Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
558
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558 Novellen⸗

in ſeiner Hütte ſitzt, ohne etwas davon zu wiſſen, daß die modiſcheſten Damen und Herren aus Europa und Amerika ohne ſeine Erlaubniß unter ſeinem Kartoffel⸗ und Maisfelde ſpazieren gehen. C.

Geologie von Nordamerihka.

Der Profeſſor Agaſſiz kommt zu dem Schluſſe, daß der Continent von Amerika einſt mit Eis bedeckt war, deſſen Dicke eine engliſche Meile betrug, und ſtimmt in dieſer Be⸗ ziehung mit dem Profeſſor Hitchcock und andern ausgezeichneten Geologen in Betreff der Eisperiode überein. Als Beweis für die Richtigkeit ſeines Schluſſes führt er an, daß die Ab⸗ hänge des Alleghanygebirges bis an die Gipfel von den Gletſchern ganz gleich gerieben ſind, wenige Puncte aus⸗ genommen, die ſich noch über die Eismaſſe erheben. Der Waſhingtonberg iſt zum Beiſpiel über 6000 Fuß hoch und die rauhe, ungleiche Oberfläche auf ſeinem Gipfel, gerade unter der Ebene, wo die Gletſcher-Marken zu Ende ſind, mit lockern Fragmenten bedeckt, was bezeugt, daß der Berg allein ſeinen Gipfel über die öde Wüſte von Eis und Schnee erhob. In dieſer Gegend konnte daher die Dicke des Eiſes nicht viel weniger als 6000 Fuß geweſen ſein, was ſich auch V aus Zeugniſſen für andere Theile des Landes ergiebt; denn wenn die Berge unter 6000 Fuß hoch ſind, ſo ſcheint das Eis über ſie weggegangen zu ſein, während die wenigen Bergſpitzen, die ſich bis zu dieſer Höhe erhoben, davon un⸗ berührt geblieben ſind. Der Gletſcher, ſchließt Agaſſiz, war Gottes Pflug, und als das Eis von der Oberfläche des Landes verſchwand, ſo ließ es daſſelbe für die Hand des Landmannes V

vorbereitet. Die harte Oberfläche der Felſen wurde zu Pulver gemahlen, die Elemente des Bodens wurden in richtigen Verhältniſſen miteinander vermiſcht, der Granit wurde in die Kalkregionen geführt, der Kalk wurde mit den unfruchtbarern Granitdiſtricten vermiſcht und ſo wurde ein Boden vorbereitet, der von dem Menſchen zum Ackerbau be⸗ nutzt werden konnte.

Es giebt in den Polarkreiſen überall Beweiſe dafür, daß ſich zu einer Zeit die tropiſche Hitze über den ganzen Erdboden ausdehnte. Man vermuthet, das die Eisperiode erſt ſpät nach jener erfolgt iſt und zwar kurz vor der Zeit, wo der Menſch erſchaffen wurde, um die Erde zu bewohnen.

C.

Das Trouſſeau der Prinzefſin Helena von England.

Die Gegenwart des Herzogs und der Herzogin Chriſtian von Auguſtenburg in Paris iſt der Gegenſtand der Unter⸗ haltungen des kleinen Theils der eleganten Welt, die jetzt noch daſelbſt anweſend iſt.

Man erzählt ſich Wunder von dem Trouſſeau der Neu⸗ verm ählten, das in der engliſchen Geſandtſchaft zu betrachten einigen privilegirten Damen geſtattet worden iſt.

Nichts gleicht den in dieſem Körbchen enthaltenen Reichthümern. Es ſind nur Diamanten, Perlen, Smaragde, Türkiſe oder Sapphire, werthvolle Gemmen ꝛc., deren innerer Werth mehrere Millionen überſteigt. DerSport ſagt, das ſei gar nichts Ueberraſchendes, wenn man erwäge, wer die Geber ſind, von denen dieſe Geſchenke gemacht worden ſeien: die Königin Victoria; Prinz Chriſtian; die verwittwete Königin von Dänemark; die Königin von Preußen; die Schweſtern der Neuvermählten; der König und die Königin von Belgien; der Prinz und die Prinzeſſin von Wales;

Zeitung.

