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Vierte Holge. 53⁵
dächtiges Geſindel aus und ein, daß die Naſe eines
preußiſchen Officiers leicht Unrath wittern könnte.“
Der Baron erhob ſich.„Alſo reiten wir,“ er⸗ widerte er kurz entſchloſſen;„wenn der Adjutant kommt, muß er warten.“
„Und wie ſteht's mit dem Curatus?“ forſchte Kappel.
„Darüber reden wir heute Abend. Der Pfaffe muß beſeitigt werden, ſobald er überflüſſig gewor⸗ den iſt.“
Der Jäger nickte zuſtimmend und folgte ſeinem Herrn, der, den Markgraf zu allen Teufeln wünſchend, ſich auf's Pferd ſchwang und augenblicklich in geſtreck⸗ tem Galopp davon jagte.—
Der König empfing den Edelmann mit kalter Zurückhaltung; ſeine erſte Frage war, was die Baro⸗ nin zu dem ſchönen Mündel ſage, welches gegen ſeinen Willen im Schloſſe zurückgehalten werde?
Warkotſch ſtutzte.
„Ich rathe Ihm, laſſe Er der Jungfer ihren freien Willen,“ fuhr Friedrich mit gemeſſenem Ernſt fort, „ſie hat Pflegeeltern und einen Bräutigam, alſo Vor⸗ mundſchaft die Hülle und Fülle.“
Der Baron bißſich auf die Lippe und warf einen durchbohrenden Blick auf Maßmann.
„Was man auch Eurer Majeſtät über mich be⸗ richtet haben mag, ich bin vollkommen in meinem Rechte,“ entgegnete er trotzig.
„Werde es unterſuchen!“ fiel der König ihm in
Entſchiedenheit, mit welcher Warkotſch die Frage ver⸗ neinte, fühlte die Baronin ſich beruhigt; ſie wollte das Cabinet wieder verlaſſen, aber ihr Gatte erſuchte ſie, noch einen Augenblick zu weilen.
(Fortſetzung folgt.)
Die Mohrenkönigin.*)
Die Tochter Sudans, von des Nigers Rande, Sie weilt nun fern an des Miſſouri Strande,
Der Freuden bar, von düſt'rem Gram erregt;
Sie knieet nieder auf des Raſens Flechten, Des Buſens Sturm ſtillt ſie mit ihrer Rechten, Und Thränen weint ſie, wild bewegt.
Doch vor ihr ſchlummert auf dem weichen Pfühle, Ermattet von des Tages Brand und Schwüle,
Ein kleiner, krausgelockter Negerſohn;
Ihn ſchirmt das mächt'ge Blatt vom Piſangbaume, Der Knabe lächelt ſelig ſtill im Traume,
Als ſpräche er dem grauſen Schickſal Hohn.
Und lauter noch, als des Miſſouri Wogen,
Die donnerrollend, jach vorüberflogen,
Erklang der Wüſtentochter Klagelied;
Wie in Nigritien der Löwin Stimme,
Wenn ſie ihr Junges ſchützt in wildem Grimme, Laut ſchallt durch Schlucht und Thal und Ried.
die Rede.„Jetzt reite Er mit dem Markgrafen Karl und dem Generaladjutanten von Kruſemark und erzeige Er mir den Gefallen, die Herren auf die Schwierig⸗ keiten des Terrains aufmerkſam zu machen, nachher dinirt Er bei mir!“
Weh' mir, ſo ruft ſie, weh' dir, theurem Sohne! Auf deiner Wiege, ach, lag eine Krone,
Du ſtreckteſt lächelnd deine Hand darnach.
Zwoͤlf Krieger fremden Stammes, braun und hager,
Ohne eine Antwort abzuwarten, verließ der König Umringten ehrfurchtsvoll dein reiches Lager nach dieſem Befehl das Zimmer; gleich darauf trat Und hielten Wacht bei Nacht und Tag. der Markgraf in Begleitung des Generaladjutanten Ha, wenn dein Vater und ſein reich Gefolge, ein.— Entblößt die ſpitzen Damascenerdolche,
Erſt ſpät am Abend kehrte der Baron in ſein Daher zog auf des Marktes weitem Raum, Schloß zurück. Er fühlte ſich ermüdet und entließ, Anbetend warf ſich dann im Staube nieder, nachdem er ſich umgekleidet hatte, den Jäger, der, Das Volk und jauchzt' dem ſchrecklichen Gebieter, ebenfalls erſchöpft, ſofort nach Hauſe ging, um ſein Voll Ehrfurcht küſſend ſeines Mantels Saum. Lager aufzuſuchen.. 1
Kaum hatte Kappel ſich entfernt, als die Baronin Fluch ihm, der dieſe Herrlichkeit uns raubte, in das Cabinet trat. Sie fragte ihren Gatten ohne Der deinem Vater riß die Kron' vom Haupte! Umſchweife, ob das Gerücht, daß er geſonnen ſei, zur Srederngun ae Felaug aenne yntten
1 3 u u'r in unſ'r. katholiſchen Kirche überzutreten, auf Wahrheit beruhe. Dein Bater fant in ſeiner Krieger Mitten,
Warkotſch konnte ſeine Beſtürzung nicht verheh⸗ 1 b len, es befremdete ihn, daß ein ſolches Gerücht über Und alles Glück ward nun des Jammers Bild.— ihn in Umlauf geſetzt war, um ſo mehr, als er niemals*) Aus„Eichen und Roſen. Gedichte von Wilhelm Opel. Anlaß dazu gegeben hatte. Durch die Ruhe und Offenbach a. M., J. P. Strauß'ſche Buchhandlung. 1866.“


