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Wie verwendet der kaiſerliche Prinz in Paris ſeine Zeit? Die Stunden des Prinzen ſind völlg beſetzt und ſeine Studien zur Erhaltung und Stärkung ſeiner Geſundheit mit körperlichen Uebungen zweckmäßig verbunden. Unter der Leitung ſeines Erziehers, des Herrn Monnier, zeigt der Prinz ſehr große Anlagen für claſſiſche Studien, Geſchichte und Geographie. Er ſpricht die engliſche Sprache ganz fließend und hat dieſelbe als kleiner Knabe von einem eng⸗ liſchen Begleiter, der ſtets bei ihm war, erlernt. Obſchon der Prinz das regelmäßige Studium des Zeichnens und der Muſik noch nicht begonnen hat, ſo zeigt er doch für die beiden ſchönen Künſte einen entſchiedenen Geſchmack. In Folge der wenigen Andeutungen, die er von dem Bildhauer Chapeaux erhalten hat, vertreibt er ſich zuweilen die Zeit damit, ein⸗ fache Gegenſtände zu modelliren, welche ein bedeutendes Ta⸗ lent bekunden. Unter den von ihm gefertigten Modellen befinden ſich drei, von denen die, welche ſie geſehen haben, in einem hohen Grade überraſcht worden ſind. Das erſte iſt die Statuette eines Lanzier zu Pferde; und die beiden andern ſind die Büſten des Kaiſers und des Herrn Monnier. Der junge Prinz hat ſich bereits unter den Weiſungen des Herrn Foucart mit allen Arten körperlicher Uebungen praktiſch vertraut gemacht und ſein Stallmeiſter, Herr Bachon, hat einige Schwierigkeit, die zu große Hitze deſſelben beim Reiten im Zaume zu halten. Seine Reitſtunden hat der Prinz in dem Almamarſtalle, wo ſeine Pferde ſtehen. Allem aber zieht er militäriſche Manöver und die Behandlung der Waffen vor, und daher iſt es ſeine größte Freude, wenn ein Sergeant in dem Regimente der Garde⸗Grenadiere, in dem der Prinz bekanntlich ſelbſt Corporal iſt, wöchentlich einmal eine Com⸗ pagnie Knaben von demſelben Corps zum Exerciren in den blos für die kaiſerliche Familie und den Hof vorbehaltenen Garten der Tuilerien führt. Der Prinz ſtellt ſich dann zur Rechten im erſten Gliede und die Zahl der Truppe wird oft durch die Gegenwart einiger jungen Freunde des Prinzen, wie die Söhne des Doctor Conneau, des Herzogs Perſigny, der Generale Fleury und Espinaſſe und des Herrn de Bour⸗ going, Stallmeiſter des Kaiſers, vermehrt, die ſich mit in Reih und Glied ſtellen. Schon ſeit einigen Jahren wohnt der Prinz an der Seite des Kaiſers den wichtigſten mili⸗ täriſchen Revuen oi. Während der Feſte in den Tuilerien im vorigen Wi erſchien der Prinz mehrmals auf einige Stunden in d. Salons, wo ſeine Liebenswürdigkeit und die vollkommene Leichtigkeit, mit der er ſich benahm, allgemein bbemerkt wurde. Wir können noch hinzufügen, daß der Prinz ſeit der Rückkehr aus Compiegne im vorigen December mit Ihren Majeſtäten dinirt. Sein Religionsunterricht iſt dem Abbé Deguerry, dem Pfarrgeiſtlichen an der Madeleinekirche, anvertraut, welcher ihn nächſtens für die erſte Communion vorbereiten wird. C.
Beau Brummel.
Ueber dieſe Perſönlichkeit, die ihrer Zeit ſo viel be⸗ ſprochen wurde, theilen die„Personal Reminiscences of Beau Brummel“ unter Andern Folgendes mit:
Beau Brummel ſtand mit dem Prinzregenten auf einem ſehr vertrauten Fuße und dinirte ſehr oft bei demſelben ebenſowohl in Carlton Houſe in London, wie in dem Pavillon in Brighton. Man nimmt allgemein an, die Urſache ſeines ruches mit dem Prinzen ſei geweſen, daß er ſich eines goes die Freiheit genommen habe, nach einem Diner in
Rovellen⸗
Zeitung.
