Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
413
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verbrannt hatte, nahm er die übrigen des Abends mit in ſein Haus, nachdem er vorher jede mögliche Vorſicht getroffen hatte, um Niemandem zu begegnen. Am 2. April 1791 des Morgens um 8 Uhr entſchlief Mirabeau in den Armen des Grafen de La Marck.

Es vergingen 35 Jahre. Der Prinz Auguſt von Aren⸗ berg war in ſein Vaterland zurückgekehlt und der König Wilhelm I. hatte ihn als General in das niederländiſche Heer aufgenommen. Er bewohnte in Brüſſel in der Zinnerſtraße dem Park gegenüber ein großes Hôtel und ſein Haus war wegen ſeiner Gaſtfreundſchaft berühmt. Er vergaß indeſſen die Verpflichtung nicht, welche er Mirabeäu gegenüber einge⸗ gangen war. Im Jahr 1826(er war damals 73 Jahre alt) faßte er endlich den Entſchluß, die wichtigen Papiere, deren Depoſitär er ſeit 1791 war, zu ordnen. Der Geheimſecre⸗ tär des Prinzen Auguſt, J. Ph. Stadtler, wurde mit der methodiſchen Claſſificirung derſelben betraut. Bis dahin hatte Niemand Kenntniß von dieſen Documenten gehabt. Der Prinz Auguſt wollte indeſſen nichts davon während ſeines Lebens veröffentlichen; er überließ Andern die Sorge, einen zweckmäßigen Gebrauch von dieſen Materialien zu machen, die unter ſeiner Leitung claſſificirt und geordnet worden waren.

Der Prinz Auguſt von Arenberg, Graf de La Marck, ſtarb am 26. September 1833 in Brüſſel. Der von ihm dazu bezeichnete Ad. de Bacourt veröffentlichte dieCorre- spondance entre le comte de Mirabeau et la comte de La Marck pendant les années 1789, 1790 et 1791 (2 vol. in-8⁰). Darin befanden ſich zum erſtenmal die berühmten Noten, welche Mirabeau insgeheim an Lud⸗ wig XVI. richtete. Am Ende des Werkes las man die fol⸗ gende Angabe:Alle Originale der Documente, aus denen die gegenwärtige Veröffentlichung beſteht, ſind unmittelbar nach der Veröffentlichung in dem Archiv des Hauſes Aren⸗ berg in Brüſſel niedergelegt worden.

Das iſt diePrivatbibliothek, auf welche Quinet in der Note anſpielt, die wir oben erwähnt haben. Wir wollen die Behauptung des ausgezeichneten Schriftſtellers ſicher nicht in Zweifel ziehen. Derjenige aber, welcher dieſe Zeilen ſchreibt, kann verſichern, daß die autographes Mirabeau's für das Publicum nicht unzugänglich ſind. Er hat die berühmten Denkſchriften und Warnungen, welche Mirabeau vergebens an Ludwig XVI. richtete, mit ſeinen Händen berührt, mit ſeinen Augen geſehen. Er könnte ſogar ſagen, daß in den meiſten dieſer von der Hand Mirabeau's geſchrie⸗ benen Noten, ohne die umfangreichſten auszunehmen, ſich keine ausgeſtrichenen oder abgeänderten Wörter finden. Es i*ſt eine feſte, ſchwere, maſſive Handſchrift. Man erkennt darin gewiſſermaßen die mächtige und geſtählte Tatze des Löwen. Alle dieſe hiſtoriſchen Documente, die für die Geſchichte der franzöſiſchen Revolution von einem ſo großen Werthe ſind, finden ſich noch jetzt in dem Archiv des Hauſes Arenberg in Brüſſel unter der Verwahrung des frühern Secretärs des Prinzen Auguſt. Sie werden in dem Palaſte der Herzöge von Arenberg auf der place du Petit-Sablon in Brüſſel mit der größten Sorgfalt aufbewahrt. Sie bilden eine Samm⸗ lung, die ſicher eine ſehr große Wichtigkeit hat, welches auch der Geſichtspunkt ſein mag, von dem aus man Mirabeau beurtheilt. C.

