zeveſen und
Ä
nannt habe. 1
Vierte Solge
bbeuer, d. h. das Metall ſelbſt, denn die Nationen in Oſt⸗ indien, welche ſtets ein gewiſſes Mißtrauen gegen das Gold gehabt und noch haben, ziehen das Silber entſchieden vor. Wie dem nun auch ſein möge, der anhaltende Fortſchritt in der Production der edeln Metalle hat dem Welthandel nen unberechenbaren Aufſchwung gegeben, und ſollte ſich dieſe Production ſelbſt verdoppeln oder verdreifachen, ſo vürde dadurch doch keine Ueberfüllung an denſelben entſtehen. C.
War Gluck ein Deutſcher oder ein Slaue? Die Auffützang der Oper„Iphigenia in Tauris“
n Her Majesty's Theatre in London, die kürzlich ſtattfand,
int in England die Frage wieder aufgeregt, die wir oben ufgeſtellt haben, eine Frage, von der es intereſſant iſt zu wiſſen, daß ſie nie entſchieden werden wird, die aber in alle Ewigkeit hinaus ohne irgend eine Ausſicht auf Löſung dis⸗ eutirt werden kann. Gluck's Biographen hielten es für ge⸗
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macht hat. Edouard de Vigne ſtudirte, wie ſein zwei Jahre älterer Bruder Felix, die Malerei unter der Leitung ſeines Vaters und unter Paul Surmont, einem ſehr geachteten Maler in Gent, und reiſte dann nach Italien, um ſich in ſeiner Kunſt weiter auszubilden. Von Rom kehrte er wie ſein Bruder nach Gent zurück, wo er ſich durch ſeine Gemälde bald be⸗ kannt machte. Von denſelben verdienen beſonders Erwähnung: Vue prise dans les Abruzzes; Environs de Naples; zahl⸗ reiche Sites d'Italie; Effet du matin dans les environs de Radicofani, Vue de Nico-Varo, près de Rome u. ſ. w. Die beiden letzten Landſchaften figurirten in der allgemeinen Ausſtellung in Paris im Jahre 1855..
In einem Briefe, den der kürzlich verſtorbene engliſche Bildhauer John Gibſon in ſeinem 71. Jahre ſchrieb, ſagte er:„Als ich ſieben Jahre alt war, übertrat ich die Gebote und zeichnete Menſchen. Ich bin nun 43 Jahre in Rom, wo ich Bildſäulen gemacht habe, nicht zur Verehrung, ſondern aus Liebe für das Schöne. Das Schöne erhebt uns über die
der nügend zu ſagen, Gluck ſei in Böhmen geboren worden. Menge, das Ideal höher und immer höher, ja zur himmliſchen habe Venn wir allein nach dem Namen urtheilen könnten, ſo müßte Schönheit, der Quelle aller Schönheit. In dem Leben eines C. ſine Familie eine deutſche geweſen ſein, ungleich der ſeines Mannes ſollte wie an einem Bilde jeder Theil ſchön ſein. ündsmannes Duſſek, deſſen Name im Slaviſchen dem ſeines— eburtsortes gleich iſt. Jene Slavophilen, die den Slavo⸗ Man ſagt, Schweden ſtehe im Begriff, der Welt eine anismus von Nebucadnezar(die flaviſchen Worte nie bog andre Nachtigall zu ſenden, deren Stimme noch wunderbarer Iim alno tsar bedeuten„es giebt keinen Gott als den König“), von ſei als die der Jenny Lind. Der Name dieſer Sängerin iſt a lezen buttenberg(man vermuthet, er ſei in Kuttna Hora— im Marie Taskatt. Die Stockholmer Blätter behaupten, die
chen Kuten Berg— geboren und daher ſtamme der ame des erſten Buchdruckers), von Shakeſpeare(die Familie de großen Dichters ſoll von dem ſlaviſchen Stamme Vileti, welcher Wiltſhire coloniſirte, abſtammen) feſtſetzten,— dieſen Elavophilen würde es gar nicht ſchwer fallen, zu beweiſen, daß éluck ein Slave war. Sie würden erklären, ſein wirklicher Name ſei Czech(Glückſeligkeit) geweſen, den er, um ihn den Leutſchen mundgerecht zu machen, in Gluck verwandelt habe. 6 iſt gewiß, daß es in Böhmen eine Zeitlang Sitte war, den ſlaviſchen Namen ins Deutſche zu überſetzen, beſonders unter den ſlaviſchen Adeligen, die am Hofe in Wien zu fpguriren wünſchten und welche glaubten, ihre ſehr ſchwierig auszuſprechenden ſlaviſchen Namen würden ſie lächerlich nachen. Um davon ein Beiſpiel anzuführen, erſchien der Lord oon Tcherna Hora in Wien als Fürſt Schwarzenberg. Man tan von den jetzigen Deutſchen nicht erwarten, daß ſie in Er⸗ mngelung eines poſitiven Beweiſes zugeben, Gluck ſei ein Sasve geweſen; aber bei ſeinen Lebzeiten würde der große deutſche Componiſt Händel, welcher erklärte,„Gluck verſtehe von dem Contrapuncte nicht mehr, als ſein Hahn,“ ihn ohne Zpeifel willig den Slaven überlaſſen haben. Wir bemerken dazu, daß Gluck allerdings in Prag die
Stimmmittel dieſer jungen Dame überträfen Alles, was ſeit der Malibran gehört worden ſei.
