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aufgetaucht wäre, er würde ſie unterdrückt haben,— der Haß gegen den Hochverräther, der Land und König zugleich verrathen wollte, beſeelte ihn allein. Beſaß er die Papiere, ſo wollte er augenblicklich zum König eilen.
Minute auf Minute verrann, aber mit jeder Minute ſchritt auch die Arbeit des jungen Huſaren rüſtig fort; ſchon glaubte Anton ſich am Ziele ſeiner Wünſche, eben wollte er zum entſcheidenden Stoß mit dem Heft des Meſſers ausholen, als plötzlich eine nervige Fauſt ſeinen Nacken umklammerte und ihn niederwarf.
In ſeinem Eifer hatte er den Eintritt des Barons nicht bemerkt und dieſer, überraſcht, einen Mann in ſeinem Cabinet und dazu mit Erbrechung des Schreib⸗ tiſches beſchäftigt zu finden, war weit entfernt, die wahre Abſicht des Diebes zu ahnen. Aber ein Blick auf das Antlitz des jungen Mannes, den er mit eiſerner Fauſt niederhielt, genügte ihm, erkennen zu laſſen, daß er keinen gewöhnlichen Dieb vor ſich hatte. Ein kurzer, heftiger Kampf entſpann ſich zwiſchen den Beiden, in welchem der Baron Sieger blieb; es gelang dem Letzteren, ſeinen Gegner zu feſſeln, ſo daß dieſer kein Glied zu rühren vermochte.
Warkotſch trocknete die naſſe Stirn und ſetzte ſich in einen Seſſel, um einen Augenblick auszuruhen.
„Er wird einſehen, daß Er jetzt in meiner Gewalt iſt,“ ſagte er, während er die Schieblade öffnete und den Inhalt derſelben einer ſorgfältigen Prüfung unterwarf.„Leugnen und hartnäckiges Schweigen werden Ihm nichts nutzen, ich habe die Mittel, Ihm die Zunge zu loͤſen! Bekennt Er die Wahrheit, ſo werde ich gnädig mit Ihm—“
„Spart die Worte!“ fiel der Huſar mit ver⸗ biſſenem Ingrimm ihm in die Rede.„Habe ich den Muth gehabt, den Einbruch zu verſuchen, ſo fürchte ich mich auch nicht vor den Folgen.“
Der Baron warf einen durchbohrenden Blick auf
den jungen Mann, der ſich nicht überwinden konnte,
kriechende Unterwürfigkeit zu heucheln, vielmehr dem Hochverräther mit ſolch' unverkennbarer Verachtung in's Antlitz ſchaute, daß dieſem kein Zweifel mehr blieb, ob ſeine Ahnung begründet ſei.
„Weshalb richtete Er ſein Augenmerk vorzugs— weiſe auf dieſe Schublade?“ fragte er.
„Weil ich Geld oder Werthpapiere in ihr ver⸗ muthete.“
„Werthpapiere? Er hat etwas Anderes geſucht, als das!“
„Und wenn dem ſo wäre?“ erwiderte Anton.
„Dem iſt ſo!“ fuhr Warkotſch barſch auf.„Ich
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will wiſſen, auf welchem Wege Er in dieſes Cabinet gekommen iſt und was Er hier geſucht hat!“
„Ich kam hieher auf Befehl Seiner Majeſtät unſeres Königs, um einen Hochverräther zu verhaften,“ entgegnete der junge Mann trotzig,„und da die geheime Thüre nicht Euch allein, ſondern auch andern Leuten bekannt iſt, ſo benutzte ich ſie, um der Mög⸗ lichkeit, durch einen Diener zurückgewieſen zu werden, vorzubeugen. Da ich Euch hier nicht fand, ſo ſuchte
ich einſtweilen mir Beweiſe zu verſchaffen, die Eure
Schuld klarer darlegen, als diejenigen, in deren Beſitz der König bereits iſt. Hättet Ihr mich nicht über⸗ raſcht, würde ich wohl nicht vergeblich geſucht haben.“
Auf eine ſo offene Anklage war Warkotſch nicht gefaßt geweſen. Aber die Kleidung ſeines Anklägers und der Umſtand, daß derſelbe allein und ſogar ver⸗ ſtohlen gekommen war, um den reichen, mächtigen Baron von Warkotſch zu verhaften, ließen ihn erkennen, daß der junge Mann nichts Anderes bezweckte, als ihn einzuſchüchtern.
Er erhob ſich, ſein Blick fiel auf das geöffnete Fenſter des Alkovens und jetzt blieb ihm kein Zweifel mehr, daß der Huſar nicht auf Befehl des Königs, ſondern aus eignem Antriebe gehandelt hatte. Er nahm das Licht und leuchtete in den Alkoven hinein, und die Unordnung, welche er dort unter den Acten— ſtößen entdeckte, überzeugte ihn, daß dieſer Raum mindeſtens während einiger Stunden einem Menſchen zum Aufenthalt gedient hatte.
„Er kommt im Namen des Königs und hat es für rathſam gehalten, ſich in den Kittel eines Land⸗ mannes zu ſtecken, ſtatt im ordonnanzmäßigen Anzuge zu erſcheinen,“ ſagte er mit ſchneidendem Hohn. „Wahrſcheinlich hat Er das Cachot verlaſſen und iſt auf eigne Fauſt hieher marſchirt, um Seine Liebſte zu beſuchen,— he? Und als Er ſie nicht fand, hat Er ſich dort im Alkoven verſteckt, um eine günſtige Gelegenheit abzuwarten?“
Anton zitterte vor Wuth darüber, daß er gefeſſelt war und den Hohn dieſes Hochverräthers hinnehmen mußte. Dem Baron entging das nicht, er weidete ſich an den Qualen ſeines Opfers.
„Er hat Manches vernommen, was für Seine Ohren nicht taugt,“ fuhr Warkotſch fort,„das wird Ihn das Leben koſten. Da Er nun meinen Plan kennt, ſo weiß Er auch, daß binnen drei Tagen die Oeſterreicher Schleſien wieder beſitzen werden. Bis zu dieſem Zeitpunct bleibt Er mein Gefangener, nachher ſtelle ich ihn vor Gericht und verurtheile Ihn wegen Einbruchs unter erſchwerenden Umſtänden zum Tode durch den Strang, Er mag dann Seinem Vater Ge⸗


