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armen Wanderer ein Nachtlager, kein Wirth eine Mittags⸗ ſuppe. Unter einer Brücke wuſch ich in einem klaren Forellen⸗ bach mein einziges Hemd, hing es über meinen Stock und ließ es ſo während meines Marſches trocknen. Die Sonne ſchien warm, die Lerchen ſchwirrten, ich aber declamirte den Don Carlos, den Kreon und alle bekannten tragiſchen Helden in die wiederhallenden Berge und Wälder. Am erſten Oſtertage hielt ich endlich unterm Geläute aller Glocken meinen Einzug in Baſel und forſchte nach Herrn Vogel. Aber mein Vogel war weiter geflogen, nach Bern.— Wie weit iſt Bern?— Achtzehn Stunden!— Was iſt zu thun? ich muß nach Bern.— Zuvor wollte ich meinen Paß viſiren laſſen, aber da war am heiligen Tag kein Polizeiſchreiber zu finden. Ich müſſe warten, hieß es, bis nach dem Feſte!— Du All⸗ mächtiger! dachte ich, in Baſel? wo kein Schulze mir Quar⸗ tier anweiſt, wo es höchſtens am Ende der Büttel thut? Da konnte meines Bleibens keine Stunde ſein. Fort! wieder auf den Weg! Den Rhein entlang, nach Rheinfelden zu.— Auf einem Hügel, Angeſichts der ſchönen Schweiz, die ſeit den Tagen meiner Kindheit wie ein fabelhaftes Land vor meiner Phantaſie geſchwebt hatte, ſetzte ich mich nieder, zog meinen Paß und mein Tintefaß hervor und fügte mit einigen kecken Strichen dem„passé pour Bäle“ die beiden Wörtchen „& Bern“ hinzu. Da ich alſo meinen Paß viſirt hatte, lachte ich, und freute mich meines Genieſtreichs. Ich konnt' es ja ebenſo gut als der Polizeicommiſſär! Auf einem Dorfe vor Rheinfelden ſprach in dann bei einem Tiſchler ein, Namens Jacob Dillburger, einem kleinen alten Manne, deſſen ſtäm⸗ mige Ehehälfte eben zwölf Sprößlinge um eine coloſſale Milch⸗ ſchüſſel zu verſammeln im Begriff war. Da kam ich zu rechter Zeit. Man hieß mich willkommen am Milchbaſſin, verrichtete knieend ein Tiſchgebet und hieß mich„tapfer“ mit dem Löffel hineinfahren. Nach patriarchaliſcher Weiſe wurde der Gaſt erſt nach dem Mahle befragt:„Iſcht Er als in der Schwytſch g'ſi? wo marſchirt Er denn hi?“ u. ſ. w., und da ich
aaus einer Gegend kam, wo ſich eben bedeutende Kriegsheere
zuſammenzogen, ſo konnte ich Manches erzählen. Die Familie ſtand, ſaß und hockte um den Fremden herum, der erſtaunliche Dinge aus Preußen und Rußland mit der Lebhaftigkeit eines Augenzeugen berichtete und hochdeutſch wie ein Gelehrter ſprach. Ein Kieferſpan übergoß die weite niedrige Stube mit flackerndem Lichte, einige Spindeln kamen in Gang und der Alte„trank“ behaglich„ſein Pfiefle“.
Der Lichtſpan verkohlte, man ſchüttelte mir die Hand, und wünſchte mir wohl zu ſchlafen, was mir auf meinem thurmhohen ländlichen Bett auch trefflich gelang. Am nächſten Morgen wurde ich mit tauſend Glückwünſchen entlaſſen, die jüngeren Kinder gaben mir bis an die Rheinfelder Brücke das Geleit— mir war's, als ob ich von einer Heimath ſchied.
Mittags hatte ich Solothurn erreicht und dachte, unbe⸗ kannt mit den optiſchen Täuſchungen der Berghöhen, in einer Stunde dort oben zu ſein, wo, wie man mir ſagte, die Berner Canton⸗Grenze iſt. Ich ſtieg und ſtieg, aber die Thäler unter mir waren ſchon in's Dunkel geſunken, als ich den Bergrücken zuerſt erreichte. Da lagen plötzlich noch im hellen Lichte die fernen Gletſcherrippen, ich erſchrack und ſtand erſtarrt von dem Anblick; aus meiner Betrachtung weckte mich jedoch ein barſches„Wer da?“ und ich gewahrte einen uni⸗ formirten Grenzwächter unter der Thür eines hölzernen Hauſes.
Ich wurde vor die Schranke citirt, mein Paß mit Kopf⸗ ſchütteln unterſucht und wurde mir angekündigt, daß man mich eine Stunde weiter zum Ammann transportiren würde.
