(g ſ —ando hernan und dieſes Com⸗ n des Cadre de 9 de er zum ſolge deſſen ſte in einer Großtreuz um Senator
ral Herbillon erlaubte ihm beiten dieſer ger wurde er ung mehrmals er Petitionen ſer Pflichten g, die fort⸗ Exiſtenz ge⸗
leberzeugung
ſſen und daß
n im Senate C.
c. nach einer Dyphusfieber zeichnetſten loreg. Sein zwir Näheres
ptember 1805 Weiwodſchaft
ski nahmen eende Stellung aupt derſelben ein Vater, der rJahre 1794 herſtellung der verlor er ſeine eſſen Tode war ber die Grund⸗ Rer, weil er ſotene polniſche ſten Con⸗
0 nach Berln um ſich wiſſen⸗ urückehrte, wo
Vierte Folge. 447
er ſich durch ſeine Oppoſition gegen den ruſſiſchen Einfluß bald bemerkbar machte, weshalb der Großfürſt Conſtantin ihn mehrmals einkerkern ließ. In den Jahren 1830 und 1831 ſpielte er in dem Kampfe gegen Rußland eine ſehr hervor⸗ ragende Rolle. In dem erſten Feldzuge im Januar und Februar focht er als Freiwilliger, im März wurde er als Agent der republikaniſchen Partei in Polen nach Paris ge⸗
ſandt, um dort mit Lafayette und andern republikaniſchen
Führern zu unterhandeln. Die polniſche Inſurrection nahm einen für die Polen ſehr unglücklichen Ausgang; ſie wurde unterdrückt, Graf Adam Gurowski in contumaciam zum Tode verurtheilt und ſeine Güter confiscirt. Er blieb fünf Jahre in Paris und im Jahre 1835, wo er ſich davon über⸗ zeugt hatte, daß die Unabhängigkeit Polens eben ſo wenig möglich wie wünſchenswerth ſei, ſchrieb er ein Werk unter dem Titel:„La Verité sur la Russie“, worin er als Ver⸗ treter des Panſlavismus auftrat. Dieſe Schrift zog die Auf⸗ merkſamkeit des Kaiſers Nicolaus auf ſich und gewann dem Verfaſſer die Gunſt deſſelben und in Folge deſſen wurde Gurowski begnadigt und 1836 nach Rußland zurückberufen. Zunächſt wurde er in der Privatcanzlei des Kaiſers be⸗ ſchäftigt und ſpäter in dem Departement des öffentlichen Unterrichts angeſtellt. In Folge der von ihm getroffenen Anordnungen machte er ſich viele Feinde und er verzichtete deshalb auf ſeine Stellung. Der Kaiſer wollte ſein Ent⸗ laſſungsgeſuch nicht annehmen, aber Gurowski flüchtete 1844 heimlich aus Petersburg und begab ſich zuerſt nach Berlin und von dort nach Heidelberg und München. Er ſetzte ſeine Studien mit großer Thätigkeit fort, widmete ſich hiſtoriſchen Forſchungen und veröffentlichte mehrere Werke über den Panſlavismus und andere politiſche und hiſtoriſche Gegenſtände in polniſcher, deutſcher und franzöſiſcher Sprache. Zwei Jahre lang hielt er an der Univerſität in Bern Vor⸗ leſungen über politiſche Staatswirthſchaft. Von der Schweiz aus beſuchte er Italien und 1849 begab er ſich nach den Vereinigten Staaten, um ſich dort dauernd niederzulaſſen und wo er naturaliſirt wurde. Er wohnte ein oder zwei Jahre in Cambridge im Staate Maſſachuſetts, wo er Vorleſungen über das römiſche Recht hielt. Im Jahre 1855 ließ er ſich in Newyork nieder, wo er ein ſehr thätiger Mitarbeiter an der New⸗York Tribune und an der New Americain Cyclopedia war. In dieſer Stadt veröffentlichte er außerdem drei Werke von einem bedeutenden Werthe, nämlich:„Russia as it is“; „America and Europe“ und„Slavery in America“.
Aus Newyork ſiedelte er 1860 nach Waſhington über, wo er
eine Zeitlang in dem Staatsdepartement unter Seward be⸗ ſchäftigt war*). Graf Gurowski war in den höchſten Kreiſen in Newyork und Waſhington ſehr bekannt und in denſelben ſtets ein willkommener Gaſt. Er war ein ſehr intimer Freund des vor einiger Zeit geſtorbenen Generals Wadsworth, den er auf ſeinem Landſitze in Geneſee oft beſuchte. Während ſeiner letzten Krankheit wurde ihm in dem Hauſe des Herrn Charles Eames in Waſhington die ſorgfältigſte Pflege zu Theil, wo er auch ſtarb und aus dem dann ſeine ſterblichen Ueberreſte zu ihrer letzten Ruheſtätte gebracht wurden. Seinem Sarge folgten die Vertreter aller Nationalitäten, auch die Mitglieder der ruſſiſchen Geſandtſchaft, woraus ſich ſchließen läßt, daß Graf Adam Gurowski ſich mit der ruſſiſchen
*
*) Seine Entlaſſung aus dieſer Stellung ſoll in Folge be⸗ gangener Indiscretionen ſtattgefunden haben, wofür er ſich durch den Stachel ſeiner Satire an Seward rächte.
