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Graf de Guernon de Ranville.
Am 28. April c. ſtarb in ſeinem Schloſſe Ranville in der Nähe von Caen im Departement Calvados der 79 Jahr alte Graf de Guernon de Ranville, der als Miniſter Karl's X. die berüchtigten fünf Ordonnanzen mit unterzeichnet hatte, welche die Julirevolution in's Leben riefen, die dem Könige ſeinen Thron koſtete und ihn mit ſeiner Familie in's Exil jagte, während ſeine Miniſter ihre Theilnahme an dem Staatsſtreiche mit einer mehrjährigen Gefangenſchaft zu büßen hatten. Die Julirevolution hat einen ſo wichtigen Einfluß auf die Geſchicke Europas ausgeübt, daß wir ſchon aus dieſem Grunde Näheres über das Leben des eben Ver⸗ ſtorbenen, des Letzten jener Miniſter, welche die Ordonnan⸗ zen gegengezeichnet hatten, hier mittheilen müſſen.
Martial⸗Côme⸗Annibal⸗Perpeétue⸗Magloire Graf de Guernon de Ranville wurde am 2. Mai 1787 in Caen, der Hauptſtadt des Departements Calvados, geboren und war der Sohn eines frühern Mousquetaire der königlichen Garde, der nach ſeinem Austritt aus der Garde ſeinen dauernden Wohnſitz in dieſer Stadt genommen hatte, in deren Nähe ſein Familienſchloß Ranville lag. Der junge Graf wollte ſich ebenfalls dem Kriegsdienſte widmen und trat zu dieſem Zweck im Jahr 1806 bei den leichtern Truppen der kaiſerli⸗ chen Garde als Freiwilliger ein. Als es ſich herausſtellte, daß ſeine Kurzſichtigkeit ihn zum Officier untauglich mache und daß er ſich einen andern Lebensberuf zu wählen habe, beſtimmte er ſich für das Studium der Jurisprudenz, dem er ſich in Paris widmete, wo er im Jahr 1813 bei der juriſti⸗ ſchen Facultät als Doctor promovirte. Er kehrte hierauf in ſeine Vaterſtadt zurück, wo er zuerſt und zwar mit Erfolg als Advocat oder Anwalt vor dem dortigen Gerichtshofe auftrat. Im Jahr 1815 ſchloß er ſich den königlichen Freiwilligen in Calvados an, veröffentlichte eine ſehr energiſche Proteſtation gegen den Acte additionnel und begab ſich dann nach Gent zum König Ludwig XVIII. Im Jahr 1820 erfolgte ſeine Ernennung zum Präſidenten des Civilgerichtshofs in Bayeux,
bei dem 2000 ſchwebende Proceſſe auf ihre Erledigung war⸗
teten, und hier entfaltete er eine ſolche Thätigkeit, daß in Zeit von zwei Jahren, ohne die neuen Proceßſachen zu vernach⸗ läſſigen, die Rückſtände aufgeräumt worden waren. Zur Belohnung für dieſe Thätigkeit wurde er im Jahr 1822 zum Generalgdvocaten am königlichen Gerichtshofe in Colmar und 1824 zum Generalprocurator am königlichen Gerichts⸗ hofe in Limoges ernannt. Dieſelben Functionen übernahm er 1826 in Grenoble und 1829 in Lyon, an welchem letztern Orte er den zum Juſtizminiſter ernannten Herrn de Courvoi⸗ ſier erſetzte.
Graf de Guernon de Ranvillle hatte erſt ſeit drei Wochen die Stellung als Generalprocurator in Lyon übernommen, als er am 19. November 1829 berufen wurde, in dem Miniſterium Polignac das Portefeuille des öffentlichen Unter⸗ richts und der Culte zu übernehmen. Er bediente ſich als Miniſter ſeiner Macht„als unverſöhnlicher Feind der revo⸗ lutionären Doctrinen“, wie er ſich ſelbſt bezeichnet hatte, aber gleichzeitig als aufrichtiger Anhänger der conſtitutionellen Charte. Seinen Ueberzeugungen treu ſchritt er zu keinen politiſchen Dienſtentſetzungen und er bekämpfte mit der ganzen Entſchiedenheit ſeines Charakters den Staatsſtreich, der damals eben vorbereitet wurde.„Frankreich iſt das linke
Centrum,“ hatte er dem König offen erklärt. Sobald aber die fünf Ordonnanzen definitiv beſchloſſen waren, zögerte Graf de Guernon de Ranville nicht, ſie zu unterzeichnen,
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weil man ſeine Weigerung für eine Feigheit von ſeiner Seite hätte halten können.