Folge.
Auf mein ſchüchternes„Warum?“ erfuhr ich, daß der Be⸗ fehl ſei, mit Juden, Zigeunern, Comödianten und anderem Geſindel alſo zu verfahren. Einem begegnenden Bauer ant⸗ wortete er auf die Frage, wen er da führe:„s'iſcht in Cume⸗ diant, und ſyne Papiere ſind nicht in der Ordnung.“ Da fiel mir plötzlich mein Paß⸗Ipſe⸗Fecit auf's Herz, und bald zeigte ſich's, daß es allerdings eine der Urſachen meiner Trans⸗ portation war.
Spät gelangten wir zu dem Dorfe in ein altes, großes, ſchloßartiges Gebäude. Ein hagerer Schreiber empfing mich mit gerunzelten Brauen, die Brille auf der Naſe, meinen Paß nahe an die Flammen des Lichtes haltend, und ſprach die entſetzlichen Worte:„Der Paß iſt falſch!“—„Was— wie— wie ſo?“ ſtotterte ich.—„Nun,“ fuhr er fort,„das iſt doch wohl deutlich zu ſehen, daß dieſes„K& Bern“ von einer andern Tinte herrührt. Ferner ſchreibt man Bern im Franzöſiſchen Berne, ſodann durfte man auch in Straßburg Ihren Paß nur bis Baſel viſiren!“— Er hielt die Viſa mit der einen Hand hoch, mit der andern ergriff er mich am Kragen und drückte mich näher an's Licht. Da war's deutlich, mejne oft aufgefriſchte Tinte war nur allzu raſch in's Gelbe überge— ſchlagen.„Der Paß bleibt da,“ hieß es weiter,„morgen wird Sie der Herr Ammann vorladen. Führt ihn hinunter!“ Auf dieſes Wort folgte ich dem Winke des Gensd'armen und dachte ſehr natürlich, es ginge ins Gefängniß. Aber nein, es ging in's Wirthshaus, wo ich einquartiert wurde. Ich ſaß beſtürzt neben meinem Gensd'armen und einigen Handwerks⸗ burſchen, man reichte mir zu trinken, hörte mit bedenklicher Miene meine Geſchichte und ſprach von„Schub“,—(ſo⸗ wurde nämlich ein ſehr unangenehmer Transport über die Grenze genannt) und ließ noch andere bedenklichere Folgen meiner Paßfälſchung ahnen. Nach einer durchwachten Höllen⸗ nacht trat ich am nächſten Morgen zitternd vor den Ammann. Aber meine Furcht war unnütz, ein mildes Auge prüfte mich einen Augenblick.
„Wohin wollen Sie?“
„Nach Bern zu einer Schauſpielergeſellſchaft.“
„In der ganzen Schweiz iſt jetzt keine deutſche Truppe. Sie müſſen zurück nach Deutſchland; wohin ſoll ich Ihren Paß viſiren?“ 3 „ Ja du mein Gott, wohin?— Nach— nach Nörd⸗ lingen!“ Dort, erinnerte ich mich gehört zu haben, ſei eine Truppe. Aber Nördlingen war achtzig Stunden von meinem gegenwärtigen Aufenthalt entfernt.— Ich bat den Herrn Ammann, mich bei ſich zu behalten und als Schreiber zu be— ſchäftigen, ich beſäße einige Kenntniſſe.„Wir können Aus⸗ länder nicht anſtellen,“ erwiderte er, ſetzte ſich und viſirte meinen Paß über Schaffhauſen nach Nördlingen. Dann drückte er mir einen Schweizergulden in die Hand und ge⸗ dachte der Fälſchung mit keiner Sylbe. So tröſtlich endigte ſich dieſe gefürchtete Stunde.
Der Gulden kam mir wohl zu Statten, meinen Stiefeln eine gründlichere Wiederherſtellung angedeihen zu laſſen. Der Schuſter, bei dem ich anſprach, übernahm es, ſie um dieſen Preis zu beſohlen. Ich ſetzte mich während der drei⸗ ſtündigen Arbeit auf einen Tiſch und baumelte mit den Beinen. Endlich war das Werk vollbracht, aber, o Jammer! die Stiefeln hatten ſich durch die Operation dermaßen verengt, daß ich ſie kaum mit der größten Mühe anziehen und nur mit Folterqualen darin meinen Weg fortſetzen konnte. Bald half ich mir durch einen Kreuzſchnitt in's Oberleder und nun ging denn die Sache ganz leidlich. Nach einigen Tagen hörte ich aus großer Ferne das Rauſchen des Rheinfalles bei Schaff⸗


