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Staatsſtreich vom 2. December 1851 ſah Flocon ſich ge⸗ zwungen, Frankreich zu verlaſſen und er begab ſich nach der Schweiz, wo er anfangs in Baſel, von 1856 an in Zürich und ſpäter in Lauſanne in den beſcheidenſten Verhältniſſen wohnte und von ſeinen literariſchen Arbeiten lebte. Unter Andern erſchien von ihm im Jahre 1858 eine franzöſiſche Ueberſetzung von Moleſchott's Schrift über die Nahrungs⸗ mittel. Er blieb den Meinungen ſeines ganzen Lebens treu und nachdem er ihnen mit ſeiner ganzen Thätigkeit gedient hatte, ehrte er ſie durch ſeine Beſtändigkeit.
Der Hauptredacteur des Temps in Paris, Nefftzer, widmet dem Entſchlafenen einen ehrenvollen Nachruf, dem wir das Folgende entnehmen:
„Flocon war einer der ehrenwertheſten Charaktere un⸗ ſerer Zeit. Wir haben das Glück gehabt, ihn in der kämpfenden Epoche ſeiner Laufbahn, damals wo er die Réforme redigirte, perſönlich zu kennen, und konnten daher ſein großmüthiges Herz und ſeinen zugleich feſten und wohlwollenden Charakter ſchätzen, ehe noch die Umſtände, indem ſie ihn an die Spitze der Geſchäfte ſtellten und dann ins Exil jagten, ihm die Ge⸗ legenheit geboten hatten, ihn ganz auszudrücken. Als Mi⸗
niſter des Ackerbaues und des Handels entfaltete Flocon Eigen⸗
ſchaften des Adminiſtrators und des Redners, denen ſeine Gegner Gerechtigkeit widerfahren ließen. Er zeichnete ſich dann in ſeinem Exil durch die ſtolzeſte und beſcheidenſte Würde, ohne Prahlerei irgend einer Art, aus. Den flüch⸗ tigen Glanz von 1848 abgerechnet, war ſein Leben nicht glücklich, wenn man das Glück nach ſeinen Erfolgen abmißt, aber es war in allen Lagen edel und rein und ſeinem An⸗ denken gebührt die vollkommenſte Achtung.“ Am 19. Mai erfolgte in Lauſanne das Begräbniß Mannes, welcher indirect auf die Geſtaltung der po⸗ litiſchen Verhältniſſe in Europa, wie ſie ſich ſeit 1848 aus⸗ gebildet haben, einen ſehr großen Einfluß ausgeübt hat, mit ſehr großer Feierlichkeit. Der ganze Staatsrath, alle Behör⸗ den des Cantons Waadt figurirten in dem Leichengefolge, um dem ausgezeichneten Charakter deſſen, der ſeit einigen Jahren ihr Gaſt geweſen war, eine letzte Ehre zu erweiſen. Viele Einwohner jedes Standes, vollſtändige Arbeiterwerk⸗ ſtätten, Schulen, Geſellſchaften, die Verbannten und viele Freunde Flocons, die aus Frankreich herbeigeeilt waren, be⸗ gleiteten ihn zu ſeiner letzten Ruheſtätte. Unter den Letztern befanden ſich der Capitän Leſueur, der frühere Freund des verſtorbenen Charras, welcher Flocon's Freund geworden war, Victor Chaſſin und die frühern Volksvertreter Victor Chauffour, Bruckner und Etienne Arago, der älteſte Freund Flocon’s. Dagegen hatte ſich von ſeinen frühern Collegen in der proviſoriſchen Regierung kein einziger eingefunden. An ſeiner Gruft hielt Victor Chauffour die Grabrede; Chaſſin verlas die Stellen, worin der nunmehr Verſtorbene die von ihm vertretenen Principien der Demokratie ausgeſprochen hatte und zuletzt ergriff Etienne Arago das Wort, um mit edler nfachheit das intime Leben Flocon's, den Kampf von Tag Tag ſeines alten Freundes, deſſen Exil ein Muſter von
Ziſcher Feſtigkeit, der antiken Rechtſchaffenheit und Be⸗
ſcheidenheit geweſen, deſſen Leben in der Schweiz, beſonders in Lauſanne, die ehrenvollſten Erinnerungen zurückgelaſſen, zu erzählen.
Flocon hinterläßt den Ruf, daß er ein aufrichtiger Pa⸗
triot, ein uneigennütziger Beamter, ein rechtſchaffener Mann
in der ſtrengſten Bedeutung des Wortes und ein politiſcher Schriftſteller erſten Ranges geweſen iſt. C.