Die Folgen des Erlaſſes der fünf Ordonnanzen ſind bekannt. Karl X. und ebenſogut ſeine Miniſter mußten die Flucht ergreifen. Graf de Guernon de Ranville und ſein College, der Juſtizminiſter de Chantelauze, wurden am 5. Auguſt in der Nähe von Tours als verdächtig verhaftet und, als ſie ſich zu erkennen gegeben hatten, nach Paris gebracht, wo ſie im Thurme von Vincennes eingekerkert wurden. Der Proceß gegen die ſämintlichen Mitglieder des Miniſteriums wurde vom 15. bis 20. December 1830 vor der Pairs⸗ kammer verhandelt, wo der Generalprocurator Perſil den Exjuſtizminiſter de Chantelauze nach Polignac für den Schuldigſten erklärte. Graf de Guernon de Ranville hatte ſich den damals noch wenig bekannten Crémieux zu ſeinem Vertheidiger erwählt, deſſen Aufgabe dadurch ſehr erſchwert wurde, daß er auf den Wunſch ſeines Clienten im letzten Augenblick eine ganz andere Vertheidigung improviſiren mußte, als die war, über die ſie ſich früher verſtändigt hatten. Trotz der Verſchiedenheit der Schuld lautete das Urtheil gegen die ſämmtlichen Angeklagten einerlei, nämlich auf lebenslängliches Gefängniß, bürgerlichen Tod und Bezah⸗ lung der Proceßkoſten. Als der Urtheilsſpruch erlaſſen war, ſagte de Chantelauze ganz ruhig zu de Guernon de Ranville: „Nun, Freund, da werden wir Zeit genug zum Schachſpielen haben.“
Die Verurtheilten ſollten ihre lebenslängliche Haft in dem Fort Ham beſtehen, das ſpäter dem Prinzen Louis Napo⸗ leon nach ſeinem verunglückten Putſch in Boulogne ebenfalls zum Gefängniß diente, doch in Folge einer Ende 1836 unter dem Miniſterium Molé von Ludwig Philipp erlaſſenen Amneſtie erlangten ſie ſämmtlich ihre Freiheit wieder und de Chantelauze und de Guernon de Ranville kehrten in ihre Heimath zurück, wo ſie in der ſtrengſten Zurückgezogenheit ihr Leben beſchloſſen haben. Beide waren in demſelben Jahr geboren, doch der Erſtere ſtarb bereits am 10. Auguſt 1859.
Von dem Grafen de Guernon de Ranville beſitzt die franzöſiſche Literatur ein ſehr gelehrtes Werk, das er unter dem Titel„Recherches historiques sur le jury“ im Jahr 1818 in Caen erſcheinen ließ, zu deſſen Abfaſſung er durch ſeine freiſinnigen Anſichten über die Strafgeſetzgebung inſpirirt worden war.
Graf de Guernon de Ranville hat ſeine Collegen, welche mit ihm die Juliordonnanzen unterzeichneten, ſämmt⸗ lich überlebt und hinterläßt trotz des politiſchen Fehlers, den er damals beging und für den er ſo ſchwer hat büßen müſſen, den Ruf eines Ehrenmannes. C.
General Herbillon.
Der ſeit einiger Zeit durch eine ſchmerzliche Krankheit dem Senate fern gehaltene General Herbillon erlag derſelben am 25. April c. Morgens.
Dieſer abgehärtete Soldat, welcher während ſeiner langen Laufbahn ſo vielen Gefechten beigewohnt, tauſend Ge⸗ fahren die Stirn geboten und die Anſtrengungen ſo vieler Feldzüge unter den ſchrecklichſten klimatiſchen Verhältniſſen ertragen hatte, entſchlief in der Stille und Ruhe eines ge⸗ ehrten Alters.
Er erblickte am 23. März 1794 in Chalons-sur-Marne das Licht der Welt und erfreute ſich des Glücks einer guten Erziehung; doch als er den Curſus im Lyceum kaum beendigt


