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t, die Treppt hin⸗ ad ſo dachte ich, ich ds erzählt hätte.“ Es muß Ales Ein⸗ de, liebe Florence, Erlauben Sie mir, zu bleiben, bis Ich bin überzeugt, gehen, wenn meine
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der Zeit höchſt un⸗ einen Zöglingen an da ſie wehklagend zett lag, ſo war es Ihre Matter war gegangen und 7 ader vier Uhr 3
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der armen Leidenden zu bleiben, bis ſie bei der Morgen⸗ dämmerung endlich einſchlief. Voller Aengſtlichkeit über die Folgen einer zweiten einſamen Nacht für die Rockinghams eilte ich ſobald, wie es mir nur möglich war, durch die Stadt nach ihrem Hauſe. Florence begegnete mir an der Thür, ihre großen Augen glänzten, ihre Hand zitterte vor Aufregung, als ſie mich die Treppe hinauf führte.
„O, Miſtreß L—! Es iſt wahr! Es giebt Weſen— Gott mag wiſſen, was ſie ſind,— in dieſem Hauſe. Adele und ich, wir Beide haben ſie geſehen.“
„Sie ſahen dieſelben?“
„Ja, ja. Kommen Sie herein. Komm herunter, Ada.“
Stufenweiſe brachte ich ſie dazu, mir die Ereigniſſe der Nacht zu beſchreiben, denn ihr Schrecken, wenn er grundlos war, konnte nur durch eine Unterſuchung zerſtreut werden; und ſobald er gegründet war, mußten ſofort Schritte gethan werden, um ſie aus dieſer Stellung zu befreien.
„Wir ſaßen Beide,“ ſagte Adele,„in unſerem Schlaf⸗ zimmer und erwarteten jeden Augenblick, daß ſie kommen würden und ſetzten einſtweilen unſere Arbeiten fort. Gegen Mitternacht hörten wir Töne unten im Geſellſchaftszimmer. Florence erzählte mir dann, was ſie in der vorigen Nacht gehört hatte, ganz daſſelbe, was ich Ihnen erzählt und was
ich in der erſten Nacht hier gehört habe. Es war ſchrecklich;
doch da wir zuſammen waren und da der Lärm nirgends weiter als in den beiden Zimmern und auf der Treppe gehört worden war, ſo ertrugen wir es, ſo gut wie wir konnten. Nur befand ſich eine weibliche Stimme darunter, die mich, ſobald ich ſie vernahm, vor Schrecken krank machte. Ich kann es gar nicht beſchreiben.“ Und Adele verbarg ihr Geſicht hinter ihrem Taſchentuche.
„Sie gingen hinunter,“ fuhr Florence fort,„wie früher zu ihrem Abendeſſen und dann wurden die Töne ſchwächer. Während dieſer ganzen Zeit verging die Nacht und wir konnten uns nicht erklären, weshalb ſie nicht kamen. Zuletzt bildete ich mir ein, ich hörte ſie an der Hausthür ſchellen, aber die Entfernung iſt ſo groß, daß ich meiner Sache nicht ſicher war, und dann war jenes ſchreckliche Geräuſch und Gläſerklingen von Zeit zu Zeit in dieſem Speiſezimmer, das ich irrthümlich für das Klingen der Schelle gehalten haben konnte.“
— Florence wollte, ich ſollte mit hinabkommen, um Ihnen die Thür zu öffnen,“ ſagte Adele,„aber das war mehr, als ich zu thun vermochte, während dieſer Lärm fortdauerte. Zu⸗ letzt hörten wir jene drei ſchrecklichen Töne, wie ſie ſtets am Ende erklangen und dann war Alles ſtill. Nach einiger Zeit nahmen wir unſere Kerze und gingen hinab, um für den Fall, daß Sie da wären, die Thür zu öffnen. Natürlich waren wir ſehr erſchrocken, als wir die Treppe hinabgingen, und auf den Treppenabſätzen blieben wir ſtehen und leuchteten mit unſerer Kerze ſo weit wie möglich hinunter, aber wir ſahen und hörten nichts, bis win an die Thür des großen Geſellſchafts⸗ zimmers kamen, deſſen Thür ganz geöffnet war. Ich wußte, ich hatte ſie verſchloſſen, als wir in unſer Schlafzimmer gingen, und wir Beide ſtanden davor, zitternd, voller Furcht, ohne zu wiſſen, ob wir ins Zimmer eintreten oder vorüber⸗ gehen und die Treppe hinabſteigen ſollten, wenn vielleicht Jemand darin ſein und hinter uns herkommen ſollte. Zu⸗ letzt dachte ich:„Wohl, wir ſind in Gottes Hand, obſchon wir ſo verlaſſen ſcheinen,“ und ich beſchloß, unter allen Um⸗ ſtänden ins Zimmer zu treten und zu ſehen, ob ſich daſelbſt ein Schlüſſel zu dieſem furchtbaren Geheimniſſe auffinden laſſe, das uns zum Verhungern treiben wird. Florence wollte mich nicht allein gehen laßſen, ſo traten wir Arm in Arm ein
Vierte Folge.