Vierte Holge.
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Zur Geſchichte des Tabaks.
Es bleibt nicht mehr der geringſte Zweifel, verſichert Müller, daß der Gebrauch einer Art von Tabak unter ver⸗ ſchiedenen aſiatiſchen Völkerſchaften lange vor der Entdeckung Amerika's bekannt war. Unter vielen trefflichen Berichten über die allgemein verbreitete Tabakscultur ſagt das„Asiatic Journal“:„Wenden wir uns öſtlich, ſo finden wir faſt in allen Ländern den Gebrauch des Tabaks eingeführt.“ In der Türkei verläßt die Pfeife den Mund des Rauchers zu keiner Stunde des Tages, und die feierlichſten Verhandlungen werden im Allgemeinen bei einer Freundſchaftspfeife geſchloſſen, die hier ganz das Friedensrohr(Calumet) der Indianer vertritt. In Oſtindien ſchmauchen nicht nur alle Claſſen, ſondern ſogar beide Geſchlechter dieſen duftenden Rauch. Der einzige Unterſchied zwiſchen den Rauchern beſteht in Form und Stoff der Pfeifen und der Gattung des Rauchtabaks.
In China iſt das Rauchen vorherrſchende Gewohnheit, und Hr. Barrow, der in neuerer Zeit jene Länder durchreiſte, verſichert, daß jede Chineſin von 8 oder 9 Jahren an, eine kleine Börſe mit Tabak und Pfeife, als gleichſam zur Kleidung gehörig, mit ſich trägt.
Aus dieſer uralten Gewohnheit, welcher die Chineſen und andere aſiatiſche Völkerſtämme ſchon in ſo zartem Alter huldigen, ſchließt Pallas mit vielem Scharfſinn, daß das Ta⸗ bakrauchen in Aſien und beſonders in China weit älter ſein müßte, als die Entdeckung der neuen Welt.
Pallas bemerkt auch noch, daß unter den Chineſen und Mongolen die Gewohnheit des Tabakrauchens ſo allgemein, ſo häufig iſt, daß es als ein unentbehrlicher Luxus betrachtet wird. Der Tabaksbeutel mit der Pfeife macht eins der ge⸗ wöhnlichen Kleidungsſtücke aus. Die Form ihrer Pfeifen, welche die Holländer zuerſt nachmachten, iſt ſo eigenthümlich, und endlich die Zubereitung der gelben Blätter, welche ſie in den Händen zu zerreiben und mit den Stückchen die Pfeifen zu ſtopfen pflegen, iſt ſo verſchieden von der weſtlicher Nationen, daß es kaum möglich ſcheint, daß dieſes Alles über Europa von Amerika zu ihnen gekommen, beſonders da China und Perſien durch die unermeßlichen Ländereien von Indien, wo der Gebrauch des Tabaks lange nicht ſo ver⸗ breitet iſt, getrennt ſind. Zur vollſten Beſtätigung dieſer Behauptung ſei endlich noch erwähnt, daß in Kairo in der Bibliothek der Moſchee Mohammed⸗Ali ein Manuſcript altarabiſcher Poeſien aus dem 12. oder 13. Jahrhundert iſt, welches ein Loblied auf den Tabak und die Pfeife enthält.
Der Tabak erfuhr alle Arten von Verfolgungen als moraliſches nnd phyſiſches Gift. Monarchen und Päpſte wiederſetzten ſich ſeinem Gebrauche. Im Jahre 1610 führte man in Conſtantinopel die überführten Raucher in beſchämend lächerlichem Aufzug umher, um ſie für die Uebertretung des Verbots zu beſtrafen. Im Jahre 1623 ſchloß Papſt Urban VIII. alle Diejenigen von der chriſtlichen Gemeinſchaft aus, welche während des Beſuchs einer Kirche Tabak bei ſich trugen. Im Jahre 1634 verurtheilte der moskowitiſche Czaar Michail Feodorowitſch alle Raucher zum Tode. Peter der Große beſtätigte dieſes entſetzliche Urtheil, und erſt viel ſpäter wurden die Tabakraucher nur mit dem Verluſt der Naſe beſtraft.
Der Schweizer Rath verfolgte im Jahre 1653 mehrere Perſonen, welche Tabakspfeifen bei ſich trugen; im Jahre 1661 wurden in Bern und anderen Städten beſondere Tribunale errichtet, um das Verbrechen des Tabakrauchens zu erforſchen und zu züchtigen; die Prediger ſchleuderten die fürchterlichſten Anatheme von der Höhe ihrer Kanzeln auf


