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Vierle Folge. 519
„Ritter?— Maßmann, wohl derſelbe,, der im Grenadiere und zwar über kein geringeres Thema, erſten ſchleſiſchen Feldzuge bei Prag zum Krüppel ge⸗ als über die Gefangennehmung unſeres Königs.“ ſchoſſen wurde?“ Der Kammerdiener trat beſtürzt zurück.
„Zu Befehl, Majeſtät.“„Verhaltet Euch ruhig, Maßmann, und hört weiter.
„Auf Gerüchte gebe ich nichts,“ wandte der König Ich konnte aus dem Geſpräch, welches flüſternd ge— ſich zu dem Officier.„Ziehe Er die nöthigen Erkun⸗ führt wurde, nur ſo viel entnehmen, daß der Baron digungen ein und verſäume Er nichts, was zur Ent- von Warkotſch mit den Oeſterreichern ein Bündniß deckung des Mörders führen kann.“ geſchloſſen und ſich dieſen gegenüber verpflichtet hat,
„Der That verdächtig ſind bereits zwei Indivi⸗ den König todt oder lebendig ihnen auszuliefern und duen verhaftet,“ fuhr der Officier fort.„Die Land⸗
Zzwar ſchon in den nächſten Tagen. Einige Grenadiere leute Winkler und Halbach haben kurz vorher mit dem des Königs ſind von dem Verräther gewonnen, ſie Ermordeten in der Schenke geſeſſen und wahrſch
einlich werden in der Stunde des Verraths entweder ſelbſt
Wortwechſel mit ihm gehabt; zudem ſind dieſe Leute vor den Zimmern des Königs als Wachtpoſten ſtehen,
durch den Baron von Warkotſch bei der Leiche be⸗ oder, wenn ſie das nicht ermöglichen können, die Auf⸗
troffen worden.“ merkſamkeit der Wachtmannſchaft zu beſchäftigen und „Das möͤchte ich eher als einen Beweis für ihre
die Verfolgung der Verraͤther zu verhüten ſuchen.“ Unſchuld gelten laſſen,“ unterbrach Friedrich ihn. Und dieſer Verrath ſoll das Werk des Baron „Iſt dieſer Winkler der Vater Seines Huſaren, Maß- von Warkotſch ſein?“ fragte Maßmann, zweifelnd mann?“ das Haupt ſchüttelnd.„Ich glaube, Ihm hat im
Der Kammerdiener nickte, er hatte jetzt die letzte Arreſt allerlei confuſes Zeug getraͤumt und Er bildet Hoffnung auf einen günſtigen Erfolg ſeiner Fürſprache ich ein, jener Traum ſei Wahrheit geweſen; ich wage wahrhaftig nicht, einen ſolchen Verdacht Seiner Maje⸗
verloren. 72 onu or„ ubon 9 „Trete Er ab, Lieutenant, und vergeſſe Er nicht, ſtät gegenüber zu äußern. die genaueſten Erkundigungen einzuziehen. Ihm, Maß⸗„Das ſollt Ihr ja auch nicht,“ beſchwichtigte der
Huſar die auftauchenden 2 edenken des Kammerdieners. „Ihr wißt ſehr wohl, daß der König große Stücke auf den Baron hält und eher an alles Andere, denn ſan einen Verrath von Seiten dieſes Mannes glaubt, deshalb vertraue ich Euch das Geheimniß an. Ich werde jetzt mich unverzüglich nach Schönbrunn ver⸗ fügen und Nachforſchungen anſtellen; beobachtet Ihr inzwiſchen ſcharf die Umgebung des Königs und ſorgt dafür, daß Ihr während der Nacht munter bleibt.“
mann, rathe ich, ſich um den Schlingel, den Deſerteur, nicht mehr zu kümmern.“
Nach dieſen Worten eilte der König hinaus, um den Reſt des Tages ſeiner treueſten Freundin, der Muſik, zu widmen.
Der Kammerdiener trat in's Vorzimmer, ſein erſter Blick fiel auf einen jungen Mann, der die Klei⸗ dung eines Landmanns trug. Seine Beſtürzung war nicht gering, als er in ihm den Huſaren erkannte, fur den er noch vor wenigen Augenblicken beim Könige Maßmann nickte zuſtimmend.„Ich will nichts ſeine Fürſprache eingelegt hatte. verſäumen, was zur Abwendung der Gefahr beitragen
„Still, ſtill,“ flüſterte Anton, während er ſich kann,“ erwiderte er.„Jedenfalls aber hätte Er beſſer raſch dem Kammerdiener näherte,„meine Anweſenheit gethan, die beiden Grenadiere verhaften zu laſſen, hier muß Jedem außer Euch ein Geheimniß bleiben.“ dadurch würde er ſich manche Unannehmlichkeit erſpart Aber um Gotteswillen, bedenke Er doch—“ und Seine Behauptung Wahrſcheinlichkeit erlangt
778 „Fallt mir nicht in's Wort und ſorgt nicht um haben.“ mich, wenn das Leben des Königs gefährdet iſt,“ fuhr„Das wäre der kürzeſte Weg geweſen, die kaum
der Huſar in fieberhafter Aufregung fort.„Glaubt entdeckte Spur ſofort wieder zu verlieren. Warkotſch. Ihr, ich würde ſo ohne Weiteres aus dem Arreſt iſt mit allen Hunden gehetzt, erführe er die Verhaftung entflohen ſein, wenn mich nicht triftige Gründe dazu eines Mitſchuldigen, würde er Mittel finden, nicht veranlaßt hätten? Habt ein wachſames Auge auf Alles, V allein ſich von jedem Verdacht zu reinigen, ſondern auch was um den König vorgeht.— Ich lag heute Mittag ſeine Pläne beſſer zu verbergen. Wir hätten dadurch im Arreſtlocal auf dem Fußboden und zwar dicht an nichts gewonnen, und was mich betrifft, ſo fürchte der Wand, welche die Arreſtſtube von dem Wacht⸗ ich jetzt den Zorn Seiner Majeſtät nicht mehr; Ihr zimmer trennt. Die Wand iſt dünn, ich verſtand wißt ja, wo ich bin und was mich veranlaßt hat, jedes Wort, welches in der Wachtſtube geſprochen aus dem Cachot zu entfliehen. Gelingt es mir nicht, wurde. Da vernahn ich denn die Unterredung zweier den Schurken zu entlarven, ſo kehre ich in's Gefäng⸗