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Elfenbein. Ueber dieſen Gegenſtand ſagt das New Vork Journal of Commerce:

Die Zahl der Elephanten, welche jährlich getödtet wer⸗ den muß, um die Nachfrage nach Elfenbein zu befriedigen, iſt ganz enorm. Es iſt unter guter Autorität nachgewieſen, daß ganz allein die Meſſerſchmiede in Sheffield das Elfenbein ver⸗ arbeiten, welches mehr als 20,000 getödtete Elephanten lie⸗ fern, und jedes andere Land will doch ebenfalls damit verſorgt ſein. Die anderen Quellen, aus denen Elfenbein erlangt wird, das Wallroß, der Narwall ꝛc., liefern nur einen ſehr kleinen Theil des Bedarfs und da noch keine andere Subſtanz entdeckt oder erfunden worden iſt, die deſſen Stelle vertreten kann und da überdies die Nachfrage danach ſich von Jahr zu Jahr vermehrt, ſo ſteht zu befürchten, daß das Geſchlecht der Elephanten in einer nicht ſehr fernen Zeit gänzlich erloſchen ſein mag. Das als das beſte bekannte Elfenbein iſt das, welches aus Afrika ſtammt, denn obwohl es nicht ganz ſo weiß iſt wie das von den aſiatiſchen Elephanten gelieferte, ſo behält es ſeine Farbe am beſten, iſt am durchſichtigſten, am freie⸗ ſten von Sprüngen und es nimmt die ſchönſte Politur an. Der Grund dieſer Thatſache liegt darin, daß das afrikaniſche Elfen⸗ bein ziemlich gleiche Theile animaliſcher und erdiger Stoffe enthält, während bei dem aſiatiſchen das Verhältniß der erdi⸗ gen Stoffe größer iſt. Eine ſehr große Quelle der Verſorgung mit Elfenbein in Rußland und den nördlichen Ländern Euro⸗ pa's ſind die Zähne der erloſchenen Arten von Elephanten und Mammuths, die an den Ufern der Flüſſe im nördlichen Sibirien in einem merkwürdig gut erhaltenen Zuſtande ge⸗ funden werden. In ſehr kalten Ländern hält ſich das Elfen⸗ bein von verſteinerten Elephanten Jahrhunderte lang. In Amerika ſind die foſſilen Ueberreſte, welche zuweilen ausge⸗ graben werden, trocken und brüchig, aber durch das Kochen derſelben in einer Auflöſung von Gallerte wird der Mangel des urſprünglichen Eiweisſtoffes erſetzt. Dagegen behält das Elfenbein andererſeits, wenn ein Theil der erdigen Subſtanz aufgelöſt wird, die einen ſeiner Hauptbeſtandtheile bildet, ſeine ganze Zähigkeit, wird aber außerordentlich biegſam. So wird es bereitet, wenn chirurgiſche Inſtrumente daraus gefertigt werden ſollen. Was die Stelle des Elfenbeins er⸗ ſetzen ſoll, wenn das Geſchlecht der Elephanten ausgerottet ſein wird, läßt ſich nicht ſagen, aber der menſchliche Scharf⸗ ſinn beſchäftigt ſich bereits damit, einen Stellvertreter deſſel⸗ ben aufzufinden und durch das Anerbieten großer Belohnungen wird er dazu noch mehr angefeuert. Vor kurzer Zeit wurde in Amerika von Fabrikanten der Billardbälle eine Belohnung von 5000 Dollar für eine Subſtanz verſprochen, welche die⸗ ſelben Eigenſchaften wie das Elfenbein in ungefähr denſelben Verhältniſſen beſitze. Die Elaſticität des Elfenbeins macht es zu dieſem Zwecke geeignet, da aber die Feuchtigkeit auf daſ⸗ ſelbe einwirkt und es ſich ſeinen Beſtandtheilen gemäß un⸗ gleich ausdehnt, ſo hat es ſich gefunden, daß die Billardbälle ihre vollkommene Kugelform nicht bei jedem Zuſtande der Atmoſphäre beibehalten. Aus dieſem Grunde und wegen des zunehmenden Mangels des Elfenbeins wünſcht man ſo lebhaft irgend eine andere Subſtanz, die es zu erſetzen im Stande iſt. Sogenanntes vegetabiliſches Elfenbein wird zu verſchiedenen Artikeln verarbeitet, aber es iſt von verhältnißmäßig geringem Werthe. Am meiſten hofft man, daß man das verlangte Material aus irgend einer Zuſammenſetzung des indiſchen Gummi elaſticum oder des Gutta Percha eher als aus irgend einer anderen Quelle erlangen wird. C.