Wunder war, da icht wäre gerettet fer gekonmen par chrie ich: 5 Gott! und da erblickte Peiſtand, und er⸗ Königzeck. Ob Engel gehalten ir: Fürchtet euch t frei ſeid und Füßen. Da ſah ind war ein gar ertragen. Da t wäͤr, ſo wollte ve Leute wären, Schloß ganz im und blieb kein en Thurm, den äß. Und Ritter und ließ ihnen nun von meinem mir auch wohl und jetzt will lückes, daß ich o viel erlitten, daß ich Ritter verloren, der her ſeiner Liebe was ich thun war mir auch Geld verloren, 3 auch daß ich nuck, auch um
meinen Hausrath, der gut und ſchön geweſen, gebracht worden. Doch bin ich gar traurig und niedergeſchlagen, bei allem dem Glück, worin ich jetzt bin, wenn ich denke, daß ich Urſach bin an Blut und Tod redlicher Leute, die für mich gekämpft haben. Grüße mir Ritter Fritzen, der wohl auch Mitleid mit mir gehabt haben mag.
XXVI.
Jetzt will ich noch ſchreiben, wie ich bin in die Stadt gebracht worden. Freut mich gar ſehr von dir und von Ritter Fritzen, daß ihr großen Theil habt genommen an meinem Unglück und Elend und bin ich freilich Erbarmens und Mitleids wohl werth geweſen. Da nun der geſtrenge und feſte Ritter, Hans von Königseck, mein Erretter und Schutzengel, und ſeine Leute die Veſte zerbrochen und zu einem Steinhaufen gemacht hatten, da hat er Befehl ge⸗ geben, daß man zurückkehren ſollte zur Stadt. Her⸗ nach ſetzte er mich auf einen Wagen, da ich zu ſiech war zu reiten, und ließ den machen, daß ich gar be⸗ quem fahren konnte, er aber ritt neben dem Wagen und war gar ſorgſam, daß mir kein Leid widerfahren möchte. So zog ein Theil des Volkes voran und der andere nach, und der führte viel Gefangener, darunter gar vornehme und gewaltige Ritter geweſen
ſind, aber Ritter Hans ging mir nicht von der Seite.
So zogen wir nun fortan, und da wir eine Zeitlang gezogen waren, da ſahen wir die Stadt von fern, und war mir, als wenn mir das Herz hüpfte in meinem Leibe vor Freuden, da ich jetzt hoffte, mein Kind wieder zu ſehen, das ich gar lange verloren, wo nicht gar todt geſchätzt hatte. So iſt das meine erſte Frage geweſen an Ritter Hanſen, ſobald ich nur mich vom Schrecken erholet, wo mein Kind ſei. Da ſagte er, daß es bei meinem Bruder ſei, und wie die Magd es dahin gebracht habe, das mir gar viel Troſt geben, und nicht wenig gemacht hat, daß es beſſer mit mir worden. Da wir nun nach Gablingen
kommen waren, da war bei Ritter Berchtold von
Knöringen mein lieber Bruder, der Bürgermeiſter, und meine liebe Schwägerin, und deine liebe Schweſter, und die Burggräfin von Burtenbach, des Ritter Hanſens Schweſter. Und da war eine gar große Freude, daß wir einander wieder ſahen, und war ein Küſſen, und Händedrücken, und Fragen ohne Aufhören, ſo konnte ich noch nicht genug antworten, da ich zu müde war und nicht viel konnte reden. Da nöthigte uns Ritter Berchtold, der gar ein Freund war von meinem Bruder, daß wir mußten bei ihm bleiben und eſſen, aber das Volk zog langſam voraus und war der Ritter gar höflich. Hernach ging auch mein Bruder voraus mit
den Frauen, und zogen wir nach. Da wir aber näher
Vierte Folge.
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zu der Stadt kommen waren, da kamen uns entgegen große Haufen von Männern, Weibern und Kindern, geritten und gegangen, und jauchzten und frohlockten, und waren aller Augen auf mich gerichtet, und auf Ritter Hanſen, und ſagte einer dem andern, was ich ausgeſtanden, und hörte ich auch von mir Lobens und Rühmens, das mir faſt Freude gemacht hat, und viel Mitleids darüber, daß es ſo erbärmlich mit mir war gangen. So kamen wir nun an in der Stadt, und waren die Gaſſen, wo wir durchzogen, voll von Leuten, daß ich mich ſchämte, ſolche Empörung und Auflauf zu machen. Da führte mich Ritter Hans in das Haus meines Bruders, mit den Hauptleuten,
und war auch dabei dein Schwager, Jos der Onſorg, dem Gott alle ſeine Mühe reichlich wolle vergelten. Amen. Und da traf ich bei meinem Bruder gar viel an von Geſippten und Freunden, da bat ſie aber meine Schwägerin, mir Ruhe zu laſſen und ein ander⸗ mal mich zu grüßen, das mir gar lieb war, und ging auch Ritter Hans mit meinem Bruder und den Haupt⸗ leuten auf das Rathhaus und erzählten einem ehr⸗ ſamen Rath, was ſie gethan hatten. So fragte ich nach meinem Kind und brachte mir das deine Schweſter und kam auch die Magd mit, und war das Kind gar wohl auf; da nahm ich es auf das Bett, darein ſie mich gelegt hatten, und küßte es mit Freuden, und habe vor Freuden geweint, und bin ganz beklemmt, und außer mir geweſen vor Freuden, daß ich das Kind wieder geſehen, und mußten ſie es hinwegnehmen, damit ich nicht Schaden nehmen möchte von der Be⸗ klemmung, an meinem Leben. Da kam Ritter Hans zurück, ich konnte aber nicht mit ihm reden, da ich ſo müd worden mit meinem Kind, und bat ihn, mich oft heimzuſuchen, daß ich ihm danken möchte für alle das, was er um mich gethan hätte. So war ich nun ganz ſiech und krank, aber mein Bruder und meine Schwägerin ſorgten gar wohl für mich, und werde ich nun wieder beſſer, dafür ich Gott danke, und allen Heiligen im Himmel, und denen, die für mich Sorge getragen. Sehe mir aber gar nicht mehr gleich und erſchrecke vor mir, wenn ich mich im Spiegel beſchaue, bin gar häßlich, das auch kein Wunder iſt, nach ſolchen Schrecken und Nöthen, die ich erlitten habe. So hoffe ich aber bald ganz geſund zu werden, und alsdann mein Gelübde zu bezahlen, das ich wohl ſchuldig bin, auch gar gern thun mag. So darfſt du nun meinetwegen ohne Sorge ſein, und nur für mich beten, wie ich es auch für dich thun will, und wohl leben... XVII.
Hier will ich ſchreiben, wie es gangen iſt mit
den Rittern und ehrbaren Leuten, die mich und Ritter


