtes Tuch und bemühte ſich, den Elephanten zu reizen, welcher ſich frei in ihrer Mitte befand, und ihre Bemühungen wurden als erfolgreich betrachtet und mit Beifall belohnt, wenn das erzürnte Ungeheuer hinter ihnen herlief und ſie verfolgte. Je näher ſie einander waren, um deſto lauter war der Beifall und um ſo größer die Aufregung; und wenn

der arme, ſchwächlich ausſehende Stkrbliche davonläuft, um.

ſein Leben zu retten und gerade in dem Augenblick, wo man erwartet, der Elephant werde ihn ergreifen, in einen der ſchützenden Bogengänge ſchlüpft, während das Ungeheuer mit voller Kraft gegen die Mauer ſtößt und rings herum die Ziegelſteine und den Mörtel herabregnen läßt, erreicht die

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Vierte Folge. 573

Beſtürzung ihren höchſten Punct. Die Scenen dieſer Art erneuern ſich fort und fort, und jeder dieſer Männer ſucht ſeine Ehre darin, dem Tode noch näher zu ſein, als ſeine Vorgänger. Sobald der Elephant ſich zu raſch nähert oder irgend eine Gefahr wirklich droht, ſo läßt man vor ſeinen Augen ein großes Feuerwerk explodiren, was ihn gewöhnlich ſtillſtehen läßt, und von dem Rauche begünſtigt, kann der Mann in der Regel der Gefahr entgehen. Bei der Ge⸗ legenheit, wo dieſer Correſpondent der Elephantenhetze bei⸗ wohnte, konnten ſich zwei bis drei Leute nur mit genauer Noth retten. Einmal war der Elephantganz dicht an einem der Männer mit einer Lanze; ſogleich wurde ein Feuerwerk entzündet und dem wüthenden Thiereentgegen gehalten. Es fand kein Halt ſtatt, aber der Elephant drehte ſich gegen den Mann, welcher den Schwärmer trug, rann durch den Rauch und kam ihm ganz nahe. Rings umher ertönte nun ein lautes Geſchrei und während einiger Augenblicke hielt man den Mann für verloren, aber mit der größten Geiſtesgegenwart warf er den Schwärmer, welcher Funken ſprühte und Alles verſengte, dem Thiere an den Kopf und ergriff dann die Flucht, um ſein Leben zu retten. Die paar Secunden, welche der Elephant brauchte, um ſich etwas zu ſammeln, gaben dem Manne einen Vorſprung und er gelangte gerade zur Zeit an den ſchützenden Ort, um noch den Rüſſel des Elephanten auf ſeiner Schulter zu fühlen. Die zweite Rettung gelang auch nur mit großer Noth; es war ein junger Mann, der zu weit lief; das Ungeheuer kam ihm mit jedem Schritte näher. Nur vermittelſt der größten Anſtrengung erreichte der juRge Mann das Thor, wo er ſich unter den dicken hölzernen Schlagbaum warf. Der hübſcheſte Theil der Hetze war in⸗ deſſen ohne Zweifel ein Reitpferd, das hereingebracht wurde. Daſſelbe war vollkommen zugeritten und beſaß augenſcheinlich das Bewußtſein ſeiner eignen Macht dem Elephanten gegen⸗ über, denn es kam ihm ganz nahe. Auf dem Roſſe ſaß ein ſehr geſchickter Reiter, der jedem Angriffe des wüthenden Ge⸗ ſchöpfs mit großer Geſchicklichkeit auszuweichen wußte. Die Schnelligkeit, mit welcher das Roß um eine Ecke herumkommen und ſich drehen konnte, gab ihm einen großen Vortheil über den plumpen Elephanten. Als Seine Hoheit, der Guicowar, ſich hinlänglich ergötzt hatte, begann das Einfangen des tollen Elephanten, was in den meiſten Fällen noch viel aufregender iſt, als die Hetze ſelbſt. Männer nähern ſich dem Elephanten von hinten ſehr vorſichtig mit großen eiſernen Klammern und verſuchen, eine dieſer mit Nägeln beſetzten Waffen um den hintern Schenkel des Elephanten zu legen. Von Natur liſtig, erlaubt das Thier ihnen oft, ſich ihm zu nähern, und dann greift es ſie plötzlich an; oder es ergreift die Klammer gerade in dieſem Augenblick und ſchleudert ſie mit einem freudigen Brüllen in die Luft. Zuletzt muß aber jeder Elephant unterliegen, und ſobald erſt eine Klammer um ſeinen Schenkel gelegt iſt, iſt er nicht mehr im Stande, zu laufen. Dann wird er mit dicken Seilen feſt gebunden und als Gefangener von Leuten fortgeführt, die unter ſeinen Füßen wie Staub⸗ körner ſein würden, wäre er frei und im Stande, ſie zu erreichen.

Thomas Carlyle.

Henry James, der früher in Albany lebte, der aber ſeit einiger Zeit ſeinen Wohnplatz nach Boſton verlegt hat, einer der ſchärfſten Literaten und der originellſten Denker der Gegenwart in den Vereinigten Staaten, hielt vor einiger Zeit in Newyork vor einem ſehr zahlreichen Zuhörerkreiſe