mit Rittr Rathhaus richhtet. Da⸗ Pfrieden, und ſattlich Ge (d, und ließ damit ſie n ehrſamer n zu laſſen, ewigen Ge⸗ nus in mein mehr Leute üßen wollen, I aber aus bat zugeben ter gar ſehr 3 die Magd weſen, die nen weinen n. Hernach Da hat ihm ſo war ſie ihre Hände
im Stande
darüber der ben wir ſie
ſie ſich bald
beten, euch
icht zugeben
nicht nach,
en, das ich
n und der
heil. Eliſabeth und allen Heiligen im Himmel, daß ſte mich beſchützet und errettet. O was ich ausge⸗ ſtanden, ſeitdem ich dir geſchrieben habe, kann ich jetzt nicht ſchreiben. Aber ich will dir Alles ſchreiben, wenn ich wieder Kräfte dazu habe.“
Jetzt ſollet ihr leſen, was Ritter Hans einem ehrſamen Rath zugeſtellet.
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„Fürſichtige, ehrſame, weiſe Herren und Freunde, meinen Dienſt zuvor. Ihr ſollet wiſſen, daß ein ehrſamer Rath zu Augsburg mich Hans von Königseck, Ritter, beſtellt hat zu einem Obriſten gegen Kunzen von Villenbach, daß ich dem Rath getreu dienen ſollte, das Volk anzuführen und die Veſte Villenbach zu zerbrechen, um der Stöße und Raubes willen, darum, daß Ritter Kunz von Villenbach den Mar⸗ quard von Schellenberg, Ritter, der der Stadt Freund war, angegriffen und böslich erſchlagen, und ſeine Braut und all ihr Gut räuberiſch genommen und hinweggeführt hat. So ſollet ihr wiſſen, daß ich mit dem Volk bin ausgezogen in aller Stille und ankommen vor der Veſte, ehe wir ſind verkundſchaftet worden, und uns davor gelagert. Da habe ich Bot⸗ ſchaft thun laſſen dem Ritter Kunzen, ob noch Glimpf fruchten, und Güte möchte von ihm angenommen werden, weil mir faſt bange war um Frau Elsbeth, daß er ihr Leid anthun möchte. Da ſchickte ich hinein in das Schloß Stephan den Hangenohr, und Jörgen den Remen, die Hauptleute, und ließ ihm wiſſen, daß, wo er das Schloß räumen und Frau Elsbeth herausgeben wollte, ihm an Leib und Gütern kein Leid geſchehen ſollte. So ließ er mir darauf wiſſen, daß er es nicht thun wollte, und antwortete trotzig⸗ lich, daß ihm lieber all ſein Gut zu Grunde gehen ſollte, ehe er Frau Elsbeth herausgebe, und ſolle das nicht geſchehen, ſo lange er Kunz heißen werde, und wollte ſich wehren. Da ich das nun hörte, da ordnete ich, das Schloß zu ſtürmen, und ließ Leitern zurichten, auf die Mauern zu ſteigen; da fiel Ritter Kunz aus gegen mich, ich aber ſchlug ihn zurück und verlor er dabei viel Volks. Hernach ließ ich Sturm laufen, den er aber abſchlug, daß wir zurückziehen mußten, da ließ ich abermals Sturm laufen und mußte noch einmal weichen, weil Ritter Kunz gar grimmiglich ſich zur Wehr ſetzte. So ließ ich den Morgen darauf zum dritten Mal zum Sturm ge⸗ bieten, und friſchte die Leute an und verſprach ihnen großen Lohn und Dank. Da hielten ſie ſich wohl und erſtiegen die Mauern und ſprengten das Thor auf und wir drangen hinein und gewannen die Burg. Und hat das Stürmen lange gewährt und Blut ge⸗ koſtet; es ſind in drei Stürmen und Ausfällen über
Vierte Solge.
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200 Mann geblieben. Da wir aber die Burg ge⸗ wonnen hatten, da wollte ich Frau Elsbeth aufſuchen und Ritter Kunzen und die andern Ritter, von denen ich wußte, daß ſie bei ihm waren, und kroch durch alle Winkel und Löcher, die in der Burg waren, fand aber keinen. Da dachte ich, daß ſie müßten entflohen ſein und Frau Elsbeth mitgenommen haben, wiewohl ich nicht wußte, wo ſie hinausgekommen ſein mochten. So befahl ich allen Rittern und den Spießen und Söldnern, die ich bei mir hatte, aufzuſitzen, und zer⸗ theilte ſie, je zehn und zehn, und hieß ſie ausreiten rings um das Schloß her, daß ſie einander konnten ſehen und zurufen, und ritt ſelbſt mit. Den andern aber befahl ich, dazubleiben, und die Burg zu zer⸗ brechen und mit Feuer zu verbrennen, daß kein Stein ſollte auf dem andern bleiben. Da wir nun ausge⸗ ritten waren und lange umſonſt geſucht hatten, da hörte ich durch den Wald Pferde jagen und Wagen treiben und hörte auch wehklagen. Da ritt ich darauf zu und ſah Frau Elsbeth auf dem Wagen, und Ritter Kunzen und Andere umher, da gab ich ein Zeichen und alle Ritter und Spieße kamen zu mir, und fielen wir über Ritter Kunzen. Da wollte er einen Streich thun mit dem Schwert auf Frau Elsbeth. Aber ich kam dem zuvor und haute ihn dermaßen, daß ſein Helm zerſpaltete und er ganz betäubt war, da haute ich nochmals und ſchlug ihm den Kopf entzwei. Da brüllte er wie ein Rind, das geſchlachtet wird und fiel vor mir nieder, und die Ritter und Spieße, die um ihn waren, die flohen, und ein Theil wurde ge⸗ fangen. Da ritt ich zu Frau Elsbeth und ſah, daß ſie unmächtig da lag im Wagen. Da es aber beſſer mit ihr worden war, da zogen wir zurück zur Burg, und zerbrachen ſie ganz und machten ſie zu einem Steinhaufen, und darauf zogen wir zurück zur Stadt. So habe nun ich Hans von Königseck, Ritter, Alles das gethan, was ein ehrſamer Rath der Stadt Angs⸗ burg mich hat geheißen, und mir befohlen, und habe die Burg Villenbach zerbrochen, und Frau Elsbeth befreit, was ich zu thun ſchuldig geweſen. Ferner ſollet ihr wiſſen, ehrſame liebe Herren und Freunde, daß ich euch für das ſtattliche Geſchenk, das ihr mir gemacht habt, großen Dank weiß, und es erkenne, daß ich kaum es verdient habe, und ſo ihr mich weiter brauchet, will ich euch gern dienen.. Hans von Königseck, Ritter.“ XXIV.
O liebe, liebe Teutiche, wie es mich freut, daß ich dir wieder ſchreiben kann. Was ich ausgeſtanden habe, ſeitdem ich mit Ritter Marquard, den Gott tröſt;, und ihm eine fröhliche Urſtänd(Auferſtehung) verleihe, bin auszogen, das kannſt du nimmermehr