Carlton Houſe Se. königliche Hoheit zu bitten, die Schelle zu ziehen, damit Wein gebracht werde, worauf der Prinz, nachdem er das gethan, ſofort Brummels Equipage beſtellt und von dieſer Zeit an nie wieder ein Wort mit ihm ge⸗ ſprochen habe. Ueber dieſen Punkt befragte ich den Beau und er gab mir die Verſicherung, daß an dieſer Angabe durchaus nichts Wahres ſei. Er ſagte zu mir:„Können Sie bei Ihrer Kenntniß meines Charakters es wohl für möglich halten, daß ich, der die Empfindlichkeit des Regenten eben ſo gut, wo nicht noch beſſer als irgend ein lebender Mann kannte, mich eines ſo groben Verſtoßes jedes Tacts ſchuldig gemacht haben ſollte? Nein, es iſt nicht wahr. Ich kannte den Regenten viel zu gut, als daß ich eine ſo große Narrheit hätte begehen können.“ Ich konnte aber nie von ihm erfahren, was die wirkliche Urſache dieſer Trennung war. Aus ziemlich guter Quelle vernahm ich, der Beau habe einige Verſe in Bezug auf den Prinzen und Miſtriß Fitzherbert geſchrieben, worin er
den Prinzen Big Ben und die Lady Benbina genannt habe.
Dieſe Verſe ſeien außerdem ziemlich ſarkaſtiſch geweſen und ein Feind Brummel's habe ſie dem Regenten gezeigt, der darüber im höchſten Grade erzürnt geweſen ſei, und das habe den Bruch herbeigeführt.. C.
Edle Metalle. „Le Tour du Monde“ theilt überraſchende Ziffern
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über die enorme Production der edeln Metalle in den letzten
Jahren mit.
Man hat im Jahr 1865 in Auſtralien, in Neuſeeland, in Californien und Mexico neue Minen endeckt, von denen einige von einem ſolchen Reichthum ſind, daß ſelbſt die älte⸗ ſten Bergleute dadurch in Verwunderung geſetzt wurden.
Das im Jahr 1864 gewonnene Gold wird auf mehr als 875 Millionen Franken geſchätzt.
Zu dieſen 875 Millionen lieferte Rußland ungefähr 130 Millionen; Afrika mehr als 30 Millionen; Auſtralien und Neuſeeland 212 Millionen; China und Thibet beinahe 80 Millionen; das engliſche Nordamerika und beſonders Columbia 45 Millionen; die Vereinigten Staaten nahe an 240 Millionen; Mexiko 200 Millionen und Braſilien 15 Millionen.
Einige andere Länder lieferten auch Gold, aber in einer verhältnißmäßig unbedeutenden Quantität.
Das Jahr 1865 erzeugte noch mehr Gold als 1864, was theilweiſe ſeinen Grund darin hat, daß man ſich mehr und mehr der Maſchinen bedient und vermittelſt derſelben ziemlich anſehnliche Summen aus Minen zieht, die man früher ver⸗ achtet und als nicht ergiebig aufgegeben hatte.
Die Production des Silbers hat ſich auch vermehrt. Man kann den jährlichen Silbergewinn in den Vereinigten Staaten auf 35— 40 Millionen Franken anſchlagen; in Mexiko auf 125 Millionen in Peru auf 20 Millionen; in Chili auf 20 Millionen; ind Braſilien auf 21 Millionen; in China und Thibet auf mehr als 60 Millionen; in Japan auf 30 Millionen; in Auſtralien auf 12— 15 Millionen; in Spanfen auf 15 bis 20 Millionen.
Mit den 875 Millionen Gold wurden demnach der Circulation 1,220 Millionen Franken edle Metalle hingu⸗ gefügt, aber, wie ſchon oft bemerkt worden iſt, verließ dieſes Silber Europa eben ſo ſchnell, als es ſich dort einfindet, und nirgends findet ſich ausgeprägtes Silber im Ueberfluß. Oſt⸗ indien und China ſind wie rieſenartige Schwämme, welche den europäiſchen Schatz ausſaugen. Das Silber bleibt
nigend zu ſagen,
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