Regierung wieder ausgeſöhnt haben mußte, die Miniſter, viele Congreßmitglieder ꝛc.
Graf Gurowski ſoll intereſſante Manuſcripte hinter⸗ laſſen haben, die über die geheime Geſchichte Waſhingtons viel Licht verbreiten dürften. Er ſprach und ſchrieb wenigſtens ein Dutzend Sprachen, beſaß einen ſcharfen Verſtand, ſehr große Kenntniſſe und einen warmen Gerechtigkeitsſinn. Er war in jeder Beziehung ein ausgezeichneter Mann, was er weit weniger ſeiner Geburt als der erworbenen Geiſtes⸗ bildung verdankte. C.
Der Maler Karl Ensler.
Am 18. April c. ſtarb in Lüttich der 74 Jahre alte Maler Karl Ensler, der ſich durch die von ihm gefertigten und in vielen großen Städten Europas ausgeſtellten vierzig Rundgemälde berühmt gemacht hat. Er war von Geburt ein Preuße und ein Künſtler von hohem Werth, der in ſeinen Darſtellungen der Denkmäler und der bekannteſten Land⸗ ſchaften Italiens, Deutſchlands, Belgiens und der nördlichen Länder Europas die Treue bis auf's Aeußerſte trieb. Seine erſten Arbeiten ſtellte der nunmehr Verſtorbene im Jahr 1820 in Berlin aus und dann bereiſte er vom Jahr 1822 an im Intereſſe ſeiner Kunſt zehn Jahre lang Italien. Als er hierauf nach Berlin zurückkehrte, wurde er daſelbſt zum Mitglied der Akademie der ſchönen Künſte ernannt. Vier Jahre ſpäter trat er von neuem ſeine italieniſchen Kunſtreiſen an. Zwölf Jahre lang beſuchte er die verſchiedenſten Ge⸗ genden Italiens, und dann kehrte er wieder nach Berlin zurück, wo der König Friedrich Wilhelm IV. ihm verſprach, alle ſeine Werke, die er noch durch Anſichten aus Schweden und Norwegen vervollſtändigen ſollte, für die Muſeen in Berlin ankaufen zu wollen. Als Ensler von ſeinen Reiſen nach den nördlichen Ländern wieder in Berlin eintraf, war in der Zwiſchenzeit der König unheilbar erkrankt und jenes Verſprechen ging nicht in Erfüllung. Ensler war Ritter mehrerer Orden, ein Beweis, welcher hohen Achtung ſich der Maler erfreute und welche Bewunderung ſeinen Panoramas zu Theil wurde. C.
Glück und Unglück.
Ueber dieſes wichtige Thema ſpricht Johnſon ſich in folgenden Worten aus:
„Jeder Mann iſt reich oder arm, dem Verhältniß zwiſchen ſeinen Wünſchen und Genüſſen gemäß. In Betreff der Reich⸗ thümer wie von jeder andern Sache iſt die Hoffnung mehr als der Genuß; während wir ſie als Mittel betrachten, deren wir uns in einer künftigen Zeit für die Erlangung eines glücklichen Lebens hedienen wollen, ſichert uns der Eifer, mit dem wir danach ſtreben, vor dem Ueberfluß vor uns ſelbſt; aber kaum ſetzen wir uns nieder, uns des Erworbenen zu erfreuen, ſo finden wir ſie nicht genügend, um die Leere des Lebens auszufüllen. Die Natur macht uns nur dann arm, wenn wir an unſern Bedürfniſſen Mangel leiden, aber die Gewohnheit giebt dem Mangel an überflüſſigen Dingen den Namen Armuth. Es iſt das große Vorrecht der Armuth, un⸗ beneidet glücklich zu ſein, ohne Arzenei ſich der Geſundheit zu erfreuen, ſicher zu ſein ohne eine Wache, und von der Güte der Natur das zu erlangen, was die Großen und Reichen gezwungen ſind, ſich vermittelſt der Kunſt zu verſchaffen. Unglück iſt immer als der Zuſtand betrachtet worden, in dem ein Menſch am leichteſten mit ſich ſelbſt bekannt wird und


