Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
563
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Weiter! rief er, bebend vor Wuth.Die Rechnung dieſes Teufels in Menſchengeſtalt läuft hoch an, gnade Gott ihm, wenn ich Abrechnung halte! Weiter, ſage ich!

Am Morgen darauf wollte der Baron mich ent⸗ laſſen, aber ich ging nicht, ich drohte ihm, ſeine Schandthat im Dorfe auszupoſaunen und ihn beim König anzuklagen.

Recht ſol murmelte Kappel, in deſſen Achtung Anna mehr und mehr ſtieg.

Der Baron gab nach, ich blieb.

Was wollteſt Du dadurch bezwecken?

Ich wollte wiſſen, ob jenes Ereigniß Folgen hatte; war dies der Fall, ſo ſollte meine Entbindung im Schloſſe ſtattfinden, damit das ganze Dorf erfuhr, wer mein Verführer ſei.

Dadurch war für Dich nichts gewonnen, warf Kappel ein,der Baron konnte

Soweit dachte ich damals nicht, und Freunde, die mir rathend zur Seite ſtehen konnten, fehlten mir ebenfalls. In der Hauptſache erreichte ich meinen Zweck, ich hatte Warkotſch eingeſchüchtert, er dachte ernſtlich daran, mich zu verheirathen. Seine Wahl fiel auf Dich und da ich Dich achtete, ſo erklärte ich mich bereit, Dich zum Gatten zu nehmen. Aber erſt nach der Hochzeit entdeckte ich, daß Du von Allem dem, was zwiſchen dem Baron und mir vorgefallen war, keine Sylbe wußteſt.

So hätteſt Du es mir mittheilen ſollen, ſagte Kappel.

Für das eigne Kind, iſt es auch in Sünde und Schande geboren, duldet und entſagt die Mutter gern, erwiderte Anna wehmüthig.Hätte ich Dir damals jenen Vorfall berichtet, ſo würdeſt Du Deinen ganzen Haß auf das arme unſchuldige Geſchöpf ge⸗ worfen, vielleicht es ermordet haben.

Kappel blickte finſter vor ſich hin.Du magſt Recht haben, ſagte er,das Kind hätte vielleicht dafür büßen müſſen, und der Schuldige wäre frei ausgegangen. Heute liegt die Sache anders, fuhr er fort, indem er ſich erhob.Das Maß iſt voll, die Abrechnung wird nicht lange mehr auf ſich warten laſſen.

Ueberlaß die Rache dem, der einſt über uns Alle richten wird, entgegneke Anna mild,Deine Rache wird uns in's Verderben ſtürzen.

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es anders werden zwiſchen uns. Was ich mit dem Baron abzumachen habe, überlaß mir allein.

Das letzte Wort war kaum über ſeine Lippen, als die Thüre geöffnet wurde und der Baron eintrat.

Du wirſt Dich ſofort auf den Weg nach Sieben⸗ huben begeben, ſagte er,zuvor aber kommſt Du zu mir in's Schloß, damit ich Dich mit den nöthigen Inſtructionen verſehe.

Kappel war an eine ſolche Sprache von Seiten ſeines Herrn gewöhnt, er hatte bisher nie daran ge⸗ dacht, ſich gegen einen Befehl aufzulehnen, heute aber empörte ihn der herriſche Ton, in welchem Warkotſch zu ihm ſprach.Sie werden wiſſen, daß ich heute den ganzen Tag gehetzt geweſen bin, erwiderte er mürriſch, ohne auf den bittenden Blick ſeiner Gattin zu achten,jetzt will ich endlich einmal Ruhe haben.

Hund, Du wagſt es, Dich aufzulehnen? don⸗ nerte Warkotſch.Hüte Dich, ich mache nicht lange Federleſen mit einem ungehorſamen Knechte.

Dafür iſt der Baron von Warkotfch weit und breit bekannt, höhnte Kappel,ihm iſt es gleich⸗ gültig, ob er's mit einem Knecht oder einer Magd zu thun hat; was man ihm verweigert, nimmt er mit Gewalt.

Warkotſch fühlte den Stachel, der in dieſen Worten lag, der bedeutſame Blick, den der Jäger ſeiner Frau zuwarf, belehrte ihn, daß Kappel genau unterrichtet war.

Wir werden über dieſen Punct ſpäter noch mit⸗ einander redenſ, fuhr er mit wachſender Erbitterung fort,für heute erſuche ich Sie, mir Ruhe zu gönnen und einen andern Boten nach Siebenhuben zu ſenden; ich habe keine Luſt, in ſpäter Nacht mein Haus zu verlaſſen.

Elender Burſche! rief der Baron, die Fauſt erhebend,entweder Du gehſt augenblicklich mit mir, oder ich ſchlage Dich nieder, wie einen räudigen Hund. Ich bin nicht gewohnt, mir von Dir Vorſchriften machen zu laſſen und werde nicht zugeben, daß an Deinem eigenſinnigen Trotz meine Pläne ſcheitern.

So gehen Sie ſelbſt, erwiderte der Jäger achſel⸗ zuckend, während er ſeinem Herrn drohend ins Auge ſah,ich beharre bei meiner Weigerung.

Schwer und wuchtig traf die Fauſt des Barons die Stirne des jungen Mannes, der, vor Schmerz und Wuth laut aufſchreiend, ſeinen Herrn an der Kehle faßte und zu Boden warf. Schon hatte er die Fauſt erhoben, um den erhaltenen Schlag mit Zinſen zurückzuzahlen, als Anna ihn zurückſtieß.

Mäßige Dich, bat ſie erſchreckt,bedenke, der

Du biſt ein gutes, braves Weib, erwiderte Kappel;wenn ich bisher Dich verkannte, ſo trug daran nur Dein Stillſchweigen Schuld, jetzt aber ſoll

Baron wird uns Alle verderben, wenn Du Dich an ihm vergreifſt.