Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
551
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geliebt, er liebte es noch jetzt, und ſuchte in ſeiner

Verzweiflung über den Betrug ſich einzureden, daß

Warkotſch allein an der Untreue Emma's Schuld Aber das Lachen und Scherzen der Beiden und die Worte Emma's, als der Baron ſeinen Leib⸗

trage. jäger verſpottete, bewieſen ihm, daß das Mädchen

nur ein falſches Spiel mit ihm getrieben hatte. (Fortſetzung folgt.)

Gieb Frieden, Herr!

Von Carl Twelckmeyer.

Gieb Frieden, Herr, den Frieden dein! O ſieh', wie meine Augen tropfen!

Ach, höre meines Herzens Klopfen! Vernimm der Seele banges Schrei'n! Iſt denn dem Ringen nach dem Frieden Im Erdenthal kein Sieg beſchieden? Soll ewig ich in Unruh' ſein?

Herr! Herr! gieb mir den Frieden dein!

Gieb Frieden, Herr, den Frieden dein!

Ach bei der Welt wollt' ich gefunden Wmeiner Seele tiefen Wunden

Und trank von ihrem Taumelwein.

Weg, Welt! Wie konnt' ich Frieden finden

In deinem Schooß voll Lug und Sünden!

Dein Friede, Welt, iſt Irrlichtſchein!

O Herr, gieb mir den Frieden dein!

Gieb Frieden, Herr, den Frieden dein! Durch ſaurer Arbeit Schweißestropfen Gedacht' ich nun von ſeinem Klopfen Mein armes Herze zu befrei'n; Und jal ich hab' in manchen Stunden

1 Der Arbeit ſüßen Troſt empfunden,

Vierte Folge.

Die ſich nach Troſt und Hülfe ſehnen Inmitten ſchwerer Noth und Pein! Wo ſich ein Herz verlaſſen wähnet, Wo heiß ein Weh vom Auge thränet: Da ſtell' mit deinem Troſt dich ein, Da gieb, Herr, gieb den Frieden dein!

V

V Literariſche Briefe von Otto Banck.

Geſchichte der geiſtigen Entwickelung En ropas von Draper. Leipzig, bei O. Wigand. Ein allgemeiner Blick auf dieſen amerikaniſchen Autor wird Ihnen ſagen, daß derſelbe trotz mancher Verdienſte in der engliſchen, deutſchen oder franzöſi⸗ ſchen Literatur freilich nicht das Glück gemacht haben würde, welches ihm in Amerika blühte, wo man im neuen Gebiete der Culturwiſſenſchaft noch mehr Man⸗ gel an guten Werken, als in Europa hat. Sein Werk iſt ſogar raſch europäiſch bekannt geworden und vielfach überſetzt, ſo auch mit ſehr ſpecieller Sprach⸗ unkenntniß und Irrthümlichkeit von A. Bartels.

Draper iſt voll eigenthümlicher, oft ungenirt ein⸗ ſeitiger Anſichten, doch ſeine oppoſitionell ſcharfen Aus⸗ ſprüche bringen Leben in manche alte, zu traditionell behandelte Schulmaterie. Man kann dies recht in ſeiner Betrachtung der altgriechiſchen Philoſophie und Geiſtescultur wahrnehmen. Da er zwar ſchwer⸗ fällig ſich ausdrückt, was durch die mühſelige Ueberſetzung noch geſteigert erſcheint, aber eigent⸗ lich populär denkt, ſo wollen wir gleich einige keck⸗ intereſſante Anſichten von ihm über Sokrates hören: Sokrates hatte Gluͤck in Zweierlei Glück in Denen, welche ſein Leben aufzeichneten, und Glück in den Umſtänden, von denen ſein Tod begleitet war. Nicht jedem großen Manne iſt es gegeben, Penophon

Doch Frieden fand ich nicht ach nein! und Plato zu Biographen zu haben, nicht Jedem,

O gieb mir, Herr, den Frieden dein!

Gieb Frieden, Herr, den Frieden dein! Ich will, wenngleich nicht ohne Zagen, Nunmehr zu dir die Bitte wagen,

Mich deinen Jüngern einzureih'n.

Ja, laß im Staub' zu deinen Füßen Nur deines Kleides Saum mich küſſen, So werde ich geneſen ſein,

Werd' ſchmecken, Herr, den Frieden dein.

Gieb Frieden, Herr, den Frieden dein! Gieb miir ihn, gieb ihn allen denen,

welcher die Lebensgrenze überſchritten und dem Laufe der Natur zufolge nur noch eine kurze Spanne zu leben hat, die Märtyrerkrone für Tugend und Sitt⸗ lichkeit davon zu tragen. In einer böſen Stunde für den Ruhm Athens brachten ihn ſeine Landsleute vom Leben zum Tode. Zu ſpät erwachten ſie und wurden gewahr, daß ſie der Nachwelt keine Antwort auf die Frage zu geben vermöchten, wozu ein ſolches Verbre⸗ chen begangen ſei. Ganz recht ſagt Sokrates am Schluſſe ſeiner edlen Anrede an die Richter, welche ihn verurtheilt hatten:Es iſt Zeit, daß wir uns trennen ich, um zu ſterben, ihr, um zu leben;