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gereicht. Es iſt die Reſidenz von Lord Arthur Ar⸗ vranmore, des Gebieters der weiten Fluren, die, mit dem Vermögen der Mutter erkauft, den urſprünglichen kleinen Gütern von St. Grellan hinzugefügt wurden. Lady Arranmore iſt geſtorben, aber eine zahlreiche Familie iſt wieder dem Stamme entblüht, der in den
Neunziger Jahren mit der Flucht des damaligen Letzten
der O'Brien abgeſtorben ſchien. . Die Abtei Cong am Logh Coreib, eine der ſchoͤnſten Filiale vom ⸗Geheiligten Herzen Jeſus, deren geheimnißvoller Hauptſitz zur Zeit des erſten Conſuls Paris war, hat zum vierten Male ihre Auferſtehung gefeiert. Durch Vermittelung des engliſchen Cardinals Wyſe iſt aus den Ruinen des alten Abthauſes ein ſchöner Neubau entſtanden. Halb Schloß, halb Kloſter, mit herrlichen Parkanlagen umgeben, hat es den Reizen der ſchönen Landſchaft einen neuen Zuwachs verliehen.
Das ſchöne Haus wird von einigen Herren be⸗ wohnt,
die in modiger Kleidung einbergehen, Equi⸗
page halten und, nach der ganzen häuslichen Einrich⸗
tung zu ſchließen, ein mehr
als gewöhnlich comfortables
Leben führen. Es fehlt weder an einem Hausmeiſter,
noch an ausreichender Bedienung. Das Einzige, was
einem Beſucher bei längerem Verweilen etwa auffallen
dürfte, iſt die gänzliche Abweſenheit weiblicher Diener⸗ ſchaft in dem geräumigen Gebäude ſelbſt. Dagegen erzählt der neue Erbwirth von Cong, daß zuweilen vornehme Damen auf mehrtägigen Beſuch kommen, und während ſie Wohnung in den dazu eingerichteten Räumen des Wirthshauſes nehmen, mit dem Prälaten von St. Grellan, der bei dieſen Gelegenheiten die Hochmeſſe hält, glänzend bewirthet werden. So er⸗ zählt auch der ziemlich unterrichtete Wirth, welcher gleich allen Bewohnern der Umgegend der Familie der Arranmore eifrig ergeben iſt, daß die Lady, die damals noch eine ſtattliche Dame war, dem letzten Auferſtehungsfeſte der Abtei, welches im Jahre 1840 mit großem Glanze ohne alle Anfechtung der proteſtan⸗ tiſchen Behörden gefeiert wurde, von Anfang bis zu Ende beigewohnt habe.
Touriſten, welche jene an Naturſchönheit ſo reiche Gegenden zum Ziele ihrer geſchichtlichen Forſchungen nehmen ſollten, werden dort unter den Begleitungen zur iriſchen Harfe des öfteren Balladen hören, welche die Verſöhnung der Familien der O'Brien und der O'Flaherty's, deren Häupter als die älteſten der iri⸗ ſchen Barone genannt werden, zum Thema haben.
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Der Ritter von Andronge.*)
Der Ritter von Androuge Sprengt aus der Ahnen Schloß Voran dem Rüdenzuge Und buntem Jägertroß.
Er folgt auf ſchroffen Wegen Dem aufgeſcheuchten Wild, Da reitet ihm entgegen Ein ſchönes Frauenbild.
Sie ſitzt auf edlem Zelter So hell, wie Mondenglanz, Sind berbſtlich auch die Felder, Sie ſchmückt ein Roſenkranz.
Sie blickt mit holden Mienen Auf heit're Mädchen hin, Die ihr befliſſen dienen, Wie einer Königin.
Dem Ritter iſt entſchwunden Die heiße Jagdbegier; Er überläßt den Hunden Und Jägern das Revier.
Sein Auge hanget trunken Nur an der Lichtgeſtalt; Ihr Blick, auf ihn geſunken, Beſiegt mit Allgewalt.
„Komm mit mir,“ fleht er brünſtig, „Ruh' unter meinem Dach,“ Und ſie,— ſie lächelt günſtig Und folgt ihm alſo nach:
„Ich bin die Fee des Lebens Und liebe Luſt und Scherz; Du flehteſt nicht vergebens, Weil lebensfroh dein Herz.“
Sie zieht an ſeiner Seite Zur ſtolzen Burg empor, Mit ſeinem Jagdgeleite Folgt ihrer Mädchen Chor.
Sie leben herzverbunden Dort Jahr und Tag beglückt, Von Allem reich umwunden, Was nur das Leben ſchmückt.
*) Aus: Romanzen und Balladen von Adolf Bube. Gotha. Druck und Verlag der Stollbergſchen Verlagsbuchhandlung. 1866.


