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Hoffnung; wenn Kroaten werden Hihm kein Haar
1.„Todt oder jnig einmal in uld nicht wieder rage?“
„Es intereſſirt bald ein Ende Anſchein, als rathe biete, um iß beſſer, wes⸗
ſerin fuͤr den zſches Sümm⸗ eind vor Euch inden könnt!
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telle? fragte Kappel erſtaunt.„Wenn Ihr dieſe Bagatelle eincaſſiren könntet—“
„Für uns Beide wäre ſie allerdings eine bedeu⸗ tende Summe,“ fuhr der Geiſtliche, ihm in's Wort fallend, fort,„was aber kann ſie dem Baron aus— machen, deſſen Güter allein auf dreimalhunderttauſend Reichsthaler geſchätzt ſind?“
„Dem mag nun ſein, wie ihm will, an baarem Gelde erhält er nicht mehr, vielleicht ſind ihm außer— dem noch Verſprechungen gemacht, die ich nicht kenne, — wer weiß das! Was hat er Euch verſprochen?“
„Mir?“ fragte der Curatus.„Tauſend Gulden und eine beſſere Pfarre.“
„Ihr wollt die Pfarre in Schönbrunn haben?“
„Ja. Bewilligt er mir die Forderung nicht, ſo trete ich zurück, er mag dann ſehen, wie er zurecht kommt.“
„Aber bedenkt doch, daß Ihr katholiſch ſeid!“ erwiderte der Jäger.„Wollt Ihr in der That um⸗ ſatteln und die Religion wechſeln, wie man eine abgetragene Perrücke wechſelt? Dahinter ſtecken wichti⸗ gere Gründe, als die Pfarrſtelle in Schönbrunn! Seid offenberzig, vielleicht kann mein Beiſtand Euch Nutzen bringen.“
Der Curatus ließ ſeinen ſtechenden Blick lan ge auf dem jungen Manne ruhen.
„Euer ſehnlichſter Wunſch iſt es, von Eurem Weibe geſchieden zu werden,“ ſagte er nach einer geraumen Weile.
„Iſt dieſer Wunſch nicht gerecht und billig?“ fuhr der Jäger auf.
„In moraliſcher Hinſicht vielleicht, in geſetzlicher nicht. Aber trotzdem will ich die Scheidung über⸗ nehmen, ſobald ich als lutheriſcher Paſtor in Schön⸗ brunn fungire, wenn Ihr dagegen gelobt, mir eben— falls zur Erreichung meiner Wünſche behülflich zu ſein.“
„Laßt hören,“ erwiderte Kappel ungeduldig,„für den Preis, den Ihr mir in Ausſicht geſtellt habt, thue ich ſehr viel.“
„Ihr kennt Marie Halbach, die Mündel des Barons?“
„Allerdings. Was wollt Ihr von ihr?“
„Ich habe das Mädchen gekannt, als es noch
bei ſeinen Pflegeältern war, und ſo ſehr ich auch die
Neigung bekämpfte, die mich zu ihr hinzog, gelang es meinem Verſtande doch nicht, im Kampfe mit dem Herzen den Sieg davon zu tragen.“
Ein eyniſches Lächeln glitt über die Züge des Jägers.„Alſo Maria iſt der Lockvogel, der Euch in die lutheriſche Kirche lockt?“ fragte er.„Wenn ich
Vierte Folge.
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danken an Maria, der Baron giebt Euch ebenſo wenig die Hand ſeiner Mündel, wie dem Sohne Winklers.“
„Das wird ſich finden,“ fuhr Schmidt ruhig fort. „Entweder, oder, dazwiſchen giebt's keinen Weg für den ſtolzen Baron von Warkotſch.“
Der Jäger erhob ſich.„Was ich in der Sache thun kann, ſoll geſchehen,“ ſagte er,„aber bedenkt, daß Ihr nicht nur den Baron, ſondern auch Maria ſelbſt und den jungen Winkler gegen Euch habt. Und nun gehabt Euch wohl, vergeßt nicht, was wir einander gelobt haben und zählt in allen Stücken auf mich.“
Der Curatus hatte kaum die Hausthüre geſchloſſen, als abermals an den Fenſterladen gepocht wurde.
Schmidt öffnete und ſah ſich einem hohen, ſchlanken Manne gegenüber, der, in einen blauen Mantel ge⸗ hüllt und den Hut tief in's Geſicht gerückt, raſch an dem Seelenhirten vorbei in deſſen Studirſtube ſchritt. Hier angelangt, warf er Hut und Mantel ab, ſicht⸗ bar erſchöpft ſetzte er ſich in den Seſſel, der vor dem Tiſche ſtand.
Schmidt nahm ſeinem Gaſte gegenüber Platz und blickte ihn forſchend an.
„Nun?“ fragte er nach einer langen Pauſe. „Seid Ihr mit dem Baron im Reinen?“
Der Fremde zuckte die Achſeln.„Warkotſch kann nie zu einem Entſchluſſe kommen,“ erwiderte er un⸗ muthig.„Vor vier Wochen ſchon war zwiſchen ihm und dem Grafen Wallis der ganze Plan verabredet; er ſollte in der erſten Nacht, die der König in Schön⸗ brunn oder Strehlen zubrachte, ausgeführt werden. Heute flüchtet der Baron ſich hinter den Vorwand: die Sache ſei bedenklich, er ſetze ſeinen Kopf auf's Spiel; wenn der Plan gelingen ſolle, müſſe man ihm Zeit zu den nöthigen Vorkehrungen laſſen.— Tod und Hölle!“ fuhr er vom Seſſel emporſpringend fort,„wenn ich bedenke, daß Graf Wallis mich mit dem gemeſſenen Auftrage hieher geſchickt hat, die An— gelegenheit heute in Ordnung zu bringen—“ „Gemach!“ fiel der Curatus ihm in's Wort. „Der Baron iſt weder eine Memme, noch ein Wort⸗ brüchiger; zögert er, den längſt beſchloſſenen, reiflich bedachten Plan auszuführen, ſo wird er triftige Gründe dafür haben.“
„Natürlich,“ erwiderte der Fremde, über deſſen Lippen ein Lächeln ſchneidenden Hohns glitt,„er zögert, um ſeine Bedingungen und Forderungen noch höher ſchrauben zu können. Aber er mag ſich vorſehen, wenn die Stricke zu ſtraff gefpannt werden, reißen ſie.“ Schmidt warf einen lauernden Blick auf die Züge des Fremden, in denen Haß, Mißgunſt und
als Freund Euch rathen ſoll, ſo entſagt dem Ge⸗
Ungeduld ſich ſpiegelten.„Jeder Arbeiter iſt ſeines


