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glaubte er dieſen Entſchuß zu leſen, und er nahm ſich vor, jetzt doppelt auf ſeiner Hut zu ſein. „Was ſoll ich in Siebenhuben?“ fragte er barſch. „Ob Siebenhuben das Loos der übrigen Dörfer theilen ſoll, überlaſſe ich Dir,“ erwiderte der Baron gelaſſen,„vielleicht genügt es, wenn Du in die Woh—
nung des Curatus die Brandfackel wirfſt, man wird
dann annehmen, der Pfaffe ſei von den Kroaten in's Jenſeits befördert worden.“
Kappel blickte entſetzt auf.
„Sei keine Memme,“ fuhr der Baron fort, „wenn man etwas thut, muß man es ganz thun und nicht auf halbem Wege ſtehen bleiben. Jetzt geh' und beſorge den Brief!“
In tiefes Sinnen verſunken, verließ Kappel das Schloß, er ſchritt durch den Park in's Dorf, mit ſich ſelbſt uneinig über das, was er thun wollte. Im erſten Augenblick nahm er ſich vor, den Curatus zu warnen und ſich mit ihm gegen den Baron zu ver⸗ bünden, aber die Abneigung, welche er gegen dieſen Geiſtlichen hegte, ſchreckte ihn vor einem innigen Bündniß mit demſelben zurück.
Und doch mußte noch in dieſer Nacht irgend etwas zur Sicherſtellung gegen die Tücke des Barons geſchehen; morgen, wenn Warkotſch der Dienſte ſeines Jägers nicht mehr bedurfte, war es zu ſpät.
onet aunte, als er bei der Heimkehr ſein —„eEl ver Arbeit erblickte; dennoch gewährte es ihm gewiſſermaßen eine Beruhigung, ein Weſen um ſich zu ſehen, auf deſſen Treue und Theilnahme er bauen konnte.
„Hat der Baron Dich von dem Gang nach Sieben⸗ huben entbunden?“ fragte Anna, indem ſie ſich erhob, um den Lehnſtuhl an's Feuer zu rücken und den Hausrock des Gatten zu holen.
„Nein,“ erwiderte Kappel ausweichend,„aber ich denke, es hat Zeit; ob der Brief eine halbe Stunde früher oder ſpäter an ſeine Adreſſe gelangt, davon wird ſo viel wohl nicht abhängen.“
„Der Ton, in welchem der Baron Dir den Befehl gab, hat mich beunruhigt,“ fuhr Anna fort,„ich vermuthe, es handelt ſich um ein Geheimniß—“
„Kümmert's Dich?“ fuhr Kappel barſch auf. „Die Weiber ſollen ſich nicht in Dinge einmiſchen, die nur Männer angehen.“
„So ſei doch nicht gleich ſo ärgerlich,“ bat Anna, die in der Heftigkeit ihres Mannes ihre Vermuthung beſtätigt fand.„Wenn ich das Geheimniß zu er⸗ forſchen wünſche, ſo geſchieht es nur, weil ich fürchte, daß es für Dich böſe Folgen haben kann; deshalb möchte ich Dich warnen, ehe es zu ſpät iſt.“
Der Jäger ſah erſtaunt auf, eine ſo muthige
Dierte Folge. 565
und entſchiedene Sprache hatte ſeine Frau ihm gegen⸗ über noch nie geführt; es überraſchte ihn, daß ſie auf geringe Anzeichen hin einen Verdacht ausſprach, der den Nagel auf den Kopf traf.
„Dieſes Geheimniß betrifft ein Complot des Barons mit den Oeſterreichern,“ fuhr Anna nach einer kurzen Pauſe fort;„ich glaube mich nicht zu täuſchen, wenn ich die Befürchtung ausſpreche, daß es der Perſon des Königs von Preußen gilt.“
Kappel fuhr beſtürzt von ſeinem Sitz empor. „Weib, wer hat Dir das verrathen?“ rief er.
Die unerſchrockene Frau begegnete ruhig und feſt dem flammenden Blicke, der durchbohrend auf ihr ruhte.
„Niemand,“ erwiderte ſie.„Die alte Martha hat das Gerücht verbreitet, Warkotſch wolle katholiſch werden, er verkehre viel mit dem Curatus Schmidt, die Bauern glauben an das Gerücht, ich aber ziehe aus dem Verkehr des Barons mit Schmidt den Schluß, daß Warkotſch andere Pläne im Schilde führt. Schon früher, als er die Herrſchaft Schönbrunn kaum über⸗ nommen hatte, warf man ihm vor, er unterhalte mit dem öſterreichiſchen Hofe einen lebhaften Brief⸗ wechſel und ſei im Herzen noch immer gut öſterrei⸗ chiſch geſinnt. Ich vermuthe, daß er den Oeſterrei⸗ chern angeboten hat, Schleſien der Kaiſerin Maria Thereſia durch Verrath wieder zu ſchaffen, und Dein Aufbrauſen hat mir bewieſen, daß dieſe Vermuthung begründet iſt. Bedenke wohl, Mathias, was Du thuſt! Der Hochverräther endet auf dem Hochgericht und ſein Name iſt für ewige Zeiten geſchändet. Geſetzt auch, es gelingt Euch, die ſchwarze That zu vollbringen, glaubſt Du, der Baron werde ſich dankbar beweiſen? Denk' nicht daran, ſein Erſtes wird ſein, Dich zu beſeitigen; denn nichts quält den Verbrecher mehr, als der Anblick Derjenigem, die ihm bei Ausübung ſeines Verbrechens hülfreiche Hand geleiſtet haben.“
Kappel mußte zugeben, daß die Worte Anna's Wahrheit enthielten, aber ein falſches Ehrgefühl hielt ihn ab, ihr gegenüber dies zuzugeſtehen.
„Ich ſetze den Fall, Deine Vermuthung ſei richtig,“ ſagte er nach einer Pauſe,„thue ich nicht ein gutes Werk, wenn ich durch meinen Beiſtand dazu bei⸗ trage, daß dieſer Krieg, der Schleſien verheert, ein Ende nimmt?“ 1
„Du biſt preußiſcher Unterthan und als ſolcher dem König Treue und Gehorſam ſchuldig,“ fuhr Anna fort,„das bedenke!“—
„Erlaube, weſſen Unterthan ich bin, wird wohl erſt dann entſchieden ſein, wenn der Frieden geſchloſſen iſt,“ unterbrach Kappel ſie,„bis dahin iſt mir der König von Preußen ebenſo gleichgültig, wie die


