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daß der Baron das Geheimniß kennt, aber ein Auf. tritt, der im Auguſt dieſes Jahres zwiſchen uns ſtatt⸗ fand, bewog mich, zu reden. Ich hatte ſchon vor einigen Jahren darauf angeſpielt, daß ich mehr wiſſe, wie er vermuthe, er ſchöpfte Verdacht und warf einen Blick in das Kirchenbuch. In dieſem fand er nur den Todtenſchein ſeiner Frau, nicht den ſeines Kindes, und als er kurz darauf erfuhr, daß Maria nur das Pflegekind Halbach's und ein Findling ſei, ahnte er den Zuſammenhang. Jetzt werden Sie begreifen, wes⸗ halb er Maria ihren Pflegeeltern entriß und ſich zu ihrem Vormunde aufwarf!“
Die Baronin nickte wehmüthig.„Ich habe längſt geahnt, daß ein ſolches Verhältniß zwiſchen meinem Gatten und ſeiner Mündel beſtehen müſſe,“ ſagte ſie leiſe.„Aber Ihr erwähntet vorhin eines Auftritts—“
„Ganz recht.
Preußen hier im Schloſſe Quartier genommen. Dar⸗
auf vertrauend, daß er ein gerechter, menſchenfreund⸗
licher Monarch ſei, beſchloß ich, mich an ihn zu wenden
und mein gutes Recht zu fordern, welches die Richter mir verweigerten. Der Schulmeiſter ſetzte eine Bitt— ſchrift auf, ich harrte im Park verſteckt des Augen⸗ blicks, in welchem der König erſchien. Baron und ein Officier begleiteten ihn. Ich warf mich vor dem König auf die Kniee und ſchon wollte er die Bittſchrift in Empfang nehmen, als dex Baron ſie mir mit dem Ruf: das Weib iſt wahnſinnig! ent⸗ riß. Der König aber beſtand darauf, die Schrift zu leſen und der Baron mußte ſie auf ſeinen Befehl dem Officier übergeben.“
„Welchen Erfolg hatte ſie?“ fragte Maria.
„Keinen; ich erhielt keine Antwort, noch weniger mein Recht; das Einzige, was ſie mir einbrachte, war ein Peitſchenhieb.“
„Ein Peitſchenhieb?“ wiederholte die Baronin entſetzt.
„So iſt es,“ fuhr die Alte grollend fort.„Kaum hatte der König ſich entfernt, als der Baron, der bei mir ſtehen blieb, die Peitſche erhob und einen Hieb
nach mir führte, der einen blutigen Streifen über
mein Geſicht zog.“.
„Entſetzlich!“ flüſterte Maria.
„Dazu kann ich nicht ſchweigen, lange genug habe ich's gethan, aber meine Geduld iſt zu Ende, ich muß Genugthuung haben, Rache.“—
„Haltet ein!“ fiel die Baronin ernſt der Bettle⸗ rin in's Wort.„Ueberlaßt die Rache Dem, der über uns Alle zu Gericht ſitzen wird. Ich will für Eure Zukunft Sorge tragen, dagegen gelobt mir, daß Ihr auf die Rache verzichten und Euren Feinden verzeihen wollt.“
auf dem Spiele, die Bahn, Im Auguſt hatte der König von V
Er kam, der
Holge. 533
Die Alte ſchüttelte den Kopf.„Sie haben ein gutes Herz, und Manches, was der Baron durch ſeine Rohheit und Hartherzigkeit verbrochen hat, machen Sie wieder gut,“ ſagte ſie.„Aber können Sie die Erinnerung an jene Schmach in meiner Seele tilgen?
Dennoch wollte ich ſchweigen und zu vergeſſen ſuchen,,
wenn—“
„Wenn?“ fragte die Baronin, als die Bettlerin ſtockte.
„Ich darf's nicht verſchweigen, ſo gerne ich Ihnen auch den Schmerz und den Gram erſparen möchte; es iſt beſſer, daß Sie es jetzt erfahren, als ſpäter, wenn Alles verloren iſt.“
„Aber mein Gott“—
„Die Ehre und das Vermögen des Barons ſtehen welche er betreten hat, führt ihn zur Schande; mag er auch das vorgeſteckte Ziel erreichen, ſie wird ſeinen Namen für ewige Zeiten brandmarken.“
V„Das iſt eine Verleumdung!“ rief die Baronin entrüſtet.„Mein Gatte wird keinen Schritt thun,
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der auf ſeine Ehre einen Makel werfen könnte!
„Was ich mit meinen eigenen Augen geſehen und mit meinen eigenen Ohren gehört habe, das laſſe ich mir nicht abſtreiten,“ fuhr die Alte gemeſſen fort; „mögen Sie's glauben oder nicht, ich ſage Ihnen,
„Was ſollen dieſe Worte bedeuten?“ fragte die Baronin ſtreng.„Bedenkt, wem Ihr das ſagt und daß ich Rechenſchaft fordern werde für jedes Wort der Verleumdung.“
Die Bettlerin erhob das Haupt und ſah der Baronin feſt und ruhig in's Auge.
„Fragen Sie den Baron, ob er leugnen kann, daß er mit dem Curatus Schmidt in Siebenhuben heimliche Zuſammenkünfte hat? Fragen Sie ihn, ob es eine Verleumdung ſei, wenn ich behaupte, daß Kappel der Zwiſchenträger zwiſchen ihm und dem ka⸗ tholiſchen Geiſtlichen iſt? Wiſſen Sie, wohinaus das ſoll? Der Baron will ſeinen Glauben verleug⸗ nen und zur katholiſchen Kirche übertreten.“
Die Baronin, welche unerſchütterlich feſt an dem proteſtantiſchen Glauben hing, fühlte ſich tief verletzt. Sie hatte den Baron nie geliebt, nur aus kindlichem Gehorſam gegen den Willen ihrer Eltern eingewilligt, ſeine Gattin zu werden und ſchon oft dieſen Schritt bereut; mußte ſie auch nun noch die Achtung vor ihm verlieren, ſo ging ſie einer trüben Zukunft entgegen. Sie wollte Gewißheit haben; für den Fall die Be⸗ hauptung der Bettlerin auf Wahrheit beruhte und der Baron wirklich ſeinen Glauben verleugnete, war ſie entſchloſſen, ſich von ihm ſcheiden zu laſſen.
Ihr Gatte iſt zum Verräther an ſich ſelbſt geworden!““


