Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
531
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Vierte

Köchin und einem jungen bildſchönen Mädchen, welch' könne.

letzterem die Reinigung der Zimmer und die Aufſicht über das Silbergeſchirr anvertraut war. Unſer jetziger Gutsherr diente damals als Lieutenant in der öſter⸗ reichiſchen Armee, er kam oft zum Beſuch hieher. Er war ein ſchmucker, freundlicher, junger Herr, den Jeder

gern kommen ſah. Als er zum erſten Male in ſeiner V zahlen, welches zur Beſtreitung meiner Bedürfniſſe

Uniform hier erſchien, bemerkte ich, daß Maria, unſer hinreiche.

Folge. 531

Er ging arglos in die Falle; acht Tage ſpäter ſah ich ihn eines Abends in mein Zimmer treten. Er beſchwor mich, ihm beizuſtehen und die Heirath des Majoratsherrn zu verhindern, ich könne auf ſeine Dankbarkeit vertrauen; falls ſein Bruder unſer Vorhaben entdeckte, wolle er mir ein Jahrgehalt

Ich erwiderte, eine Entdeckung könne nicht

Stubenmädchen, ihn mit ihren verſtohlenen Blicken ausbleiben, denn mein Plan beſtehe darin, daß er verfolgte, und da ich an dem Wohl und Wehe die Braut ſeines Bruder heirathen ſolle. Er ſtutzte.

des jungen Mädchens innigen Antheil nahm, ſo ver⸗

i icht, es vor d allſtricke rnen, 1 fehlte ich nicht, es vor den Jallſtricken zu warnen ſagte ich, die Trauung ſoll heute Nacht in der Schloß⸗

welche die Männerwelt uns ſchwachen Geſchöpfen legt.

Sie verſprach, meine Warnungen zu beherzigen, und

es wäre beſſer für ſie geweſen, wenn ſie es gethan

hätte. Es gelang dem Verführer, das Opfer in ſein Netz zu locken.

Zu ſpät entdeckte das betrogene, ent⸗ ehrte Mädchen ſich mir, der Verführer war abgereiſt, ohne von der, welcher er nicht nur Liebe und Treue, ſondern auch die Ehe verſprochen hatte, Abſchied zu nehmen. Die Niederkunft ſtand ſchon innerhalb der nächſten drei Monate zu erwarten; ich wußte, daß inzwiſchen der junge Herr zum Gehburtsfeſte ſeines Bruders hieher kommen würde und entwarf im Stillen meinen Plan.

Mein Herr beſaß ein gutes Herz und einen recht⸗

lichen Sinn, ihm entdeckte ich Alles; ich machte ihn

darauf aufmerkſam, daß Maria eine Waiſe und alſo in doppelter Beziehung ſeine Schutzbefohlene ſei und daß das Gerücht ihn als den Verführer des Mädchens bezeichnen werde.

Dem Herrn Baron leuchtete dies Alles ein, er erklärte ſich bereit, meinem Wunſche zu willfahren, in ſofern die Ehre ſeiner Familie nicht darunter leide. Ich bat ihn, deshalb unbeſorgt zu ſein und mir freie Hand zu laſſen. Ich wußte, daß der Lieutenant nichts ſo

Nur auf dieſem Wege können wir vorbeugen,

capelle ſtattfinden, ſomit bleibt uns keine Zeit, einen andern Weg zu ſuchen. Er zögerte, aber ich wußte ſeine Bedenken zu beſeitigen. Ihr Herr Bruder, erklärte ich ihm, will erſt dann ſeine Vermählung Fhnen anzeigen, wenn dieſelbe vollzogen iſt, deshalb auch findet die Trauung zur Nachtzeit und vor wenigen Zeugen ſtatt. Gehen Sie auf meinen Plan ein, ſo werde ich meinem Herrn einen Schlaftrunk brauen, daß er vor morgen Mittag nicht erwachen ſoll. Sie gehen in die Capelle, knieen neben der Braut nieder und werden mit ihr vermählt., Der Lieutenant ſchwankte, die Furcht vor dem Zorne ſeines Bruders und die Beſorgniß, der Betrug könne während der Ceremonie entdeckt werden, hielten ihn noch zurück. Aber als ich ihm erklärte, daß die Vorkehrungen, die ich getroffen habe, eine Entdeckung des Betrugs un⸗ moͤglich machten, ich auch den Zorn ſeines Bruders beſchwichtigen werde, nachdem das junge Ehepaar abgereiſt ſei, willigte er ein, und mein Plan gelang vortrefflich. Maria war von Allem unterrichtet, ebenſo ein Geiſtlicher gewonnen; der Lieutenant erkannte nicht eher, daß er überliſtet war, bis nach beendeter Cere⸗ monie die junge Frau den Schleier zurück warf, um ſeine Verzeihung zu erflehen. Er gerieth in eine

ſehr befürchtete, als eine Heirath ſeines Bruders, Wuth, die nahe an Raſerei grenzte und ſtieß die heftigſten auf den, als den Majoratsherrn, die Herrſchaft über- Verwünſchungen gegen Maria und mich aus. Ich gegangen war, während der jüngere Sohn ſich mit hatte dies vorausgeſehen und mich mit der jungen

einem kleinen Legat begnügen mußte. Starb mein Herr, ohne Nachkommen zu hinterlaſſen, ſo erbte deſſen Bruder die Herrſchaft. mein Herr ſtehe im Begriff, eine junge hübſche Dame zu heirathen, und da mir dies aus leicht begreiflichen Gründen nicht zuſage, ich auch ſehr wohl wiſſe, daß eine Heirath des Majoratsherrn ſeinen Wünſchen

und Hoffnungen entgegenlaufe, ſo wolle ich ein Bünd⸗

niß zum Zweck der Verhinderung dieſer Heirath mit ihm eingehen. Das Mittel, welches uns zum Ziele führen werde, kenne ich, er möge unverzüglich, ohne ſeinen Bruder davon in Kenntniß zu ſetzen, zu mir kommen, damit ich ihn in meinen Plan einweihen

Ich ſchrieb nun dem Letzteren,

Frau, ehe ſeine Wuth in Thätlichkeiten ausartete, in ein anſtoßendes Gemach geflüchtet. Am nächſten Morgen verließ der Lieutenant das Schloß, nachdem er zuvor eine Unterredung mit ſeinem Bruder gehabt hatte. Auf Befehl meines Herrn mußte die Heirath geheim bleiben. Als Maria zwei Monate ſpäͤter mit einem Töchterchen niederkam, gebot er, das Kind im Dorfe auszuſetzen. Es ſei in Sünde und Schande geboren, ſo ſolle es auch in Noth und Armuth auf⸗ wachſen, erklärte er barſch, als ich mit Thränen in den Augen ihn bat, dieſen Befehl zurückzunehmen; Niemand dürfe wiſſen, wem das Kind angehöre; wage (ic, das Geheimniß zu enthüllen, ſo werde er die

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