Die Autobiographie des Prinzen Karl von Heſſen ſagt: „Von guter Quelle wird erzählt, daß die franzöſiſchen Ge⸗ nerale, als bei Waterloo Angriff auf Angriff gegen die britiſchen Stellungen ohne Erfolg gemacht wurde, ein bos⸗ haftes Vergnügen fühlten, als ſie den Zorn und das Er⸗ ſtaunen des Kaiſers bemerkten, der noch nie mit engliſchen Truppen gekämpft und den Berichten der früher von den Eng⸗ ländern geſchlagenen Generale über die Standhaftigkeit derſelben in einer verächtlichen Weiſe keinen Glauben ge⸗ ſchenkt hatte.“
Der regierende König Jemmy in Dar ney hat den Herrn Henry Diſtin in London um einen man, talent⸗ vollen Muſiklehrer bitten laſſen, der ſofort abreiſen und ein Corps von 80 jungen Damen ſeiner Leibgarde in dem Blaſen von Blechinſtrumenten vom höchſten Sopran bis zum tief⸗ ſten Baß unterrichten könne. Derſelbe Herr Henry Diſtin hat einen ähnlichen Auftrag aus Utah, der Mormonenſtadt, erhalten, wo man ebenfalls einen Muſiklehrer zu erhalten
4 :— Auſik ſtudirte, aber in Weidenwangen in der Oberpfalz das wünſcht, der ein weibliches Muſikcorps in dem Gebrauch en it Liht der Welt erblickt haben ſoll. Nach England kam Gluck der Blechinſtrumente unterrichten ſoll. um, u Mane in Jahr 1745, wo der ſtolze und reizbare 60 Jahre alte n i Chii Findel die Gunſt des Hofes und der engliſchen Nation ver⸗ Anthony Trollope, welcher den Poſten als Reiſeinſpector geuen; in Ghn loten hatte, was jenes Urtheil über den damals 31 Jahre des engliſchen Poſtdepartements bekleidet, ſchreibt den größten zuf n0 aler Gluck ſehr wahrſcheinlich macht. C. Theil ſeiner Novellen während ſeiner Reiſen per Eiſenbahn. 4 ⸗ in Spanie 4—— Die Botſchaft des nordamerikaniſchen Präſidenten Misrellen. wurde in China 43 Tage nach der Zeit, wo ſie in Waſbington
Am 10. Mai ſtarb in Gent der 58 Jahre alte Land⸗ ſchaftsmaler Edouard de Vigne. Er wurde im Jahre 1808
Iin Gent geboren und war der Sohn des Malers Ignace de 2 oöne, der 1840 geſtorben iſt und ſich beſonders durch die 7 Dkoration der wichtigſten Theater in London bekannt ge⸗
erſchien, geleſen. Sie wurde von Waſhington nach San Francisco per Telegraph befördert und von dort vermittelſt eines Segelſchiffes, das die Fahrt in der außerordentlich kur⸗ zen Zeit von 40 Tagen zurücklegte, nach China gebracht.