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und wir hatten Beide die Kerze gefaßt. Zuerſt erblickten wir nichts, was von dem gewöhnlichen Anblick des Zimmers ver⸗ ſchieden war, aber als wir in der Mitte der Stube waren, ſahen wir in dem Spiegel an dem mittleren Pfeiler...“
„Sie kennen den häßlichen, verſchoſſenen Spiegel!“ rief Florence, deren Lippen bei der Erinnerung daran vor Furcht ganz weiß waren.
Ich nickte und Adele fuhr fort:
„In dieſem Spiegel zeigte ſich ein Bild— als wir dem⸗ ſelben noch nicht gegenüberſtanden. Aber ſo dunkel es auch war und obgleich der Spiegel wegen des Mangels der Folie halb verdorben war, ſo war doch kein Irrthum möglich— irgend etwas bewegte ſich und nickte, als wenn es vor dem Spiegel wäre. Ob irgend etwas zwiſchen uns und dem Glaſe war, wovon dieſer Wiederſchein herrührte, danach ſahen wir uns nicht um, denn ſobald wir die Sache im Spiegel geſehen hatten, konnten wir unſre Augen nicht wieder davon abwenden. Es waren ſcharlachrothe und goldene Federn und unter den⸗ ſelben etwas außerordentlich Glänzendes, bis wir zuletzt die ſchreckliche Sache, die es war, ganz deutlich ſahen. Es war das Geſicht einer alten todten Frau von einem flimmernden Kopfputze umgeben und mit Juwelen beladen. Das Geſicht! O, das ſchreckliche Geſicht! Es war ganz das Geſicht einer Leiche, bleich und lang geſtreckt und die Augen todt; aber die Wangen waren roth geſchminkt und es hatte ſchwarze Locken und ſchwarze Augenbrauen, ols ob ſie falſch wären, und große weiße Zähne in den zuſammengefallenen Kinnladen. Ich dachte, ich müßte vor Schrecken wahnſinnig werden.“
„Ganz ſo ging es mir,“ ſagte Florence.„Ich zog den Arm der armen Ada feſt an mich, mich daran klammernd. Endlich aber ſchien das ſchreckliche Geſchöpf mit dem Blicken und Nicken nach ſich ſelbſt im Spiegel ein Ende zu machen und ſie begann, alle Diamanten, welche in ihrem Kopfputz und um ihren ſchrecklichen Hals herum waren, abzunehmen, bis ſie auf einem Haufen auf dem Tiſche lagen. Und dann— dann—“
„Sie kehrte ſich um, als ob ſie ſehen wolle, ob irgend Jemand ſie geſehen habe und in unſrer Todesangſt ließen wir die Kerze fallen und wir Beide liefen aus dem Zimmer fort und Florence ſtieß in der Dunkelheit mit ihrem Kopfe gegen die Thür und ich weiß kaum, was ſich ereignete, bis wir uns wieder oben in unſerm Zimmer befanden; aber ich glaubte, einen ſcharfen, ärgerlichen Schrei ganz in dem ſchrillenden Tone, der mich früher ſo erſchreckt, gehört zu haben. Die kalte, graue Morgendämmerung ſtellte ſich ein und ich hatte kalte Umſchläge um den Kopf der armen Florence zu machen und wir waren hier, bis wir Sie eben an der Hausthür hörten.“
(Schluß folgt.)
Ein Wohlthäter der Armen.
Perſonen, die zu großen Reichthümern gelangen, aber, von Egoismus beſeelt, dieſelben nur für ſich ſammeln und auf ſichere Hypothek anlegen, erfahren höchſt ſelten die Wechſelfälle bewegter Schickſale. Ihr Leben iſt ein jämmer⸗ liches Rechenexemel mit einem immerwährenden großen Plus. Die Wenigen jedoch, welche nicht nur für ſich ſcharren, ſondern dem allgemeinen Beſten und den Armen ihre Schätze öffnen, ſind der Ebbe und Fluth des Geſchickes ausgeſetzt und ſterben oft nicht als Kröſus. Dagegen erben ſie den Himmel des guten Namens. Ihre Gemeinde iſt trotz ihrer ungeheuren Kleinheit, Gottlob! über die ganze Erde verbreitet, damit den


