536 Novellen⸗ZJeitung.*
Und wen ſie konnten unſ'res Volks erbeuten,(ſich der Gegenſtand ſo feſſelnd, daß jedes datenreiche Den haben ſie verkauft den weißen Leuten, Werk unſere Aufmerkſamkeit verdient. Unſtreitig ge⸗ Auch uns, geliebtes Kind, traf dies Geſchick. hört das vorliegende zu denen, welche am lebendigſten In dumpfem Schiff, weit von der Heimath Strande, geſchrieben ſind, denn der Autor iſt ſolchen Perſonen Hat man uns weggeführt in fremde Lande— zuzuzählen, die das Glück haben, auf Reiſen etwas In Trümmern lag das reichſte Erdenglück. zu erleben, wenn ihm auch freilich der gute Wille
nicht abgeſprochen werden kann, aus kleinen Ereig⸗ niſſen oft ein großes romantiſches Capital zu ſchlagen. Gleich als der Reiſende in Mexiko anlangte,— es war unter der Präſidentſchaft Comonfort’s,— gab es bunte Begebenheiten zu berichten. Wir laſſen hier (in gekürzter Form den Autor Einiges ſelbſt referiren.
Die Königin der Schwarzen, deren Winke
Die Dienerſchaar ſonſt flog, die braune, flinke, Vor der ein Volk im Staub ſich niederwarf: Sie muß nun ihres Herren Feld beſtellen,
Sie muß des ſüßen Rohres Schäfte fällen, Und Mais abmähen mit der Sichel ſcharf.
Am Tage meiner Ankunft— ſo ſagt er— war Ach, alle Qualen hab' ich ſtill ertragen, V es gelungen, eine Revolution im Ausbruch zu erſticken, Gedämpft hab' ich des Herzens leiſe Klagen, infolge deren das reiche und mächtige Franciscaner⸗
Bliebſt du mir doch, mein Sohn, mein einzig Glück! Hat mich der Arbeit harte Frohn bezwungen,
kloſter der Hauptſtadt aufgehoben und theilweiſe de⸗ molirt werden ſollte.
Hab' ich durch dich ſtets neue Kraft errungen, b Das Kloſter der Franciscaner iſt ein mächtiger Getröſtet ſchon hat mich dein Blick. Häuſercomplex und zählt innerhalb ſeiner Mauern allein drei Kirchen und ſieben Capellen. Außerdem um⸗ ſchließt dieſe impoſante und von einer verhältnißmäßig kleinen Anzahl Mönche bewohnte geiſtliche Zwingburg reiche Vorrathshäuſer, prachtvolle Gärten, eine Bi⸗ bliothek und ein Hospital. Daß die Geiſtlichkeit, ſo⸗ wohl der Hauptſtadt, wie des Landes überhaupt, auf das ſtaatliche und ſociale Leben der Republik den Schon kommt der Pflanzer an des Fremden Seite, unheilvollſten Einfluß ausübt, iſt mehr oder weniger
O Kind, ſie wollen nun dich von mir reißen! Fluch euch, ihr harten, mitleidsloſen Weißen! Ja, unſerm Jammer ſeid ihr ewig taub! V In euerm Aug' quillt nicht des Mitleids Thräne, V Wie meines Landes tückiſche Hyäne
So lauert ihr, ſtets gierig auf den Raub.
Dem er verkauft mein Glück und meine Freude: b bekannt; daß ſie aber auch keine Obrigkeit anerkennt, Ich ſoll dich nimmer, nimmer wiederſeh'n!— wenn dieſe ihren Intereſſen nicht entſpricht, daß ſie Ja, nur der Tod kann ewig uns verketten! noch heute in der Inſurrection mit den ſchmählichſten O komm, o komm mein Kind, um dich zu retten, Beiſpielen vorangehen kann, und daß die ſtrenge Clau⸗ Laß uns zuſammen untergeh'n! ſur einen Mönch nicht abhält, ſich in die Angelegen⸗
1 heiten dieſer Welt zu miſchen, beweiſen allein ſchon Sie ſtürzt empor in namenloſem Schmerze, die Greuel, welche in vergangener Nacht aufgedeckt
Sie preßt den Sohn an's treue Mutterherze
Und küßt ihn wach, netzt ihn mit Thränen lind. Der Pflanzer ruft; ſie fliegt hinab zum Strande, Am Abend meiner Ankunft in Mexiko empfing der Ein Sprung zerſprengt der armen Sclavin Bande— die Wache inſpicirende Stabsofficier die Meldung, die Der Strom verſchlang die Mutter und ihr Kind. Möͤnche beherbergten Verſchwörer, welche die Truppen zu einem Abfall zu verleiten ſuchten. Alsbald veranlaßte der Major die Durchſuchung des Kloſters, welches nach Beſtätigung des Verdachtes vom Präſidenten Comonfort aufgehoben wurde.
Am folgenden Morgen gingen wir in dieſes Kloſter San Francisco, wo nach der Erzählung des Generals Gadſten, Miniſters der Vereinigten Staaten,
Reiſe in die Vereinigten Staaten, Canada ſchaudererregende Thatſachen zu Tage gekommen waren, und Mexiko. Von J. M. v. Müller. Leipzig, deren ich gedenken muß. bei Brockhaus. Gleich zu Anfang der Occupation des Kloſters
Die Zahl der Reiſewerke, die Sie über dieſe hatte man über zwanzig Mädchen und Frauen gefun⸗ Gebiete in der franzöſiſchen, engliſchen und deutſchen den, die, theilweiſe ſchon vor Jahren plötzlich ver⸗ Literatur finden, iſt nicht gering; zugleich aber zeigt ſchwunden und von ihren Angehörigen als todt beweint,
worden waren und das Kloſter der Franciscaner zum Schauplatz gehabt hatten.
Literariſche Briefe von Otto Banch.
ttwa ſe Lumpen,? Mauer, e in einen K liggen kon eine oben, Reinigung I efangeuſch lice nicht! Coufratres ſchiedene die Monch Mordes meinſchaf öffentliches ſchuld auf Der pxeiſt die tigſten der und dem ungeheuerr wuͤnſchten Magnegra geſteigen Strenge und die uns von, Begtiff z Unſ Kloſterki gegenwa Armuth nicht ver nakel de nehmen. vor dem auf und Schlupfr noch wa der Gor und ſich Arbeiten neuen begonne


