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täͤdchens an, ſie Hatten zu dieſem nicht enträthſeln; e und da unter ben zu ſchenken, orgſame Mutter Die Theilnahme Maria's empor, ar die Nachricht täönig um Schutz ruhiger in die
Hewohnheit und ung heute dem ie Gluth, welche
in Folge deſſen ſich über ſein Antlitz ergoß, gab dem Feuer in ſeinen dunklen Augen einen dämoniſchen
Ausdruck.
Durchſchaute er mit dem, jedem böſen Gewiſſen eigenen Scharfblick die Hoffnungen Maria's, oder waren ſie ihm durch irgend einen Zufall bekannt ge⸗ worden,— genug, er hatte gleich nach ſeiner Rück— kehr von Woiſelwitz in Gegenwart ſeiner Mündel der Gattin die Begegnung mit Anton und die Folgen derſelben mitgetheilt, und es konnte dem Mädchen nicht entgehen, daß der Baron ſich an ihrer Beſtürzung über dieſe Hiobspoſt weidete. Aber gerade dieſe Nach⸗ richt, welche im erſten Augenblick ihren Hoffnungen einen gewaltigen Stoß gab, befeſtigte ſie in dem Ent— ſchluſſe, daß ſie ſelbſtſtändig handeln und durch die Flucht ſich der Vormundſchaft des Barons entziehen müſſe. Sie erwartete jetzt mit fieberhafter Ungeduld den Augenblick, in welchem Warkotſch, nach der im Schloſſe herrſchenden Sitte, die Tafel aufhob, um in ihrem Schlafgemach den Plan zu einer heimlichen Flucht zu entwerfen.—
Aber in dem Augenblick, in welchem der Baron ſich erhob, ſtürzte plötzlich ein Diener mit dem gellenden Ruf:„Mord! Mord!“ in den Saal.
„Was iſt?“ fragte Warkotſch mit kalter Ruhe. „Wie kann Er ſich unterſtehen—“
„Gnädiger Herr, vor dem Schloßthore liegt ein Ermordeter!“ fiel der Diener mit allen Zeichen der Angſt und des Entſetzens ſeinem Herrn ins Wort.
„Das bringt den Burſchen aus der Faſſung!“ wandte der Baron ſich mit verletzendem Hohn zu den Damen, die das Entſetzen des Dieners theilten.„Wer iſt der Ermordete? Wer fand ihn?“
Der Diener zuckte die Achſeln und folgte ſchweigend ſeinem Herrn, der raſch den Saal verlaſſen hatte.
Vor dem Schloßthore, kaum hundert Schritte von demſelben entfernt, lag die Leiche des Amtsboten Ritter, welche mehrere Landleute umſtanden.
Der Curatus Schmidt hatte ſich über den leb— loſen Körper gebeugt, um die Wunde zu unterſuchen, als der Baron, von einigen mit Fackeln verſehenen Dienern begleitet, hinzutrat.
„Wer hat die Leiche entdeckt?“ fragte Warkotſch. „Und wo hat man ſie gefunden?“
„Hier auf dieſer Stelle,“ erwiderte Winkler, der ſich unter den Umſtehenden befand.„Der Mord iſt erſt vor Kurzem verübt worden, denn noch vor zwei Stunden ſaß Ritter bei uns in der Schenke.“
„Auffallend und verdächtig ſcheint es, daß dieſer Dolch, der in der Bruſt des Ermordeten ſteckte, die Waffe eines Oeſterreichers iſt,“ ſetzte Halbach hinzu.
Der Baron warf einen finſteren, durchbohrenden
Vierte Holge.
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Blick auf den Sprechenden und entriß ihm haſtig den Dolch.
„Wie kann Er eine ſolche Behauptung auſſtellen!“ entgegnete er barſch.„Die Preußen beſitzen eben⸗ ſowohl öſterreichiſche Waffen wie die Oeſterreicher von den Preußen erbeutet haben. Wer kann über⸗ haupt wiſſen, ob dieſer Dolch nicht das Eigenthum eines Schönbrunner Bauern iſt? Die Sache ſoll ſtreng unterſucht werden, und da Ihr beide, Winkler und Halbach, behauptet, mit dem Ermordeten noch vor zwei Stunden in der Schenke beiſammen geweſen zu ſein, ich aber nicht wiſſen kann, ob bei dieſer Ge⸗ legenheit nicht irgend etwas ſich ereignet hat, was zu dem Morde Anlaß gab, ſo verhafte ich Euch und Ihr werdet in Haft bleiben, bis Eure Unſchuld ſich herausgeſtellt hat.“
„Da haben wir's,“ flüſterte Halbach zähneknirſchend ſeinem Nachbar zu.„Warkotſch will uns zahm machen, aber er mag mich im Gefängniß ſitzen laſſen bis zum jüngſten Tage, ich werde mir kein Jota von meinem
Recht nehmen laſſen.“ (Fortſetzung folgt.)
Liebe.
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Aus dem Engliſchen des S. T. Coleridge. Ueberſetzt von Alice Salzbrunn.
Was nur uns konnte je beglücken In unſerm Denken, Thun und Sein, War Prieſterdienſt im Hochentzücken, Dienſt in der Liebe Himmelsſchein.
Oftmals in meinem wachen Traume Durchleb' ich froh mein höchſtes Glück, Zur Bergruine und zum Baume,
Zu jener Stadt kehr' ich zurück.
Der Mondſchein ſtahl ſich zu der Scene, Faſt blendend lag der Abend da,
Und hier ſah meine Freudenthräne Mein einzig Liebchen Ginevra.
Sie lehnte an dem eh'rnen Ritter, Am ſchöngegoſſ'nen Reiterbild,
Und lauſcht' der Harfe Klanggezitter Im zarten Mondenlichte mild.
Sorglos war ſie und niemals bange, Mein herzig Liebchen Ginevra! Doch liebte ſtets in meinem Sange Sie trauerſchöne Weiſen ja!


