Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
480
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480 Novellen⸗

klingende Verſifikation der Böttger'ſchen Lyrik, der es außer⸗ dem gegeben iſt, ſich für alle mögliche Stoffe und Situationen zu begeiſtern. So hat ſich hier der Verfaſſer den chriſtlichen Feiertagen und einigen bibliſchen und überhaupt rein menſch⸗

lich religiöſen Themen zugewandt. In der zweiten Abtheilung

wurde auch großer Männer und vaterländiſcher Stimmungen

gedacht. Die Gedanken ſind nirgend hervorſtechend, doch

findet der Verfaſſer jederzeit Vergleiche und allgemeine, be⸗

reits anerkannte Wahrheiten, die in ihrer Verwendung nichts

Gezwungenes haben und mit Hülfe glatter Form beim Leſer

auf gefällige Weiſe ihren Dienſt thun. O. B.

Sonnenblumen und Nachtſchatten. Von Hein⸗ rich Martin. Dresden, bei Wienecke.

Viel weniger als im rein Lyriſchen, Subjectiven glückt es dem Verfaſſer im Spruchgedicht. Nicht nur, weil ihm hierzu die Hauptfactoren: Neuheit der Gedanken und Ori⸗ ginalität des Ausdrucks, fehlen, ſondern weil er in der Form noch ſo ſehr ein ringender und, was noch ſchlimmer iſt, ein die Sache leichtfertig und bequem behandelnder Anfänger iſt:

Sei nicht unzufrieden,

Wenn das Glück auch ſchleicht; Iſt es Dir beſchieden, Sichers Dich erreicht u. ſ. w.

Nichts macht uns ſoviel Beſchwerden,

Als: Stets mißverſtanden werden.

Wüßten wir, wie oft uns das geſcheh'n, Würd'n wir ſchweigend nur auf And're ſeh'n.

Feitung..

Solche Art von Abkürzungen ſind allerdings geeignet, Effect zu machen, aber es iſt der bedauernswerthe unerlaubter Neuheit. Für epigrammatiſche Producte kann nur eine ſchla⸗ gende Form dienen; freilich würde ſie auch da nichts helfen, wo eine große Trivialität des Inhalts alle Mühe überflüſſig macht. Wenn dies der Verfaſſer gefühlt hat, ſo kann man ihm die ſalope Faſſung ſehr wenig, aber die Edition ſeiner Sonnenblumen und Nachtſchatten recht nachdrücklich ver⸗ argen. Dies thuen wir und zwar zum Beſten des ſchon früher dem Autor zuerkannten Talentes. O. B.

Hiſtoriſche Novellen von Adolf Stern. Leipzig, bei Weber, 1866.

Es gehören dieſe ſogenannten hiſtoriſchen Novellen ſehr verſchiedenen Zeiten an und der Verfaſſer, der hier nicht zum erſten Male als Erzähler auftritt, hat es nicht ſtreng darauf abgeſehen, geſchichtliche Zuſtände zu entwickeln, ſondern viel⸗ mehr durch den rothen Faden ſeiner freien Erfindung das Intereſſe der Leſer zu feſſeln. Es geht aus dem Ganzen hervor, daß der Autor dieſen Zweck bei leichter Schürzung und ohne Tiefe der Ausführung in Anbetracht weiter Leſer⸗ kreiſe zu erreichen glaubt.

ordentlich gut gedruckt und ſehr hübſch ausgeſtattet. O. B.

Inhalt: zahr⸗

Eine Novelle in Briefen aus dem fünfzehnten Jahr⸗

hundert. Von Otto Banck.(Schluß.) Gedichte von Egyd Wratislaw Jahn. Aus dem Böhmiſchen übertragen von Alfred Waldau. Ich habe in Dein Herz gelegt O Du, Du biſt die Einzige Wie durch die Lenznacht Liederton. Literariſche Briefe von Otto Banck.

Seuilleton. Der Geſpenſterlärm. Eine providentielle Geiſter⸗ Erſcheinung. Nach dem Engliſchen von Friedrich Coßmann.

Denn wo Furcht und Hoffnungen in Eins zergehen, Werd'n wir theilnahmlos, vernichtet ſtehen.

Ein Wohlthäter der Armen. Ein Tropfen Tinte. Miscellen. Vom deutſchen Büchermarkt.

Im Verlage der Dürr'ſchen Buchhandlung in Leipzig Beutſche Ibende.

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V. Band. Von Oſtern bis Pfingſten. Taſchentuch. Von R. E. Hahn.

Vl. Band. Die Ebenbürtigen. Von Ed. Heuſinger. Wüſtemark. Von Bernd von Guſeck.

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VII. Band. Die Erbin.

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