der Herzog von Edinburg(Prinz Alfred); die Prinzeſſin von Heſſen; der Herzog und die Herzogin von Cambridge; der Großherzog und die Großherzogin von Mecklenburg; die Prin⸗ zeſſin Marie von Teck; die Prinzeſſin Marie von Orleans, der Graf von Paris und der Herzog von Chartres; der Kronprinz von Preußen; die Königin⸗Mutter von Dänemark; die Prin⸗ zeſſin Amalie von Sachſen⸗Coburg⸗Gotha; der Prinz und

die Prinzeſſin von Leiningen; der Maharadſchah Duleep

Sing; der Herzog und die Herzogin von Roxburgh; Earl Granville; die acht Ehrenfräulein oder Brautjungfern; die Damen und die Herren der Häuſer der Königin; die Prinzen und die Prinzeſſinnen von Geblüt.:

Sicher iſt es mit ſolchen Künſtlern, um einen Korb zu machen, nicht möglich, daß derſelbe etwas Anderes als ein Meiſterwerk des Luxus und der Eleganz werden kann.

C.

Kungo.

Dr. Livingſtone erzählt in der Beſchreibung ſeiner Reiſe durch das mittlere Afrika von einer Fahrt, die er auf dem Nyaſſaſee machte, Folgendes:

Als wir uns unſrer Grenze in dieſer Richtung näherten, bemerkten wir Wolken wie von Rauch, der ſich von einer meilengroßen brennenden Grasfläche erhob, und wir glaubten, daß das Land nach dieſer Seite, das wir nicht ſehen konnten, dicht dabei ſei und daß wir uns dem Ende des See's näherten. Am nächſten Morgen aber ſegelten wir durch eine dieſer Wolken auf unſrer Seite und entdeckten, daß es weder Rauch, noch ein dichter Nebel, ſondern zahlloſe Millionen von kleinen Mücken waren, welche von den Eingebornen Kungo(eine Wolke oder Nebel) genannt werden. Sie füllten die Luft bis zu einer ſehr großen Höhe und ſchwärmten auf dem Waſſer herum, da ſie zu leicht waren, um darin verſinken zu können. Während wir durch dieſe lebende. Wolke fuhren, mußten wir die Augen und den Mund feſt verſchloſſen halten; ſie ſtachen gegen das Geſicht wie feiner Schnee bei großer Kälte. Tau⸗ ſende dieſer Thierchen lagen in dem Boote, als es aus dieſer Mückenwolke wieder heraus kam. Die Leute ſammeln dieſe Inſecten zur Nachtzeit und kochen ſie zu einem Kuchen, der von ihnen als Leckerbiſſen genoſſen wird. In einem ſolchen Kuchen ſind Millionen dieſer Mücken. Ein Kungokuchen, einen Zoll dick und von der Größe des Deckels einer Mütze, wurde uns zum Geſchenk gemacht; er war von ganz dunkler Farbe und ſchmeckte beinahe wie Caviar oder eingeſalzene Heuſchrecken. C.

Der Beau Brummel..

Brummel war in den Tagen ſeiner Noth witziger als in ſeiner glänzendſten Zeit. Er betrachtete ſich in Calais ſelbſt alsindependent, weil er wenig hatte,to depend- upon. Als ein hungriger Freund an ſeiner beſcheidenen Tafel bemerkte,es ſei nichts beſſer, als kalter Rinderbraten, antwortete Beau:Ich bitte um Entſchuldigung, kalter Rinderbraten iſt beſſer als nichts. Ein Freund, Namens Laporte, erzählte ihm, Fremde beſchwerten ſich, daß ſie dafür bezahlen müßten, wenn ſie in London die St. Paulskirche ſehen wollten; er habe es in der Sanct Peterskirche in Rom ganz eben ſo ſchlecht gefunden. Er ſei oben in die Kuppel geſtiegen und als er wieder herabgekommen ſei, habe der Cicerone, der ihn hinaufgeführt habe, dafür von ihm fünf Paolis(er ſagte fünf Pauls) verlangt.Nun, ſagte

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Kaiſer Petter, bein Stunde ſpazie de ſteiß ohne elegand, doch die Verkaufsl Arikel das ſtrengſte gängen anzu den Uebertte Säne hohe, ertannt; zed und ging, o derte der K Eines gaſtirenden verſönüch ſ übergehen, während e Talmond! alle ſei gebens, er Noch einem neue Hoſe zur V wat der Re Tahnor z Raeben we diſelbe ei Tr

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