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Zeitung. gin Liipzig.
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J. 1d Marolko V
Maltzan.
4 Thlr.
ſwann in Leipzil
Vierte Folge.
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IV. Jahrgang.
ciine WMlochenchronin für Iiterntur, Aunst, ſchäne Miiſſenſchaften und Geſellſhſt..
Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.
Leipzig, am
Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.
3. Auguſt 1866.
Warkotſch.
Novelle von Ewald Auguſt König.
Der Feldzug des Jahres 1761 war beendet.
Friedrich dem Großen, den das dreimal ſtärkere
Heer der Verbündeten bei Bunzelwitz umzingelt hatte, war es, Dank der Eiferſucht, welche die Anführer der feindlichen Truppen gegeneinander hegten, gelungen, noch einmal dem drohenden Verderben zu entrinnen und ungefährdet die Winterquartiere in Schleſien zu beziehen. Freilich hatte er die Feſtung Schweidnitz durch die Sorgloſigkeit ihres Commandanten, des Generals von Zaſtrow, verloren, indeß dieſer Verluſt ließ ſich verſchmerzen. Vor allen Dingen bedurfte das preußiſche Heer jetzt der Ruhe, um neue Kräfte für den ſiebenten Feldzug zu ſammeln und die Lücken,
welche der ſechste hinterlaſſen hatte, wieder auszu⸗ füllen. Friedrich legte den Kern ſeiner Truppen in das Städtchen Strehlen, er ſelbſt nahm in dem Dorfe Woiſelwitz, welches kaum einen Büchſenſchuß von Strehlen entfernt lag, Quartier und umgab ſich dort mit nur einer Compagnie Leibgarde, trotzdem die Oeſterreicher unter Laudon in der Nähe lagerten.
Er wußte, daß der größere Theil der Bevöl⸗ kerung ihm zugethan war, hatte er doch bereits während des Krieges manchem Uebelſtand abgeholfen und der neuen Provinz den Beweis geliefert, daß ſie bei dem Tauſch nur gewinnen konnte; und wenn hier und da, namentlich unter den Katholiken, die in der Oberherrſchaft eines proteſtantiſchen Königs für ihre Kirche Geſahr erblickten, ſich einige Unzufriedene fanden, die unerſchütterlich feſt mit dem Hauſe Oeſter⸗ reich hielten, ſo konnten dieſe Wenigen gegen die überwiegende Mehrzahl der ihm freundlich Geſinnten nicht in Betracht kommen.
Der König liebte die Stille und Einſamkeit, das


